Stand: 03.01.2017 10:10 Uhr

Vereiste Autoscheiben: Was hilft wirklich?

von Jennie Radü
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Wer das Eis nicht von der Scheibe kratzt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Wer eine Garage oder einen Carport hat, ist fein raus. Alle anderen müssen im Winter zum Eiskratzer greifen, bevor sie ihr Auto starten. Wer nur einen Teil der Scheibe vom Eis befreit hat und erwischt wird, muss zehn Euro Verwarnungsgeld bezahlen. Richtig teuer kann es werden, wenn man einen Unfall verursacht, weil die Sicht behindert war. Wer zu faul zum Eiskratzen war, haftet in diesem Fall mit. Doch wie bekommen Autofahrer die Scheibe am besten frei? Markt hat einen herkömmlichen Plastik-Eiskratzer mit vier modernen Hilfsmitteln verglichen:

  • mit einem beheizbaren Eiskratzer (Stromversorgung über den Zigarettenanzünder)
  • mit einem rotierenden Eiskratzer mit aufladbarem Akku
  • mit einem Enteisungsspray

Ideal: Kombination aus Plastikschaber und Enteisungsspray

Die Tester kamen zu folgendem Ergebnis:

  • Der beheizbare Eiskratzer wird nicht warm genug.
  • Im rotierenden Kratzer setzt sich immer wieder Schnee fest.
  • Das Enteisungsspray verwandelt die dicke Eisschicht auf der Frontscheibe erst nach mehreren Minuten in eine matschige Masse.

Im Vergleich schnitt der Plastikschaber am besten ab. Er ist schneller und effektiver als die anderen Hilfsmittel. In Kombination mit einem Eiskratzer kann das Enteisungsspray aber die Arbeit erleichtern. Doch bei der Verwendung des konventionellen Eiskratzers ist Vorsicht geboten: Das Fensterglas vieler moderner Autos enthält einen hohen Kunststoffanteil. Es wird dadurch kratzempfindlich. Am besten beim Hersteller informieren, wie sich die Scheibe schadensfrei enteisen lässt.

Tipps zum Eiskratzen und gegen beschlagene Scheiben

  • Scheibe sauber halten

    Wer sich fürs Kratzen entscheidet, sollte darauf achten, dass die Scheiben nicht mit Staub oder Sand verdreckt sind. Denn die feinen Partikel können die Autoscheibe beschädigen, sodass die Sicht behindert ist oder Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge anschließend unangenehm blenden.

  • Klimaanlage einschalten

    Eine bessere Sicht hat auch, wer bei nasskaltem Wetter die Klimaanlage einschaltet. Sie verhindert, dass die Scheiben beschlagen und sie benötigt weniger Energie als ein Gebläse, das lange Zeit läuft.

  • Frontscheibe beheizen

    Bei vielen Neuwagen lässt sich als Extra auch eine Frontscheibenheizung bestellen, ähnlich der in der Heckscheibe. Nachträglich können Autobesitzer auch eine Standheizung einbauen lassen. Sie ist auf eine bestimmte Zeit programmierbar und lässt sich auch per Fernbedienung steuern.

  • Handfeger mitnehmen

    Nützlich ist auch ein Handfeger, um Schnee von den Scheiben und dem Autodach zu entfernen. Im Winter am besten im Handschuhfach aufbewahren, denn wer mit einem zugeschneiten Autodach fährt, riskiert 25 Euro Bußgeld.

  • Scheibenwischer nicht anschalten

    Solange die Scheiben vereist sind, sollte der Scheibenwischer ausgeschaltet bleiben. Fahren die Wischer über die vereiste Scheibe, gehen nämlich die Gummilippen kaputt.

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Scheiben vorbeugend abdecken

Hilfreich, damit erst gar kein Eis auf der Frontscheibe entsteht, sind Abdeckungen. Entsprechende Schutzmatten sind in Baumärkten und Fachgeschäften für Autozubehör erhältlich und kosten ab 10 Euro. Eine günstige Alternative ist ein stabiler Müllsack. Der Automobilclub AvD rät, den Sack an beiden Längsseiten aufzuschneiden, über die Scheibe zu legen und dann in den Türdichtungen einzuklemmen. Schnee und Eis ließen sich dann einfach abschütteln. Abdeckungen aus Papier oder Pappe sind nicht zu empfehlen, weil sie schnell durchnässen und dann auf der Scheibe festfrieren.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 27.01.2014 | 20:15 Uhr

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