Dossier: Windenergie in Norddeutschland
In gut zehn Jahren sollen Windräder etwa 70 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien produzieren. Von dem Wind-Boom könnten auch viele norddeutsche Firmen profitieren. mehr
35 Kilometer nördlich von Helgoland ist ein Offshore-Windpark geplant. (Archivfoto)
Der RWE-Konzern hat einen Vertrag zur Lieferung von 48 Offshore-Windenergieanlagen mit dem Hamburger Unternehmen REpower Systems AG unterzeichnet. Das berichtete die NDR 1 Welle Nord am Montag. Bereits im kommenden Jahr soll 35 Kilometer nördlich von Helgoland der Bau des Hochseewindparks "Nordsee Ost" beginnen. Erstmals sollen dabei Windräder mit einer Leistung von sechs Megawatt auf offener See zum Einsatz kommen. Das Unternehmen RWE Innogy kündigte an, rund eine Milliarde Euro in das Projekt zu investieren.
Bisher drehen sich dem Bericht zufolge weltweit erst drei Windräder der Sechs-Megawatt-Klasse von REpower - an der dänischen Grenze bei Ellhöft in Nordfriesland, also an Land. Der Test laufe gut, sagte eine Sprecherin der NDR 1 Welle Nord. Der Bau in Serie könne beginnen.
Die 48 Turbinen des geplanten Parks haben eine Gesamtleistung von rund 295 Megawatt. Bereits Mitte 2012 sollen die ersten Windturbinen in Betrieb genommen werden, 2013 soll "Nordsee Ost" fertiggestellt sein. Gebaut und verschifft werden die Windanlagen in Bremerhaven.
Der Windpark ist das erste Projekt aus dem im Februar 2009 zwischen REpower und RWE Innogy geschlossenen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 250 Offshore-Turbinen. Für das Projekt liefert REpower die Maschinenhäuser, Naben, Rotorblätter und Türme. Zudem ist das Unternehmen für die Inbetriebnahme des Windparks und Serviceleistungen verantwortlich.