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Braucht Deutschland neue Kohlekraftwerke?

 

Dörpener Drohbriefe: Polizei verhört Verdächtigen

Kohlekraftwerk © dpa/picture alliance Detailansicht des Bildes Ein im emsländischen Dörpen geplantes Kohlekraftwerk ist in der Region umstritten. (Archivfoto) Nach den Morddrohungen gegen Politiker wegen des geplanten Baus eines Kohlekraftwerks im emsländischen Dörpen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Ein 41-Jähriger aus Hümmling (Kreis Emsland) werde beschuldigt, die Drohbriefe an die zwölf Mitglieder der CDU-Fraktion im Gemeinderat verschickt zu haben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei einer Wohnungsdurchsuchung seien Beweise sichergestellt worden, die noch ausgewertet werden müssten. Der Mann verschickte nach Polizeiangaben in der Vergangenheit E-Mails, in denen die Ermittler gleichlautende Satzstellungen wie in den Drohbriefen fanden. Der 41-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen. Er lässt sich von einem Anwalt vertreten. Die Polizei betonte, dass er kein Mitglied der Bürgerinitiative ist, die sich gegen das Kohlekraftwerk wehrt.

"Schon mal Testament machen"

Anfang Juli hatten die CDU-Politiker die Briefe erhalten. Darin wurden sie aufgefordert, gegen den Bau des Kohlekraftwerks zu stimmen. Andernfalls könnten sie "schon mal ihr Testament machen". Einige Tage später bekamen sie einen weiteren Brief mit einer Entschuldigung. Darin stand, dass das erste Schreiben keine Morddrohung sein sollte, sondern lediglich ein Weckruf. Ob beide Briefe vom gleichen Verfasser stammen, ist noch nicht geklärt.

Bürgerinitiative kämpft gegen das Kohlekraftwerk

Das Schweizer Unternehmen BKW plant das Kraftwerk in Dörpen gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW. Die Investitionskosten liegen bei einer Milliarde Euro. Das Kohlekraftwerk ist in der Region umstritten. Die Bürgerinitiative "Saubere Energie" kämpft vor allem aus Klimaschutzgründen mit Unterschriftenlisten gegen das Vorhaben. Die Initiative distanzierte sich von den Drohbriefen. Nach der Sommerpause will sich der Gemeinderat mit den Einwendungen gegen das Kraftwerk beschäftigen.

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Rauchende Schornsteine © dpa
 

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