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Einigung bei E.ON: 2,8 Prozent mehr Lohn

Logo von e.on in der Nahaufnahme © dapd Fotograf: Joerg Sarbach Detailansicht des Bildes Gewerkschaften und Unternehmen haben sich im Tarifstreit überraschend geeinigt. (Archivbild) Die Neuigkeit kommt überraschend: Die Gewerkschaften ver.di und Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich mit Deutschlands größtem Energieversorger E.ON im Tarifstreit geeinigt. E.ON zahlt seinen Beschäftigten rückwirkend ab Januar 2,8 Prozent mehr Lohn und zusätzlich einmalig 300 Euro. Das teilten die Gewerkschaften am Mittwochmittag mit. Diese hatten am Mittwoch eigentlich lediglich entscheiden wollen, ob sie an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Befristete Verträge nach der Ausbildung

Weitere Details des Abschlusses: Ausbildungs-Absolventen des Jahres 2014 werden für ein Jahr befristet übernommen. Bei der Gründung neuer Konzerngesellschaften verspricht E.ON zudem, bestehende Tarifbindungen der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 13 Monaten. Über die Einigung muss jetzt noch in einer Urabstimmung bei den Gewerkschaften entschieden werden, eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.

Ver.di: "Tragfähiger Kompromiss"

Ver.di und IG BCE haben insgesamt eine Lohnerhöhung von 3,1 Prozent errechnet - ein "tragfähiger Kompromiss", wie ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott sagte. Auch E.ON-Personalvorstand Regine Stachelhaus begrüßte die Einigung. Sie erinnerte jedoch daran, dass E.ON vor großen Herausforderungen stehe: "Wir müssen unsere Kosten im Griff behalten, um im Wettbewerb bestehen und die Zukunft des Unternehmens sichern zu können", sagte Stachelhaus.

Gespräche am vergangenen Freitag

Eine Annäherung hatte es bereits Ende der vergangenen Woche gegeben. Am Freitagabend hätten sich die Tarifparteien auf Einladung von E.ON erneut getroffen, teilten die Gewerkschaften mit. Dabei hätten beide Seiten eine "ergebnisorientierte Position" erarbeitet. Über die Inhalte sei Stillschweigen vereinbart worden. IG-BCE-Tarifpolitiker Peter Hausmann hatte das Gesprächsergebnis als "ermutigendes Signal" gewertet.

Mitarbeiter wollten mehrheitlich streiken

Beschäftigte des Energieunternehmens E.ON während eines Warnstreiks. © dapd Fotograf: Volker Hartmann Detailansicht des Bildes 91,4 Prozent der E.ON-Mitarbeiter hatten sich bei der Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen. (Archivbild) Nach drei Runden waren die Tarifverhandlungen zunächst gescheitert und 91,4 Prozent der E.ON-Mitarbeiter hatten sich für einen Streik ausgesprochen. Dieser wurde nach der Annäherung am Freitag dann kurzfristig ausgesetzt. Ver.di und die IG BCE hatten 6,5 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter gefordert, E.ON hatte zuletzt 1,7 Prozent angeboten. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt rund 8.700 Menschen, bundesweit sind es etwa 30.000.

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