Stand: 09.05.2016 12:45 Uhr

Singlebörsen: Tipps gegen Abzocke

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Viele Menschen suchen bis ins hohe Alter die große Liebe.

Einen Partner fürs Leben zu finden, ist der Traum vieler Männer und Frauen. Einige sind seit Jahren auf der Suche nach der großen Liebe. Viele suchen heutzutage einen Partner im Netz. Dort gibt es kostenlose und kommerzielle Angebote. Einige gewerbliche Singlebörsen und Partnervermittlungen ziehen ihren Opfern mit findigen Tricks das Geld aus der Tasche. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie sich Menschen auf Partnersuche vor unseriösen Singlebörsen und dubiosen Vermittlern schützen können.

  • Anzeige schalten

    Häufig ist es günstiger, selbst eine Anzeige in der Rubrik "Partnersuche" der Tageszeitung zu schalten, als ein Abo bei einer Partnervermittlung abzuschließen.

  • Nicht sofort unterschreiben

    Wer sich für eine kommerzielle Vermittlung entscheidet, sollte den Vertragstext vor der Unterschrift gründlich durchlesen. Drängelt der Vermittler, gehen Sie zu einem anderen Institut.

  • Profil zeigen lassen

    Vergleichen Sie die Kontakte, die Ihnen das Institut empfiehlt, mit dem sogenannten Partneranforderungsprofil, das Sie bei Vertragsschluss unterschrieben haben. Passen die Kontakte zu den Anforderungen, die Sie gestellt haben? Falls nein, müssen Sie für die Kontakte nicht bezahlen.

  • E-Mail zum Wegwerfen

    Nutzen Sie in elektronischen Singlebörsen eine spezielle E-Mail-Adresse, die Sie später einfach löschen können. So verhindern Sie, dass Kriminelle über die E-Mail-Adresse etwa an Ihren Namen und Ihre Anschrift gelangen.

  • Vorsicht beim Datenschutz

    Prüfen Sie vor einem Vertragsabschluss, ob im Impressum des Internet-Angebots Name, Adresse, Rufnummer und ein Verantwortlicher stehen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Anbieter persönliche Daten nicht ohne Ihr Einverständnis an Dritte weitergeben darf, etwa für Werbezwecke.

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Wenn der Test-Zugang zur Abo-Falle wird

Viele Partnerbörsen im Internet locken mit einem günstigen Test-Zugang. Wird er nicht rechtzeitig gekündigt, kann es teuer werden. Oft fallen Gebühren von 50 Euro im Monat oder mehr an. Wie man ein Test-Abo richtig kündigt, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) - die sind allerdings oft schwer verständlich.

Liebesgrüße aus dem Ausland

Die Polizei warnt vor Betrügern, die ihre Opfer gezielt in Online-Partnerbörsen anschreiben. Sie überhäufen Partnersuchende mit Liebesbekundungen und bitten dann verzweifelt um Geld, beispielsweise für eine Reise nach Deutschland. Wer das Geld über Dienste wie Western Union oder Moneygram verschickt, hört in der Regel nichts mehr von der vermeintlich großen Liebe.

Lockvögel animieren zu teuren Gesprächen

Nicht hinter jedem Profil in einer Singlebörse verbirgt sich ein Mensch auf Partnersuche. In einigen Fällen handelt es sich um fiktive Anzeigen, durch die ahnungslosen Singles das Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Die Lockvögel fordern ihre Opfer zum Beispiel zum SMS-Chat auf, der kostet beispielsweise 1,99 Euro pro Nachricht. Experten glauben, dass viele weibliche Profile in Singlebörsen gefälscht sind, um Männer anzulocken und zur Kasse zu bitten. Solche Lockvögel erkennt man unter anderem daran, dass der Kontakt sich mit einer anderen Telefonnummer meldet, als im Profil angegeben.

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Partnervermittlung: Tipps gegen Abzocke

09.05.2016 20:15 Uhr
Markt

Viele Alleinstehende suchen in Singlebörsen nach der großen Liebe. Doch einige Partnervermittlungen arbeiten mit unseriösen Tricks. Video (05:46 min)

Schwindel in der Werbung

Auch bei Partnervermittlungen mit einer Filiale vor Ort gibt es schwarze Schafe. In einigen Fällen ist schon die Werbung frei erfunden. Selbst bei einem "Originalfoto" kann es sein, dass die abgebildete Person gar nicht auf Partnersuche ist. Oft ist zunächst gar nicht zu erkennen, dass eine Partnervermittlung hinter der Anzeige steckt. Das erfährt man in vielen Fällen erst bei einem Anruf unter der angegebenen Nummer. Meldet sich eine Vermittlungsfirma und schickt einen Vertreter ins Haus, handelt es sich in der Regel um einen geschulten Verkäufer, der zum Vertragsabschluss drängen soll.

Wenn die Liebe keine Chance hat

Einige Institute verlangen nicht nur eine monatliche Grundgebühr, sondern zusätzlich Geld für jeden hergestellten Kontakt. In einigen Fällen handelt es sich dabei um Lockvögel, die sich für ein Honorar mit dem Partnersuchenden treffen. Das Vermittlungsunternehmen kassiert, obwohl die Liebe nie eine Chance hatte.

Keine Erfolgsgarantie für Computer-Profil

Einige Institute arbeiten mit standardisierten Persönlichkeitsprofilen, die am Computer erstellt werden. Sie versprechen die Vermittlung des idealen Partners aus dem Kreis der gespeicherten Interessenten. Kosten: bis zu 7.000 Euro. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Auch Präsentationsvideos für bis zu 2.000 Euro sind mit Sicherheit nur eines: teuer.

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Markt | 09.05.2016 | 20:15 Uhr