Land und Stadt unter: Mit aller Macht schiebt die Elbe ihr Hochwasser durch den Norden. Die Pegelstände steigen auf neue Rekordwerte. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg werden am Mittwoch um 9,60 Meter gemessen. Normal sind hier rund fünf Meter. Die Häuser am Fluss stehen nun im Fluss.
Auch wenn die Einsatzkräfte zunächst noch mit Pumpen gegen ein Eindringen der Wassermassen in die historische Altstadt kämpfen, am Dienstagmorgen müssen sie aufgeben. Zuviel Wasser drückt durch die Kanalisation hoch. Von Donnerstag an sinkt der Pegelstand kontinuierlich, doch die Lage bleibt weiterhin angespannt. Unklar ist, ob die alten Häuser Schäden an den Fundamenten davontragen.
Mehr Glück haben die Bewohner der Altstadt-Halbinsel in Hitzacker. Diese wird vorsichtshalber am Montag evakuiert. Doch die mobile Spundwand, die auf die Hochwasserschutzmauer montiert wurde, hält dem Druck stand und bewahrt die Stadt vor einer Überflutung wie 2002 und 2011.
Sandsäcke und lange Helferketten, die sie transportieren, sind die bestimmenden Bilder dieser Tage. Bevor das Hochwasser seinen Scheitelpunkt erreicht, werden die Sandsäcke am Dienstag nahe Privelack per Schiff zu einem Deichabschnitt transportiert, der nicht hoch genug ist und so eine Krone aus Sandsäcken erhält.
Sind die Deiche erhöht, ist die Arbeit aber noch längst nicht vorbei. Deichläufer und -radler begutachten in kurzen Abständen die Standfestigkeit der Dämme. Ihre Aufgabe ist, Risse oder Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, um so noch rechtzeitig Abhilfe zu organisieren.
Nachdem die Deiche verstärkt sind, bleibt den Helfern wie hier in Raffatz (Amt Neuhaus) vielerorts nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen. Darauf, dass die durchweichten Dämme dem Wasserdruck standhalten und ihre Arbeit nicht umsonst war.
Der Dank der Anwohner ist den unermüdlich ackernden Hilfskräften sicher. Auch wenn nicht überall sicher ist, dass ihnen gelingt, das Wasser aus den Städten herauszuhalten. In Neu Darchau etwa droht ein Notdeich abzurutschen.
"Ein Bild von der Lage machen" - mit diesen Worten begründen Politiker ihre Reisen in die Hochwassergebiete. Verteidigungsminister Thomas de Maizière besucht am Donnerstag Soldaten, die im niedersächsischen Penkefitz bei der Deichverstärkung helfen. Er spricht vom bislang größten Katastropheneinsatz seiner Truppe: "Wenn es darauf ankommt, hält dieses Land zusammen", lobt er.
Bereits am Mittwoch besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel Lauenburg und Hitzacker. Dabei spricht sie mit Helfern und macht sich ebenfalls ein Bild von der Lage, in das sich aus der Elbe gefischtes Treibgut schiebt. Baumstämme wie dieser werden aus dem Fluss geborgen, damit sie nicht die Deiche oder Schutzmauern beschädigen, was zu einem Wasserdurchbruch führen könnte.
Inmitten der zu Katastrophenzonen erklärten Hochwassergebiete bieten sich fast romantisch anmutende Bilder. In der Nähe des mecklenburgischen Boizenburg schaut nur noch ein ehemaliger Wachturm der DDR-Grenztruppen aus dem Wasser der Elbe heraus.
Auch Tiere sind vom Hochwasser bedroht, viele Wiesen stehen durch hochgedrücktes Grundwasser unter Wasser. Diesem Rehbock in Neu Bleckede kommen Feuerwehrleute zu Hilfe. Sie bringen das verschreckte Tier zum trockenen Land.
