Stand: 02.04.2015 10:51 Uhr  | Archiv

So gibt's Geld für alte Handys

von Thomas Roß

Mehr als 100 Millionen Handys liegen in Deutschland unbenutzt in der Schublade, schätzt der Branchenverband für Informationstechnologie, Telekom und Neue Medien (BITKOM). Eine wahre Goldgrube, denn viele ausgediente Mobiltelefone sind noch bares Geld wert. Wer sein altes Handy verkaufen möchte, sollte aber einiges beachten. Der Mobilfunk-Sachverständige Mario Dahn gibt Tipps.

Wie viel sind gebrauchte Handys wert?

Handys mit Tastatur, die älter als zwei bis drei Jahre sind, bringen in der Regel nur einen Erlös von bis zu zehn Euro. Hier kann es sich lohnen, das Gerät in der Filiale eines Mobilfunkanbieters (Telekom, Vodafone, o2, E-Plus) abzugeben. Diese geben die ausgedienten Handys ins Recycling, um kostbare Rohstoffe wiederzugewinnen. Oft gibt es Aktionen, bei denen der Mobilfunkanbieter pro Handy eine gewisse Summe für einen guten Zweck spendet, zum Beispiel Naturschutzprojekte. Auf keinen Fall gehören alte Handys in den Hausmüll.

Besonders begehrt sind Smartphones, also Handys mit berührungsempfindlichen Bildschirmen und Computer-Funktionen. Je nach Hersteller und Modell können sie stattliche Summen erzielen, oft sogar im dreistelligen Euro-Bereich. Das Ergebnis der Stichprobe von Markt:

  • Am meisten Geld gab's in einem Internet-Auktionshaus, selbst nach Abzug der Auktionsgebühr. Der Nachteil: Man muss sich um eine ansprechende Präsentation der Ware und um den Versand kümmern. Das kostet Zeit. Außerdem hängt der Erlös davon ab, wie viele Interessenten mitbieten.
  • Handy-Ankaufdienste im Internet versprechen schnelles Geld fürs alte Handy. Man beantwortet am Bildschirm Fragen zum Zustand des Handys und erhält nach wenigen Mausklicks einen Preisvorschlag. Wer möchte, kann das Handy anschließend portofrei an den Anbieter schicken. Der überweist den Kaufpreis nach Prüfung der Ware, gelegentlich aber mit Abschlägen zum ursprünglichen Preisvorschlag.
  • Auch viele Handygeschäfte nehmen alte Mobiltelefone in Zahlung. In der Stichprobe von Markt lagen die Preise aber deutlich unter denen von Auktionshäusern und Ankaufdiensten im Internet.

Fünf Tipps für den Handy-Verkauf

  • 1. Handy reinigen

    Reinigen Sie das Handy, am besten mit einem Microfasertuch. Gegen hartnäckige Verschmutzungen hilft Reinigungsalkohol - gibt's im Drogeriemarkt oder in der Apotheke.

  • 2. Daten löschen

    Vor allem auf Smartphones sammeln sich im Laufe der Zeit viele persönliche Daten, zum Beispiel Fotos oder E-Mails. Technisch versierte Käufer können sie mit relativ wenig Aufwand sichtbar machen. Um das zu verhindern, setzen Sie das Handy zumindest auf die Werkseinstellungen zurück. Auf Apple-Handys lassen sich Daten besonders gründlich mit der Software iTunes löschen.

  • 3. Produkt korrekt beschreiben

    Wer das Handy im Internet versteigert, sollte das Gerät auf der Auktionsseite so präzise wie möglich beschreiben. Dazu gehören technische Daten, aber auch Hinweise auf Schäden wie Kratzer, kurzlebigen Akku oder Bildschirmfehler. So lässt sich Ärger mit dem Käufer vermeiden. Weisen Sie darauf hin, dass es sich um eine Privatauktion handelt und Sie deshalb keine Gewährleistung bieten.

  • 4. Handy einpacken

    Verpacken Sie das alte Handy am besten im Original-Karton, ebenso wie die Bedienungsanleitung, die mitgelieferte Software und Zubehör wie Ladekabel, Ladegerät und Speicherkarte. Vergessen Sie nicht, Ihre Telefonkarte (SIM) aus dem Handy zu nehmen!

  • 5. Handy verschicken

    Vor dem Versand sollten Sie ein Foto vom Handy im Karton machen. Am besten nehmen Sie einen Zeugen dazu. Der kann Ihnen bestätigen, dass Sie das Gerät in einwandfreiem Zustand verschickt haben. Versenden Sie das Handy als versichertes Paket.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 26.08.2013 | 20:15 Uhr