Elbphilharmonie - Prestigeobjekt in der Hafencity
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Markantes spitzes Gebäude: der Kaispeicher A nach Baubeginn zur Elbphilharmonie
Früher wurden Kaffee und Kakao im Kaispeicher A gelagert, jetzt entsteht dort mit der Elbphilharmonie einer der besten Konzertsäle der Welt und ein neues Wahrzeichen für Hamburg. Das alte Lagerhaus Kaispeicher A hat eine lange Geschichte.
Der Kaiserspeicher, wie er damals noch hieß, wurde 1875 im Rahmen des Ausbaus des Hamburger Hafens auf der Spitze des Kaiserhöfts errichtet. Er war der größte Speicher im Hafen. Das Lagerhaus war im neugotischen Stil erbaut und bot auf rund 19.000 Quadratmetern Platz für Schiffsware. Eine Zeitballuhr auf der Spitze des Speichers half den Seeleuten, die Chronometer zu stellen, um ihre Position auf dem Wasser bestimmen zu können.
1892 brach ein Feuer im Kaiserspeicher aus, das Gebäude wurde jedoch wieder renoviert. Der Kaispeicher, wie der Name des Lagerhauses abgekürzt wurde, avancierte schnell zum Wahrzeichen des Hamburger Hafens.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Lagerhaus beinahe völlig zerstört. Die alte Bausubstanz konnte nicht gerettet werden und die verbliebenen Teile des Gebäudes wurden 1963 gesprengt. Nach einem Entwurf von Werner Kallmorgen wurde der Kaispeicher A neu aufgebaut und nach dreijähriger Bauzeit 1966 fertiggestellt. Bis zum Beginn der Bauarbeiten an der Elbphilharmonie blieb der Speicher unverändert. Markant ist besonders die spitz zulaufende Form des Gebäudes. Der Architekt versuchte sich im Wesentlichen an die Tradition des Vorgängers zu halten, glich den Bau jedoch modernen Gegebenheiten an. So vergrößerte er die Lagerfläche durch einen zusätzlichen Boden auf rund 30.000 Quadratmeter.