Stand: 02.03.2017 10:29 Uhr

Ist Ihr Fahrrad fit für den Frühling?

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Vor der ersten Radtour im Frühling sollte man prüfen, ob das Rad voll funktionstüchtig ist.

Der Frühling steht vor der Tür und langsam wird es wärmer - Zeit, wieder aufs Fahrrad zu steigen. Viele Räder haben allerdings den ganzen Winter über im Keller gestanden und womöglich durch Feuchtigkeit und Kälte etwas gelitten. Wer sicher und bequem in die neue Fahrradsaison starten will, sollte sein Rad deshalb zunächst einmal auf seine Funktionsfähigkeit überprüfen. Für Preise um 50 Euro bieten viele Fahrradläden und -werkstätten einen Basis-Check an, die Wartezeiten sind aber um diese Jahreszeit oft lang. Vieles kann man auch selbst machen.

1. Kleiner Frühjahrsputz

Ein sauberes Rad sieht nicht nur besser aus, es fährt auch besser und verschleißt nicht so schnell. Zuerst sollten Sie Ihr Fahrrad von Staub und Straßendreck befreien - das geht am besten mit einem einfachen Lappen und Wasser mit etwas Spülmittel. Hochdruckreiniger sind nicht geeignet - der Druck kann leicht die Tretlager beschädigen. Nach dem Reinigen sollte das Rad auf Risse und Verformungen hin untersucht werden, die im Zweifelsfall von einem Fachmann überprüft werden sollten.

2. Die Kette säubern oder wechseln

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Die Fahrradkette sollte regelmäßig geölt werden - nicht nur beim Frühlings-Check.

Steht das Fahrrad den ganzen Winter über im Keller, setzt die Kette oft Rost an. Ist gar nichts mehr zu retten, muss sie ausgewechselt werden. Ansonsten reicht es, sie zu säubern. Dafür die Kette und die Ritzel am besten mit einem trockenen Lappen weitgehend von Kettenschmiere befreien und danach beides gut ölen. Dafür eignet sich spezielles Fahrradöl aus dem Fahrradladen, aber auch günstiges Motoröl fürs Auto tut seinen Dienst. Hängt die Kette durch, muss sie neu gespannt werden.

3. Schrauben locker? Nachziehen!

Überprüfen Sie alle Schrauben einmal auf festen Sitz und ziehen Sie sie gegebenenfalls nach!

4. Neue Puste für die Reifen

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Gut aufgepumpte Reifen fahren nicht nur besser, sie verschleißen auch langsamer.

Sind die Reifen platt, muss nicht unbedingt ein Loch schuld sein. Steht das Rad lange herum, entweicht die Luft mit der Zeit auch so. Zunächst sollte man es einfach mit Aufpumpen versuchen. Der optimale Luftdruck beträgt bei normalen Straßenfahrrädern 3,5 bis 4 bar - der genaue Wert steht meist auf dem Reifen. Nützt das Aufpumpen nichts, muss der Schlauch geflickt oder gewechselt werden. Ist das Profil deutlich abgefahren, ist außerdem ein neuer Mantel sinnvoll. Auch wenn er poröse Stellen an den Seiten aufweist, sollte man ihn besser austauschen. Wer ungern flickt, kann auch zu sogenannten unplattbaren Reifen greifen. Sie haben eine dickere Gummischicht, sodass sie nicht so schnell Löcher bekommen.

5. Bremsen überprüfen

Die Bremsen sollten natürlich bestens funktionieren. Zunächst sollten Sie checken, ob sie sich überhaupt noch bewegen lassen, ob ausreichend Gummi auf den Bremsbelägen ist und ob die Bremszüge intakt sind. Im Zweifel die Beläge und Züge austauschen. Zu locker eingestellte Bremsen lassen sich bei vielen Modellen über die Stellschraube am Bremszug fester ziehen.

6. Alles gut erleuchtet?

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Wer ohne Licht fährt, wird bei Dunkelheit schlechter gesehen und riskiert eine Strafe.

Auch wenn die Tage jetzt länger werden, sollte das Rad gut beleuchtet sein. Laut Gesetz muss es vorne einen weißen Frontstrahler und einen weißen Reflektor haben, hinten müssen ein rotes Schlusslicht und ein roter Reflektor vorhanden sein. Kontrollieren Sie, ob das Licht vorne und hinten einwandfrei funktioniert. Falls nicht, prüfen Sie, ob die Birnen kaputt sind oder ob die Verkabelung zwischen Dynamo und Lampen unterbrochen ist. Möglicherweise sind auch die Kontakte verrostet oder verbogen.

Neben dem Vorder- und Rücklicht müssen die Pedalen vorne und hinten mit gelben Rückstrahlern ausgestattet sein. Zwischen den Speichen sind gelbe Rückstrahler an Vorder- und Hinterrad Pflicht. Eine legale Alternative sind reflektierende weiße Streifen an den Reifenflanken.

Weitere Tipps zur Fahrradpflege sowie Video-Reparaturanleitungen finden sich auf den Seiten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.05.2013 | 19:30 Uhr

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