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Zeitplan für Elbvertiefung gefährdet

Ein Containerschiff fährt bei Steindeich auf der Elbe © dpa Fotograf: Angelika Warmuth Detailansicht des Bildes Die Elbvertiefung soll deutlich größeren Containerschiffen als diesem den Zugang zum Hamburger Hafen ermöglichen. Die geplante Elbvertiefung könnte sich ein weiteres Mal verzögern. Nach Informationen von Welt Online geht das Bundesverkehrsministerium nicht mehr davon aus, dass das Projekt noch in diesem Jahr beginnen könne.

Da Umweltverbände Klagen gegen die Fahrrinnenanpassung angekündigt haben, sei das "vollziehbare Baurecht" erst nach Abschluss eines Gerichtsverfahrens zu erreichen. "Dies würde bei realistischer Einschätzung bedeuten, dass mit der Maßnahme erst 2013 begonnen werden kann", zitiert die Zeitung aus einer Antwort des Ministeriums.

Konflikt zwischen Obstbauern und Wirtschaft

Im Streit über die Elbvertiefung stehen sich unter anderem Hamburgs Hafenwirtschaft und die Obstbauern im Alten Land gegenüber. Die Bauern fürchten um die Deichsicherheit und befürchten eine stärkere Versalzung des Elbwassers. Die Wirtschaftsvertreter verweisen auf die Zukunftsfähigkeit des Hafens und der Region.

Außerdem steht auch noch die Einigung der beteiligten Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen über das Projekt aus. Die niedersächsische Landesregierung teilt die Befürchtungen der Obstbauern und verlangt für sie höhere Schutzauflagen. Sie wird möglicherweise eine Verlängerung der Frist für das Planfestellungsverfahren beantragen. Schleswig-Holstein hat bereits zugestimmt.

Reihenweise Verzögerungen

Eine Grafik zeigt den Längsschnitt der Elbe - vor und nach der geplanten Fahrrinnen-Vertiefung © Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg Detailansicht des Bildes Die Grafik zeigt, wie die Fahrrinne vertieft und verbreitert werden soll. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und der maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP), hatten erst vor wenigen Tagen nach einem Treffen in Hamburg gesagt, dass sie hofften, noch vor dem Sommer mit der Elbvertiefung beginnen zu können.

Seit Beantragung des Planfeststellungsverfahrens 2006 ist es bei dem fast 400 Millionen Euro teuren Bauprojekt immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Die Kosten für Elbvertiefung und -verbreiterung tragen der Bund (zwei Drittel) und Hamburg (ein Drittel).

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Containerschiff © picture-alliance / HB-Verlag Fotograf: Mike Schröder
 

Elbvertiefung: Wirtschaft baggert bei der Politik

Die geplante siebte Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen Wirtschaftsverbänden und Umweltschützern, aber auch zwischen Hamburg und Niedersachsen. NDR.de mit einem Überblick. mehr

 

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Das Containerschiff "Hyundai Courage" fährt auf der Elbe bei Wedel. © dpa Fotograf: Maurizio Gambarini
 

Keine Annäherung im Streit um die Elbvertiefung

NDR Info hat mit Experten und Anwohnern über die Elbvertiefung und die Folgen diskutiert. (Meldung vom 02.02.2012) mehr


Kieler Landtag stimmt für Elbvertiefung

Grüne, SSW und Linke lehnen das Projekt ab. Die SPD fordert den parallelen NOK-Ausbau.(Meldung vom 26.01.2012) mehr