Stand: 15.07.2016 14:00 Uhr  | Archiv

Günstige und teure Sonnencreme im Test

von Jessica Ostermünchner

Sonnenschutz zum Auftragen auf die Haut gibt es zum Beispiel als Creme, Spray oder Lotion mit unterschiedlichem Lichtschutzfaktor. Welche günstigen und teuren Sonnencremes schützen die Haut am besten vor der Sonne? In einer Stichprobe hat Markt die Beratung in Apotheken, Drogerien und Parfümerien getestet. Die dort empfohlenen Produkte wurden im Dermatologie-Labor der Universität Hamburg überprüft. Im Vergleich (Preis pro 100 Milliliter):

  • aus der Apotheke: La Roche-Posay dermo-pedriatrics (für Kinder) 50+ für 7,98 Euro und La Roche-Posay Anthelios XL 50+ für 7,32 Euro
  • aus der Parfümerie Douglas die Eigenmarkt Douglas Sun für 7,50 Euro, Lancaster Sun Control Anti Age 30 für 99,98 Euro und Artemis More Than für 13,33 Euro
  • vom Drogeriemarkt DM Sundance Kids Sonnenmilch LSF 50 für 1,98 Euro, