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Dossier
Eine Tafel an einer Hauswand zeigt die Höchststände der Elbe in Lauenburg © NDR Fotograf: Thorsten Phillips
 

Alle Infos zum Hochwasser an der Elbe

Die Flutwelle der Elbe hat ihren Höhepunkt überschritten. Aber die Lage bleibt angespannt. mehr

Spendenaktion
Drei Hochwasserhelfer kämpfen sich mit Schaufeln, Eimern und Besen beladen durch die Fluten der Elbe. © Picture Alliance Fotograf: Ralf Hirschberger
 
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Die ARD ruft bis Sonntagabend zu Spenden auf. Zum Abschluss gibt es eine Spezialsendung um 21.45 Uhr im Ersten.

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Schulausfälle
Leerer Klassenraum © Fotolia.com Fotograf: Uolir
 

Schulausfälle in Norddeutschland

Kein Unterricht wegen des Hochwassers? Alle Infos stets aktuell im NDR Verkehrsstudio. mehr

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Ein Fahrgast informiert sich auf dem Hauptbahnhof in Hannover vor einer Anzeigetafel über die Zugverbindungen. © dpa Fotograf: Jochen Lübke
 
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Wegen des Hochwassers kommt es zu größeren Problemen im Bahnverkehr. Mehr dazu auf bahn.de.

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Weitere Informationen
Frau mit Headset © Bildredaktion NDR Online Fotograf: Christine Raczka
 

Telefon-Hotlines und Behörden-Infos

Für die vom Hochwasser der Elbe betroffenen Gebiete gibt es spezielle Angebote. mehr

WETTER
 

Jetzt beginnt das große Aufräumen

Begleitet von Einsatzkräften kehren evakuierte Bewohner in ihre Häuser in der Unterstadt in Lauenburg (Schleswig-Holstein) zurück. © dpa Fotograf: Bodo Marks Detailansicht des Bildes Die Bewohner der Lauenburger Altstadt durften am Sonnabend zurück in ihre Häuser. Die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe hat sich am Sonnabend weiter entspannt. Die Pegelstände sinken, Einwohner kehren zurück in evakuierte Gebiete und machen sich daran, ihre Häuser und Grundstücke von Dreck und aufgeweichten Möbeln zu befreien. Offizielle Entwarnung gibt es jedoch noch nicht - in den Elbregionen herrscht bis mindestens Anfang kommender Woche weiter Katastrophenalarm.

Keine strukturellen Gebäudeschäden in Lauenburg festgestellt

Auch in Schleswig-Holstein geht das Hochwasser zurück. Die etwa 300 Bewohner der überfluteten Lauenburger Altstadt dürfen seit Samstagmorgen zurückkehren. In der Nacht war das Wasser abgepumpt worden, um 8 Uhr durften die ersten Bewohner die Gebäude wieder betreten - zusammen mit Statikern. Diese überprüften die Häuser. In viele Wohnungen ist dreckiges Elbwasser eingedrungen, die Feuerwehr pumpt es bis auf einen Zentimeter Höhe ab. Andere Bleiben sind trocken geblieben. Am Sonntag soll der Strom wieder angeschaltet werden.

Bereits am Freitag hatten Experten ungefähr die Hälfte der rund 170 betroffenen Gebäude auf Einsturzgefahr hin untersucht. Größere Gebäudeschäden, die die Statik beeinträchtigt hätten, seien nicht gefunden worden, sagte Tom Reher vom Krisenstab in Lauenburg. Die wegen der Flut gesperrte Elbbrücke bei Lauenburg wurde unterdessen am Sonnabend für den Verkehr wieder geöffnet. Am Sonntag soll es in der Lauenburger Maria-Magdalenen-Kirche einen Gottesdienst für die Bewohner der Altstadt geben.

Hitzacker: Rückkehr auf Altstadtinsel

Alfred Freitag (r) räumt in der Altstadt von Hitzacker Sandsäcke zum Abtransport auf den Bürgersteig. © dpa Fotograf: Sebastian Kahnert Detailansicht des Bildes Die 220 Bewohner von Hitzackers Altstadtinsel durften zurück in ihre Häuser. Auch für die Elbanlieger in Niedersachsen entspannt sich die Lage weiter. In Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg) und Neu Darchau (Landkreis Lüneburg) halten die Deiche. Die Pegelstände sinken, wenn auch nur langsam. "Hauptaufgabe ist es jetzt, die Deiche weiter zu beobachten und ihre Standfestigkeit zu überprüfen", berichtete die Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg.

