Sendedatum: 05.08.2013 20:15 Uhr  | Archiv

Ist teures Salz wirklich gesünder?

von Sara Rainer
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Speisesalz sollte Jod enthalten, empfiehlt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm.

Wer Salz kauft, kann dafür ein paar Cent ausgeben oder ein Vermögen. Die Auswahl ist riesig - vom günstigen Jodsalz im Supermarkt bis zum sündhaft teuren Fleur de Sel aus dem Gewürzladen. Die Hersteller teurer Salze werben mit wertvollen Inhaltsstoffen, manchmal sogar mit Heilkräften. Was ist dran an den Versprechen? Im Interview klärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm weit verbreitete Irrtümer auf.

Billiges Salz, teures Salz - welche Unterschiede gibt es?

Dagmar von Cramm: Natürlich ist jedes Salz ein bisschen anders zusammengesetzt, aber die Mineralstoffe sind nur in sehr kleinen Spuren enthalten. Wenn wir zum Beispiel zwei Gramm Meersalz über das Essen streuen, deckt das nur ungefähr ein Hundertstel unseres Magnesiums-Bedarfs. Auch beim teuren Himalaya-Salz sind die Mengen verschwindend gering. Die Unterschiede spielen praktisch keine Rolle.

Worauf muss man beim Salz achten?

von Cramm: Das Salz sollte Jod enthalten. 80 Prozent des Salzes, das wir aufnehmen, kommt aus Brot, Fertiggerichten, Wurst und Käse. Das ist in der Regel kein Jodsalz. Die Folge kann ein Jodmangel sein, der zu einer Schilddrüsenerkrankung führen kann. Deshalb sollten wir zu Hause mit jodhaltigem Salz würzen.

Wie viel Salz ist denn gesund?

von Cramm: Der empfohlene Salzgehalt liegt bei drei bis sechs Gramm pro Tag. Das entspricht etwa einem halben Teelöffel. Tatsächlich essen die meisten Menschen das Zwei- bis Dreifache der empfohlenen Salzmenge. An sich ist das keine Katastrophe. Nur wenn jemand unter Bluthochdruck leidet, kann Salz das verstärken. Und man geht davon aus, dass bei ungefähr jedem zweiten Patienten der Blutdruck wieder sinkt, wenn er weniger Salz zu sich nimmt.

Wie erkenne ich den Salzgehalt von Fertiggerichten?

von Cramm: Der Salzgehalt steht oft nicht auf der Verpackung. Es hilft ein Blick in die Nährwert-Tabelle. Dort ist ein Wert für Natrium angegeben. Multipliziert man ihn mit 2,5, erhält man den ungefähren Salzgehalt des Fertiggerichts.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 05.08.2013 | 20:15 Uhr

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