Große Freude im Zoo Hannover: Nach 31 Jahren wird dort das erste Orang-Utan-Baby geboren. Und das kommt ziemlich überraschend, denn die Tierpfleger hatten zwar beobachtet, dass sich "Miri" mit den beiden Orang-Utan-Männern "Jambi" und "Kajan" gepaart hatte, ob sie tatsächlich schwanger war, wussten sie aber nicht. Übrigens: Der Junge ist noch namenlos.
Das Nashorn-Mädchen im Serengeti-Park in Hodenhagen hingegen hat schon längst einen Namen. Vor drei Monaten wurde der kleine Koloss "Makena" dort geboren. Nun steht eine tierische Taufe auf dem Programm. Langsam nähert sich dafür Taufpate Sky DuMont der Kleinen an.
Acht Ostseeanrainerstaaten trainieren auf der Ostsee vor Rostock die Bekämpfung eines Ölunfalls. Als Simulationsmittel dient dabei Popcorn. Bei der Übung versucht das Spezialschiff "Spasatel Karev" aus Russland Öl um das Havarieschiff "Spiekeroog" aufzunehmen.
Von wegen Blutsbrüder! Jan Sosniok als Winnetou streckt Old Shatterhand (Wayne Carpendale) nieder. Am Freitag zeigen die beiden Schauspieler erste Szenen der neuen Spielzeit im "Wilden Westen" am Bad Segeberger Kalkberg.
Am Ende haben sich aber alle wieder ganz lieb und paffen zusammen Friedenspfeife. Damit zur Premiere alles sitzt, wird im Moment noch fleißig geprobt. Am 22 Juni beginnen die Karl-May-Spiele dann offiziell.
Nicht im wilden Westen, sondern im Wisentgehege in Springe kommt in dieser Woche ein Sorraia-Fohlen zur Welt. Mit Mutter "Elvira" trabt es über die Prärie, pardon: die Wiese. Weltweit gibt es nur noch 150 dieser ursprünglich aus einer unzugänglichen Region am portugiesischen Fluss Sorraia stammenden Pferde - sie sind vom Aussterben bedroht.
Storchenküken "Willi" hingegen hat nicht so eine enge Familienanbindung. Bei einem Storchenkampf fielen sein Ei und zwei weitere aus dem elterlichen Nest im schleswig-holsteinischen Pahlen. "Willis" Ei blieb als einziges heil. Mithilfe einer Brutmaschine und Ziehvater Hans Gerhard Dierks aus Süderstapel kam er dann wohlbehalten zur Welt.
Jungfernflug für den Airbus A350. Nach vier Stunden in der Luft landet er am Freitag wieder sicher auf dem Flugplatz in Toulouse. Auch an den norddeutschen Produktionsstandorten wie in Hamburg wird der Testflug mit großer Spannung verfolgt.
Sie ist die Schönste in ganz Deutschland: "Loh Nastygirl" setzt sich auf der "Deutschen Holstein Schau" in Oldenburg gegen rund 250 Konkurrentinnen durch - und das allein mit ihrer natürlichen Ausstrahlung. Tatsächlich "nasty" - zu deutsch: böse - ist dagegen Seriensiegerin "Krista", die zuletzt 2011 den Titel geholt hatte. Sie kämpft mit falschen Haaren auf dem Rücken - Disqualifikation.
Am Freitag wird die letzte Folge von "Frühstück bei Stefanie" bei NDR 2 gesendet - standesgemäß mit Mett und 200 Fans, die zum Public Listening ins Funkhaus an die Rothenbaumchaussee gekommen sind. Nach fünf Jahren ist Schluss mit der Kult-Comedy - viele Anhänger hatten Taschentücher dabei. Allein schon.
Zum Schluss gibt es für Steffi, Udo, Herrn Ahlers und Opa Gehrke ein Happy End mit Ja-Wort. Steffi heiratet, wenn auch nicht den eigentlich geplanten Bräutigam. Und dann verabschiedet sie sich von ihrem Schlemmerbistro. Die Fans müssen tapfer sein, aber: "Es iss ja, wie's iss!"