Stand: 02.12.2013 11:30 Uhr  | Archiv

Kaminholz: Welche Sorte brennt am besten?

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Holz ist nicht gleich Holz. Zudem dürfen die Scheite weder zu feucht noch zu groß sein, wenn sie verfeuert werden.

Einen Sack mit Kaminholz wird im Baumarkt schon für 2,49 Euro angeboten. Manchmal kann der Kunde aber gar nicht erkennen, welche Holzart, ob Laub- oder Nadelholz etwa, darin steckt und ob die Scheite direkt verfeuert werden können. Aber das ist ganz entscheidend - etwa dafür, wie lange das Holz brennt und wie viele Schadstoffe es abgibt.

Nadelholz verbrennt schneller als Laubholz

Der Hauptunterschied zwischen den Holzarten ist, ob sie von einem Nadel- oder einem Laubbaum stammen. So wachsen beispielsweise Fichten und Kiefern schneller als Birken oder Buchen. Nadelholz ist daher weniger dicht und weicher. Das bedeutet, dass Fichtenholz zum Beispiel zwar heißer, aber auch schneller verbrennt, weil es dem Feuer weniger Nahrung gibt. Durch ihre höhere Dichte liefern Eiche und Buche einen höheren Heizwert. Diese Hölzer sind daher aber teurer.

Wer viel und über mehrere Stunden mit Kaminholz heizt, sollte lieber in teurere Laubhölzer investieren. Wer nur gelegentlich ein Kaminfeuer wegen der schönen Stimmung entzündet, kann auch zu Nadelhölzern greifen.

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Holzscheite nicht zu groß und zu feucht verfeuern

Im Prinzip wird beim Verbrennen von Holz nur genauso viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie der Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen hat. Doch damit beim Verbrennen neben CO2, Wasser und Asche möglichst wenige Schadstoffe freigesetzt werden, sind zwei entscheidende Dinge zu beachten:

  • Die Holzscheite dürfen nicht zu groß sein. 25 bis 30 Zentimeter Länge sind ideal. Zu dick dürfen sie auch nicht sein, denn bis solche Scheite richtig brennen, dauert es sehr lange. Dabei werden aber mehr Schadstoffe freigesetzt als bei einem Scheit, das schneller gleichmäßig verbrennt. Zudem trocknen kleinere Scheite schneller.

  • Kaminholz muss möglichst trocken sein, bevor es verfeuert wird. Feuchtes Holz brennt nicht gut. Es wird weniger heiß. So entsteht mehr Rauch und der enthält mehr giftiges Kohlenmonoxid, Feinstaub und weitere Schadstoffe wie Methan oder Essigsäure. Je nach Holzart dauert es zwischen einem guten halben und zwei Jahren, bis Holz ofenfertig ist. Die frischen Scheite zur Lagerung am besten abwechselnd längs und quer schichten. Die Anschaffung eines Feuchtigkeitsmesser ist hilfreich. Der Wassergehalt im Holz sollte unter 20 Prozent liegen, wenn es in den Kamin kommt.

Gekauftes Holz wird künstlich getrocknet

Holz aus dem Baumarkt ist manchmal nicht ausreichend getrocknet. Auch hier lässt sich mithilfe eines Feuchtigkeitsmessers feststellen, ob das Holz wirklich ofenfertig ist. Wer Holz kauft, sollte sich zudem darüber im Klaren sein, dass es oftmals künstlich getrocknet wurde - also etwa mithilfe eines Gebläses. Dafür wird häufig fossile Energie verbraucht, was die ökologische Bilanz des Kaminholzes deutlich schmälert.

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