Die Bewohner der Altstadtinsel von Hitzacker waren bereits am Freitag in ihre Häuser und Wohnungen zurückgekehrt. Der Landkreis hatte die Evakuierung aufgehoben, nachdem der Pegelstand unter die Marke von 7,76 Meter gefallen war. Am Samstagabend wurde die Marke von 7,46 Meter unterschritten, ab der laut Ankündigung auch Nicht-Anwohner die Stadt wieder betreten dürfen.

Der Katastrophenalarm wird wohl bis Anfang nächster Woche bestehen bleiben. An vielen Pegeln seien die Wasserstände noch ähnlich hoch wie bei den Hochwassern 2002 und 2011, erklärte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Gefahr von Dammbrüchen sei deshalb immer noch sehr hoch.

Lauenburg in Not! - Jahrhundertflut an der Elbe

Die Reportage - 14.06.2013 21:15 Uhr

Die Flutwelle der Elbe bedroht auch im Norden Existenzen. Die Reportage begleitet Betroffene und Helfer im schleswig-holsteinischen Lauenburg.

Sinkende Pegelstände in Dömitz und Boizenburg

In Mecklenburg-Vorpommern sinkt das Wasser ebenfalls. Die Deiche in Dömitz und Boizenburg haben bisher gehalten. Die Situation sei allerdings nach wie vor angespannt, sagte der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin. Die durch den anhaltenden Wasserdruck aufgeweichten Deiche an der Elbe und den Eldezuflüssen seien sehr anfällig und würden intensiv rund um die Uhr kontrolliert. Durch den lange anhalten hohen Wasserstand und Regenfälle sind die Deiche stark durchnässt. Es gebe Sickerstellen, wo Wasser durch den Deich drücke. Diese würden mit Folie und Sandsäcken abgedichtet.

Der Katastrophenalarm soll deshalb auch dort erst nächste Woche aufgehoben werden. Voraussichtlich am Dienstag werden wohl die Schulen wieder öffnen und die Schulbusse normal verkehren. Ein vor der Flut geräumtes Altersheim in Dömitz konnte unterdessen wieder in Betrieb genommen werden.

Hamburger Hafenverwaltung befürchtet Giftfracht

Die Deiche in Hamburg sind nach Einschätzung der Umweltbehörde vollkommen ausreichend. Hamburgs Hafenbehörde HPA befürchtet jedoch eine Giftfracht durch die Elbeflut. Mitgeschwemmte Industrie-Abfälle und ausgelaufenes Heizöl könnten den Hafenschlick belasten.

Vorsicht vor Keimen im Hochwasser

Sorgen machen den Helfern zudem Gefahren durch Keime: Der Landkreis Lüneburg warnt vor Viren im Hochwasser, die aus überfluteten Klärgruben ins Wasser gespült worden sind. Es bestehe die Gefahr, sich mit Hepatitis A anzustecken.

Benefizkonzert auf der Reeperbahn

Unter dem Motto "Elballianz" soll es auf Initiative von Liedermacher Rolf Zuckowski und Theaterchef Corny Littmann am Sonntag, 23. Juni, ein Benefizkonzert für die Flutopfer auf der Hamburger Reeperbahn geben. Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, haben bereits zahlreiche Künstler zugesagt - beispielsweise Stefan Gwildis, Karl Dall, Mary Roos, Sasha, Gunter Gabriel, Annett Louisan, Johannes Oerding, Bill Ramsey und Andrea Sawatzki. Außerdem werde das Ensemble des Schmidt Theaters auf dem Spielbudenplatz auftreten.

Acht Milliarden Euro Hilfe

Um die Flutschäden zu bewältigen, hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der 16 Bundesländer am Donnerstag auf ein umfangreiches Hilfsprogramm für die Flutopfer verständigt. Der Fonds soll bis zu acht Milliarden Euro umfassen. Die genaue Höhe sei noch offen, weil das Ausmaß der Schäden noch nicht klar sei, sagte Merkel. Allein die Bahn rechnet mit Reparaturkosten in dreistelliger Millionenhöhe.

