Die Woche beginnt mit viel Gefühl: Rocky boxt sich in die Herzen der Zuschauer. Das Musical um den Boxer, der seine große Chance bekommt, ist seit dieser Woche im Operettenhaus in Hamburg zu sehen.
Aus Kaugummi wird Kunst! Klebrige Flecken auf Bürgersteigen und Plätzen kennt jeder. In Osnabrück verschwinden sie innerhalb der europäischen Woche der Abfallvermeidung hinter Kunst. Mit Kreide verschönern Kinder die festgetretenen Kaugummis.
Ob die Kaugummi-Bilder auch in Friedrich Kunaths Sammlung passen würden? Unter dem Titel "Die absurden Momente des Alltags" erschafft der Sprengel-Preisträger in seinen Werken bizarre Seelenlandschaften. Zu sehen sind sie in einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover. "Honey I'm Home" heißt diese Installation.
Alte Technik muss nicht immer im Museum stehen. Ein Triebwagen der Hamburger Hafenbahn wartet wie früher auf Gäste zwischen Wasserkante und Veddeler Damm. Doch heute lebt jedoch kaum noch jemand im Hamburger Hafen und die Bahn ist längst Teil der Geschichte.
Sehr viel beweglicher ist dieses weiße Känguru. Das Tier hielt zwei Wochen lang die Polizei im Kreis Plön in Atem. Es genießt die Freiheit rund um Schönkirchen, hüpft durch Wälder, Felder und Gärten und lässt sich sogar von Anwohnern mit Toastbrot füttern. Einfangen lässt es sich jedoch erst am Mittwochmorgen. Ein Betäubungsschuss setzt dem Ausflug ein Ende.
Eingefangen werden auch die Hamburger Alsterschwäne. Am Dienstag ziehen die 40 Vögel in das Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich um. Schwanenvater Olaf Nieß zieht die Schwäne nach und nach mit beherztem Griff aus dem Wasser. Einige Ausreißer gibt es wie jedes Jahr. Die werden dann später eingesammelt.
Viel zu tun haben diese Woche Michaele Ebert und ihre Helferinnen im schleswig-holsteinischen Gönnebek. Für ihre Weinachtssterne beginnt die Hochsaion. Bundesweit werden davon rund 36 Millionen in der Vorweihnachtsszeit verkauft, rund eine Million stammt davon aus Schleswig-Holstein.
Der erste Schnee? Nein, das ist Löschschaum von der Feuerwehr. Am Freitag geht ein mit Pizzakartons beladener Lkw auf der A 1 in Flammen auf. Keine leichte Aufgabe für die Feuerwehr, denn durch die leckenden Dieseltanks wird das Feuer immer wieder angefacht.
Es brennt auch im niedersächsischen Meppen. Drei Ställe einer Hähnchenmast-Anlage werden komplett zerstört. Es entsteht ein Totalschaden in Millionenhöhe. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Küken sind bei dem Feuer übrigens nicht zu Schaden gekommen. Sie sollten erst am Folgetag in den Stall einziehen.
Was macht ein Strandkorb im Wald? Werbung. Und zwar für Mecklenburg-Vorpommern. Das Motiv ist Teil der Werbekampagne "MV tut gut". Der Strandkorb stand auch schon in der Greifswalder Universitätsbibliothek, im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin, oben auf der Gondel einer Windkraftanlage und auf dem Grund des Ozeaneums in Stralsund.
Auch in Rostock zeigt Mecklenburg-Vorpommern, was es zu bieten hat. Am Donnerstag ist die 20 Meter hohe Weihnachtspyramide auf dem Neuen Markt vor dem Rathaus fertig. Sie ist im
Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet und bietet Besuchern auf drei Ebenen Platz.
Große Geschütze fahren auch Forscher im niedersächsischen Landkreis Northeim auf. Am Harzhorn wollen sie herausfinden, wie sich im 3. Jahrhundert Schlachten abgespielt haben. Dazu bauen die Experten Feldgeschütze der Römer nach und setzen sie am Originalschauplatz ein. Ihr Ziel: Informationen über die Reichweite und Durchschlagskraft der Waffen zu erhalten.
Herbstlicher Nebel liegt in dieser Woche häufig morgens über Norddeutschland. An einigen Orten behindern überfrierende Nässe und die schlechte Sicht den Verkehr. An anderen Orten - wie hier bei Sophiental in Niedersachsen - kann man einfach nur die morgendliche Idylle betrachten.
Für den HSV und seine Fans endet die Woche schlimm. Nicht nur verliert der Verein gegen Fortuna Düsseldorf, die Hamburger müssen auch in den kommenden Spielen auf Rafael van der Vaart verzichten. Er geht mit Verdacht auf Muskelfaserriss bereits in der ersten Hälfte vom Platz.
Etwa zwei Wochen nach dem Diebstahl der Stolpersteine in Greifswald gedenken am Mittwoch mehr als 200 Einwohner der jüdischen NS-Opfer. Über Spenden ist nach Angaben der Stadt inzwischen ausreichend Geld zusammengekommen, um die Steine zu ersetzen. Sie werden voraussichtlich Anfang Januar 2013 in das Pflaster eingelassen.
Zum 20. Jahrestag der fremdenfeindlichen Brandanschläge in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg gedenken die Menschen der Opfer. Anschließend legen sie Blumen vor dem Haus nieder, in dem am 23. November 1992 drei Menschen durch die Taten von Neonazis starben.