Die wichtigsten Etappen der Elbphilharmonie
Eine Chronologie zum Bau des Konzerthauses in der Hamburger Hafencity. mehr
Die Elbphilharmonie: Wellenförmiger Glasbau auf Backsteinspeicher (Computergrafik).
Hamburg bekommt ein neues Wahrzeichen: Die Elbphilharmonie soll eine ähnliche Strahlkraft entwickeln wie zum Beispiel das Opernhaus in Sydney. Das Haus soll - nach neuesten Mitteilungen - im Frühjahr 2017 feierlich eröffnet werden. NDR Online nennt die wichtigsten Fakten und Zahlen des prestigeträchtigen Baus.
Der markante, wellenförmige Glasbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron ist an der höchsten Stelle 110 Metern hoch. Der gläserne Aufbau über dem Kaispeicher wiegt 78.000 Tonnen, die Glasfassade erstreckt sich über 16.000 Quadratmeter.
Die Elbphilharmonie soll einen der besten Konzertsäle der Welt beherbergen. Der Große Konzertsaal als Herzstück des Neubaus bietet 2.150 Besuchern Platz. Er ist 50 Meter lang, 40 Meter breit und 25 Meter hoch. Aufgrund seiner Architektur soll der steil aufsteigende Zuschauerkessel eine hervorragende Akustik bieten. Orchester und Dirigent stehen mitten im Raum. Möglichst viele Besucher sollen hervorragend hören und sehen können. In dem Saal ist eine viermanualige Orgel mit 65 Registern untergebracht. Konzertbesucher haben Zugang auf eine Dachterasse in 75 Metern Höhe.
Neben dem Großen Konzertsaal gibt es zwei weitere Säle: Der Kleine Musiksaal bietet 550 Besuchern Platz und dient unter anderem der Kammermusik. Ein dritter Saal im Innern des Kaispeichers ist für zeitgenössische und experimentelle Musik gedacht. Der Saal mit 170 Plätzen dient außerdem als Probenraum für Orchester und Chöre.
Zwischen dem Kaispeicher und dem gläsernen Aufbau entsteht auf 37 Metern Höhe eine 3.200 Quadratmeter große Plaza, die zu allen Seiten offen ist. Konzertbesucher und Gäste des Hotels und der Restaurants können spektakuläre Ausblicke auf die Stadt und den Hafen genießen. Von der Plaza aus gelangt man ins Foyer der Philharmonie sowie in ein Hotel und einen Wohnbereich.
Die Elbphilharmonie soll mehr als ein Konzerthaus werden. Auf der Westseite werden 43 Wohnungen gebaut, die zwischen 100 und 300 Quadratmetern groß sind. Im Osten findet ein 5-Sterne-Hotel mit 247 Zimmern Platz. Darin integriert ist ein Konferenz- und ein Wellnessbereich. Die Hotelgäste blicken auf die Hafencity.
Im alten Kakaospeicher können Besucher bald essen und parken.
Der Kaispeicher unter der Glaskonstruktion musste für den Neubau völlig entkernt werden. Er wurde zwischen 1963 und 1966 gebaut und diente früher als Kakaospeicher. Für die Elbphilharmonie wird er in erster Linie als Parkhaus für 510 Autos dienen. Außerdem werden in dem 37 Meter hohen Kaispeicher Cafés, Bars und ein Restaurant untergebracht.
Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie rund 186 Millionen Euro kosten. Wegen gestiegener Baukosten war seit 2006 offiziell von 241 Millionen Euro Gesamtkosten die Rede. Davon sollten 103 Millionen Euro auf das Investoren-Konsortium Q², an dem die Hochtief AG und die Commerz Real AG beteiligt sind, entfallen. 138 Millionen sollte der öffentliche Bereich tragen - den Großteil davon die Stadt Hamburg.
Im November 2008 wurde nach langen Verhandlungen ein neuer Festpreis für die Elbphilharmonie besiegelt. Der Steuerzahler muss demnach 323 Millionen Euro schultern, auch der Anteil der privaten Investoren soll erneut steigen - um wie viel, ist bislang nicht klar. Fest steht, dass einschließlich der Gelder, die die "Stiftung Elbphilharmonie" an Spendengeldern erhalten hat, und der bisher aufgelaufenen Privatinvestitionen unter dem Strich eine Summe von mindestens einer halben Milliarde Euro stehen wird.