Weitere Informationen
Animation der Pegelstände des Elbhochwassers 2013 © NDR.de
 

Pegelverlauf der Elbe

Wie hat sich das Hochwasser die Elbe hinab bewegt? Wo und wann wurde welcher Höchststand erreicht? Unsere Animation zeigt die Pegel-Daten aller Messstationen der letzten 14 Tage an. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 15.06.2013 | 13:00 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/elbhochwasser159.html
Aktuelle Pegelstände
Pegelstände im Norden
Schnackenburgkeine Daten
Dömitzkeine Daten
Hitzackerkeine Daten
Neu Darchaukeine Daten
Bleckedekeine Daten
Boizenburgkeine Daten
Hohnstorf (bei Lauenburg)keine Daten
Programm-Tipp
Ein Haus vor einem Deich. © NDR Fotograf: Peter Jagla

Die Flutwelle

die nordreportage
17.06.2013 | 18:15 Uhr

Rekordpegelstände an der Elbe: Eine Flutwelle droht in die Fachwerkhäuser zweier Familien zu schwappen. Auch nachts wechseln sie sich bei der Deichwache ab. Können sie den Kampf gewinnen?mehr

Niedersachsen
Luftbild des Hochhwassers in Hitzacker. © NDR Fotograf: Jens Büttner
 
Video

Weitere Helferkolonnen ziehen von der Elbe ab

Hilfskräfte aus anderen Bundesländern verlassen das Hochwassergebiet. mehr

Schleswig-Holstein
Eine Bewohnerin geht mit Holzbrettern eine Straße entlang. © NDR Fotograf: Michael Schröder
 

Aufräumarbeiten in Lauenburg laufen

Die Bewohner der Altstadt durften am Sonnabend erstmals zurück in ihre Häuser. mehr

Mecklenburg-Vorpommern
Benutzte Sandsäcke liegen im Dömitzer Hafen auf einem Haufen © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Büttner
 
Video

Pegel sinken - Katastrophenalarm bleibt

Allmählich sinken die Pegelstände der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern. mehr

Hamburg
Am Elbstrand wurden Äste und Zweige angespült.
 
Video

Hochwasser fließt durch Hamburg

Die Behörden gehen davon aus, dass es keine größeren Probleme gibt. mehr

Gesundheit
Helfer im Hochwasser © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic
 
Video

Hochwasser: Gefahr durch Keime

Die Helfer müssen vor Keimen und Bakterien geschützt werden. mehr

tagesschau.de
Pegelstandanzeige in Boizenburg im Hochwasser © NDR Fotograf: Ralf Makert
 
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Steuern oder Schulden erhöhen? Wie die Hilfe für die Flutopfer finanziert werden soll, bleibt unklar.

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Videos
Eine Straße in der Altstadt von Hitzacker
 
Video

Rückkehr in die Altstadt von Hitzacker

14.06.2013 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen

Die moderne Spundwand hat die Wassermassen abgehalten.

Video starten (03:59 min)

In Lauenburg entspannt sich die Lage

14.06.2013 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Schleswig-Holstein Magazin

Der Pegel sinkt weiter, das Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.

Video starten (05:46 min)

Hochwasserlage in Mecklenburg-Vorpommern

14.06.2013 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Nordmagazin

Innenminister Caffier spricht weiter von einer angespannten Situation.

Video starten (07:39 min)

Hochwasser-Schlamm im Volksbad Limmer

14.06.2013 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen

Die Schwimmer haben angepackt und das Bad vom Schlamm befreit.

Video starten (02:57 min)

NDR aktuell extra: Warten auf Entwarnung

14.06.2013 | 16:00 Uhr
NDR Fernsehen: NDR aktuell

In Hitzacker dürfen die Einwohner zurück auf die Altstadtinsel.

Video starten (16:30 min)

Das Hochwassergebiet Penkefitz aus der Luft

Über dem Hochwassergebiet von Penkefitz (Stadt Dannenberg).

Video starten (03:15 min)