Dossier: VW auf dem Weg an die Weltspitze
Bis 2018 will Volkswagen größter Autobauer der Welt werden. Aber es geht nicht nur um Größe. Auch technologisch und ökologisch will Volkswagen die Konkurrenz abhängen. mehr
Überstunden und Sonderschichten machen sich für die VW-Mitarbeiter bezahlt.
Warmer Geldregen für die Beschäftigten in den sechs westdeutschen Volkswagen-Werken: Sie erhalten für ihren besonderen Einsatz im vergangenen Jahr einen Bonus von insgesamt 4.000 Euro. Das teilte der Betriebsrat am Montag mit. Die Summe sei zwischen Vorstand und Gesamtbetriebsrat ausgehandelt worden. "Unsere Kolleginnen und Kollegen tragen extrem zum derzeitigen Erfolg von Volkswagen bei. Deshalb setzen wir uns auch dafür ein, dass sich dieser Einsatz im Portemonnaie niederschlägt", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Auch VW-Personalvorstand Horst Neumann sparte nicht mit Lob: "Die Volkswagen-Beschäftigten haben in den vergangenen zwei Jahren bewiesen, dass sie auf dem Weg zur Spitzenmannschaft sind." In den sechs westdeutschen VW-Werken sind rund 100.000 Menschen beschäftigt.
Im VW-Tarifvertrag ist seit 2006 vereinbart, dass die Beschäftigten zehn Prozent des operativen Ergebnisses der Marke Volkswagen Pkw als Erfolgsbeteiligung erhalten. Dies sei die Basis für die Gespräche gewesen, aber sie sei angesichts des besonderen Einsatzes 2010 erweitert worden, erklärte Betriebsratschef Osterloh. VW hatte im vorigen Jahr erstmals mehr als sieben Millionen Autos verkauft. Die Arbeiter machten Überstunden und Sonderschichten.
Noch etwas praller gefüllt als bei den VW-Beschäftigten wird das Portemonnaie bei den Mitarbeitern der VW-Schwestermarke Audi sein: Sie bekommen 6.500 Euro Bonus. Audi ist mit seinen zumeist höherpreisigen Wagen traditionell profitabler als die Marke VW.