Stand: 20.06.2017 13:01 Uhr

So haben Mücken keine Chance

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Geruchsstoffe im Schweiß locken Mücken auf die Haut.

In diesem Sommer rechnen Experten mit vielen Mücken, denn bei feucht-warmem Wetter entwickeln sich die Insekten gut. Menschliche Gerüche locken sie an, auch über größere Distanzen. Sie fliegen auf Schweißgeruch, verbrauchte Atemluft und Duftstoffe in Kosmetikprodukten. Wer nicht zur Beute werden möchte, muss vorbeugen. Lange Ärmel und Hosenbeine erschweren Mücken die Nahrungssuche, vollständigen Schutz bieten sie aber nicht.

Mückenweibchen - sie sind es, die stechen - lassen sich von etwas Stoff nicht aufhalten. Sie krabbeln in Hosenbeine oder Ärmel. Dünne und grobmaschige Textilien stellen für den kräftigen Rüssel der Blutsauger ohnehin kein Hindernis dar. Eher schreckt helle Kleidung Mücken ab, denn die Tierchen lieben die Dunkelheit.

Chemie verdirbt den Appetit

Wirkungsvollen Schutz bieten chemische Anti-Mückenmittel. Wer einen guten Mückenschutz haben möchte, muss zu DEET-haltigen Mitteln greifen, die mit gesundheitlichen Risiken verbunden sind, so die Verbraucherzentrale Hamburg. Der Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) kann Schleimhäute und Augen reizen. Für Kleinkinder und Schwangere sind diese Mittel nicht geeignet. Die Verbraucherschützer empfiehlt Mückenschutz mit dem Wirkstoff Icaridin. Er schütze nach dem Auftragen fast fünf Stunden lang vor den Plagegeistern. Mittel mit DEET beugen bis zu acht Stunden vor. Wesentlich ist auch die Menge des Wirkstoffs im Anti-Mückenmittel. Da fast alle Mittel wasserlöslich sind, müssen sie nach dem Baden oder bei schweißtreibenden Aktivitäten wiederholt aufgetragen werden.

Problematische Dämpfe

Sogenannte Biozid-Verdampfer, die in die Steckdose gesteckt werden, verbreiten giftige Dämpfe. Sie halten zwar Stechmücken fern, können aber Kopfschmerzen, Schwindel und Taubheitsgefühle auslösen, wenn der Raum nicht ausreichend gelüftet wird. Die Verbraucherzentrale rät vom Gebrauch dieser Geräte ab.

Öle helfen nur kurzzeitig

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Nelkengespickte Zitrone: Die Wirkung solcher Hausmittel gegen Mücken ist umstritten.

Natürliche Alternativen wie ätherische Öle aus Zitrusfrüchten, Lavendel, Eukalyptus oder Zedernholz helfen höchstens kurzzeitig, wenn sie direkt auf die Haut aufgetragen werden. Anti-Mücken-Armbänder, die die Sauger mit ätherischen Ölen vertreiben sollen, fielen bei Stiftung Warentest komplett durch. Unbedenklich sind die alten Hausmittel: Basilikum, Tomatenpflanzen und eine mit Nelken gespickte Zitrone. Ob sie tatsächlich wirken, ist jedoch umstritten.

Mücken aussperren

Wirksamen Schutz vor Mücken bieten engmaschige Netze im Fensterrahmen sowie ein Moskitonetz über Bett und Kinderwagen. Im Urlaub kann ein feines Netz mit Klebeband im Fenster befestigt werden. Stehendes Wasser, zum Beispiel in Regentonnen, ist eine Einladung an Mücken. Dort legen sie ihre Eier ab und vermehren sich rasch. Wasserstellen sollten also abgedeckt werden. Die Eier können auch mehrere Jahre im Trockenen liegen und entwickeln sich, sobald sie genügend Feuchtigkeit bekommen.

Stiche kühlen

Wenn doch eine Mücke zugestochen hat, hilft es, die Einstichstelle zu kühlen und mit einer Scheibe Zitrone oder Zwiebel zu bedecken. So kann man vermeiden, dass die Haut anschwillt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | NDR 1 Radio MV | 21.06.2017 | 05:00 Uhr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 03.07.2017 | 20:15 Uhr

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