Einigung

Jobgarantie bei Volkswagen verlängert

Ein Mitarbeiter wischt im Wolfsburger VW-Werk über das Enblem an einem Golf. © ddp Fotograf: Nigel Treblin Detailansicht des Bildes Die Beschäftigungssicherung bis 2014 ist in trockenen Tüchern. Volkswagen verlängert die Jobgarantie für seine mehr als 90.000 Mitarbeiter in den westdeutschen Werken bis Ende 2014. Darauf einigten sich der Autobauer und die Gewerkschaft IG Metall. Die Beschäftigungsgarantie gilt für Mitarbeiter der sechs westdeutschen Produktionsstandorte von VW und Beschäftigte der Volkswagen Financial Services AG in Braunschweig. Für die rund 7.900 Beschäftigten der sächsischen Standorte in Zwickau und Chemnitz sowie in der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden soll bis zum 8. März eine gleichwertige Regelung vereinbart werden.

Im Gegenzug soll die Produktivität weiter gesteigert werden. Vor allem der sogenannte indirekte Bereich - dazu zählen Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung - soll künftig effizienter aufgestellt werden. Insgesamt will der Autobauer seine Produktivität pro Jahr um zehn Prozent steigern.

"Balance zwischen Leistung und Arbeitsplatzsicherheit"

Der 2006 geschlossene Zukunftssicherungsvertrag habe sich bewährt, sagte VW-Personalvorstand Horst Neumann am Dienstag. Die Vereinbarung habe zur heutigen Stärke von Volkswagen beigetragen. Daran knüpften die jetzt geschlossenen Vereinbarungen an. Die Einigung bringe die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen voran, sagte VW-Verhandlungsführer Jochen Schumm. Sie schaffe "eine Balance zwischen Leistung und Arbeitsplatzsicherheit".

Auszubildende sollen übernommen werden

Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU) begrüßte die Einigung. Er bezeichnete die Beschäftigungsgarantie als eine "überaus wichtige Entscheidung in wirtschaftlich sehr anspruchsvollen Zeiten".

Auch der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Hartmut Meine zeigte sich zufrieden mit der Vereinbarung. Er sprach von einem "richtigen Pfund" in Zeiten der Krise. Alle Ausgebildeten würden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, womit mehr als 6.400 junge Menschen eine hervorragende Perspektive beim größten europäischen Automobilhersteller hätten, sagte er.

 

Volkswagen will Nummer eins werden

Um die Verlängerung der ursprünglich 2011 auslaufenden Beschäftigungssicherung hatten beide Seiten lange gerungen. Volkswagen hat ehrgeizige Pläne: Bis spätestens 2018 wollen die Wolfsburger weltweit die Nummer eins werden. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern gegen den Branchentrend einen Absatzrekord erzielt.

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