Sendedatum: 02.02.2015 20:15 Uhr  | Archiv

Mehr Vitamine: Kartoffeln richtig zubereiten

von Sara Rainer

Kartoffeln sind beliebt und überaus gesund. Doch bei der Zubereitung können Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Es macht einen Unterschied, ob man Kartoffeln kocht, backt oder brät. Markt vergleicht die Nährstoffe von

  • Salzkartoffeln (ohne Schale gekocht)
  • Pellkartoffeln (mit Schale gekocht)
  • Folienkartoffeln (mit Schale im Ofen gebacken)
  • Bratkartoffeln (aus rohen Kartoffeln)

Was ist gesünder: Kochen, Backen oder Braten?

Kalorienarm und reich an Vitaminen

Kartoffeln sind reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, Kalium, Magnesium und Eisen. Sie bestehen zu 80 Prozent aus Wasser und sind deshalb kalorienarm. Auch die Vitamine B1, B2 und C stecken reichlich in der Knolle. Pellkartoffeln enthalten mehr Kalium als beispielsweise gekochte Möhren oder Kürbis. Kalium ist gut fürs Herz. Auch bei Vitamin C und Folsäure liegen Pellkartoffeln vorn. Folsäure unterstützt die Zellerneuerung.

So viele Nährstoffe stecken in Kartoffeln, Gemüse und Beilagen

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Bei Bratkartoffeln bleiben Vitamine in der Pfanne

Wichtig für einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist die Zubereitung. Beim Kochen geschälter Kartoffeln gehen zum Beispiel 16 Prozent Vitamin C verloren. Beim Druckgaren sind es 27 Prozent, beim Dünsten nur sieben Prozent.

Am meisten Nährstoffe enthalten Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln. Denn im Gegensatz zu Salzkartoffeln bleiben alle Inhaltsstoffe in der Pfanne, nichts wird weggeschüttet. Wichtig: Beim Braten nur wenig Fett verwenden, sonst können Bratkartoffeln dick machen.

Darauf müssen Sie achten

  • Erde an Kartoffeln konserviert die guten Inhaltsstoffe. Am besten dreckig kaufen und erst kurz vor der Zubereitung waschen.

  • Im Papiersack sind Kartoffeln am besten aufgehoben. Darin ist es dunkel und sie schwitzen nicht, wie zum Beispiel in Plastikfolie.

  • Grüne Stellen und Keime an der Kartoffel großzügig wegschneiden. Die Stellen enthalten Gifte (Glycoalkaloide), die zu Übelkeit und Erbrechen führen können.

  • Auch Kartoffeln ohne grüne Stellen und Keime enthalten das Gift in geringen Mengen unter der Schale. Wer häufig Kartoffeln isst, sollte sie zur Sicherheit nach dem Garen abpellen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 02.02.2015 | 20:15 Uhr