Stand: 02.11.2015 13:46 Uhr

Nebenkosten: Worauf Mieter achten müssen

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Häufig kommt es zwischen Mietern und Vermietern zum Streit um die Heizkosten.

Jeder Mieter muss Nebenkosten, auch Betriebskosten genannt, zahlen. Abgerechnet wird einmal pro Jahr. Doch fast 50 Prozent der Nebenkostenabrechnungen sind falsch, sagen Mietervereine. Oft stellen Vermieter überhöhte Abrechnungen aus. Markt gibt Tipps, wie Mieter Fehler in der Nebenkostenabrechnung erkennen können.

ufige Fehler bei der Nebenkostenabrechnung

  • Verwaltungskosten

    Verwaltungskosten, etwa Bankgebühren, Porto, Zinsen und Telefongebühren, gehören nicht zu den Nebenkosten. Der Mieter muss nicht zahlen, egal was im Mietvertrag steht.

  • Reparaturkosten

    Reparaturen im Haus oder in der Wohnung muss der Mieter nicht zahlen. Das ist Sache des Vermieters.

  • Gewerberäume

    Wenn im gleichen Haus ansässige Geschäfte, Firmen oder Büros höhere Nebenkosten verursachen, muss der Vermieter das berücksichtigen. Die Mieter zahlen dann nur, was anteilig auf die Wohnung entfällt.

  • Wartungskosten

    Hinter Wartungskosten können sich Reparaturkosten verbergen, die Mieter nicht zahlen müssen. Lassen Sie sich die Belege zeigen.

  • Versicherungen

    Nur Sach- und Haftpflichtversicherungen für Gebäude und Grundstück dürfen auf Mieter umgelegt werden, nicht jedoch die Rechtsschutzversicherung des Vermieters oder sein Beitrag zum Grundeigentümerverein.

  • Hausmeister

    In einigen Verträgen für Hausmeistertätigkeiten sind Gartenpflege oder Treppenhausreinigung enthalten. Falls diese Posten auch auf der Nebenkostenabrechnung erscheinen, zahlen Mieter womöglich doppelt.

  • Ungezieferbekämpfung

    Einmalige Kosten, zum Beispiel für die Reinigung einer mit Schädlingen verseuchten Wohnung, sind keine Betriebskosten. Auch Kosten, die nachweislich von einer Mietpartei verursacht wurden, dürfen nicht auf alle umgelegt werden.

  • Müllbeseitigung

    Nicht zu den Betriebskosten zählen die Mietkosten für Müllbehälter sowie Anschaffungskosten für Müllbehälter.

  • Sonstiges

    Will der Vermieter "sonstige Betriebskosten" abrechnen, muss im Mietvertrag stehen, um welche Kosten es sich dabei konkret handelt.

  • Vorauszahlung

    Mieter sollten prüfen, ob ihre im Abrechnungszeitraum geleisteten Vorauszahlungen in voller Höhe verrechnet wurden.

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Was sind Nebenkosten?

Neben Heizung und Warmwasser gibt es 14 Nebenkostenarten: Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Fahrstuhl, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne oder Breitbandkabel, Einrichtungen zur Wäschepflege und sonstige Kosten wie etwa Schwimmbad oder Sauna im Haus.

Wann sind Mieter zur Zahlung verpflichtet?

Mieter sind nur dann zur Zahlung der Nebenkosten verpflichtet, wenn dies im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart ist. Ausnahme: Verbrauchsabhängig berechnete Heizkosten müssen Mieter auch ohne Erwähnung im Mietvertrag bezahlen.

Bis wann muss der Vermieter abrechnen?

Der Vermieter muss dem Mieter die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende der Abrechnungsperiode vorlegen, also die Betriebskosten für 2014 bis zum 31. Dezember 2015. Als Mieter dürfen Sie die Belege einsehen und die Abrechnung bis zu zwei Monate prüfen. Einwendungen sind sogar bis zu zwölf Monate nach Erhalt möglich. Wer nicht widerspricht und eine Nachzahlung leistet, erkennt die Abrechnung an.

Welche Angaben gehören in die Abrechnung?

Der Vermieter ist dazu verpflichtet, folgende Angaben in der Nebenkostenabrechnung zu machen: Abrechnungszeitraum, Erläuterung des Umlageschlüssels, Aufstellung der Gesamtkosten, Berechnung des Mieteranteils, Verrechnung der Vorauszahlungen, Summe der Rückzahlung oder Nachzahlung.

 

Menschen vor einem Mietshaus

Nebenkosten: Ärger mit Vermieter

Markt -

Jens-Uwe M. aus Flensburg hat Ärger mit einem Immobilienunternehmen. Die Firma erstattet zu viel bezahlte Nebenkosten nicht zurück. Markt mischt sich ein.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 02.11.2015 | 20:15 Uhr