Stand: 20.02.2015 12:00 Uhr  | Archiv

So gesund sind teure Speiseöle

von Benjamin Cordes

Neben günstigen Speiseölen gibt es in vielen Supermärkten teure Öle aus Kürbiskernen, Leinsamen, Traubenkernen und Walnüssen. Sie sollen besonders gesund sein und Speisen einen besonderen Geschmack geben. Markt vergleicht vier Öle (Preis pro Liter):

  • Walnussöl für 8 Euro
  • Traubenkernöl für 9 Euro
  • Leinöl für 10 Euro
  • Kürbiskernöl für 24 Euro

Tipps vom Fernsehkoch: Wozu passen teure Öle?

Teure Öle enthalten gesunde Fettsäuren

Ernährungsberaterin Katrin Kleinesper empfiehlt, rund ein Drittel des täglichen Energiebedarfs mit Fett zu decken. Öle aus Kürbiskernen, Leinsamen, Traubenkernen und Walnüssen enthalten in unterschiedlichen Anteilen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Mensch nicht selbst bilden kann. Deshalb gelten sie als besonders gesund. Dagegen stecken in tierischen Lebensmitteln wie Butter und Fleisch vor allem gesättigte Fettsäuren. Eine günstige und gesunde Alternative zu teuren Speiseölen ist Rapsöl. Darin stehen die unterschiedlichen Fettsäuren von Natur aus in einem optimalen Verhältnis.

Wie gesund sind Fettsäuren?

  • Gesättigte Fettsäuren

    Sie lassen den Gehalt des "schlechten" Cholesterins LDL im Blut steigen und gelten deshalb als relativ ungesund.

  • Einfach ungesättigte Fettsäuren

    Sie unterstützen das Herz-Kreislaufsystem, indem sie den Gehalt des "guten" Cholesterins HDL im Blut erhöhen und den des "schlechten" Cholesterins senken.

  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

    Sie senken den Gehalt des "schlechten" Cholesterins LDL im Blut, aber in größeren Mengen auch den des "guten" Cholesterins HDL.

  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

    Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Omega-6-Fettsäuren können den Blutfettspiegel senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Omega-3-Fettsäuren sollen vor Herzrhythmusstörungen schützen.

  • Transfettsäuren

    Sie entstehen beim Erhitzen mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Transfettsäuren stehen im Verdacht, an der Entstehung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) beteiligt zu sein.

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Teure Öle: Darauf müssen Sie achten

  • Öle aus Kürbiskernen, Leinsamen, Traubenkernen und Walnüssen kalt genießen. Beim Erhitzen verwandeln sich die gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren in ungesunde Transfettsäuren.
  • Durch die Verarbeitung des Öls (Raffinieren) ändert sich nichts an der Zusammensetzung der Fettsäuren. Raffiniertes Öl schmeckt aber nicht mehr so intensiv nach der Frucht, aus der es gepresst wurde.
  • Öl in kleinen, dunklen Flaschen kaufen und kühl lagern. Licht, Hitze und Sauerstoff zerstören die Fettsäuren. Alle Öle dürfen in den Kühlschrank. Öl in angebrochener Flasche innerhalb weniger Wochen verbrauchen.

Diese Fettsäuren stecken in Speiseöl

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Die Rezepte aus der Sendung

Kopfsalat mit Traubenkernöl-Caesar-Dressing

Das cremige Dressing enthält Parmesan und gibt dem Salat die richtige Würze. Serviert wird das Ganze mit knusprigem Bacon und Croutons. mehr

Müsli mit Leinöl

Wer mit einem gesunden Frühstück in den Tag starten möchte, sollte dieses Müsli probieren. Das Leinöl versorgt den Körper mit lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. mehr

Ziegenkäse mit Walnussöl

Diese Vorspeise eignet sich auch gut als kleiner Snack zwischendurch. Dunkles geröstetes Nussbrot und Feldsalat sind die idealen Begleiter zum Ziegenkäse. mehr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 23.02.2015 | 20:15 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Teure-Speiseoele-im-Vergleich,oele106.html

Das richtige Speiseöl für jeden Zweck

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"Extra" schlechte Qualität bei Olivenöl

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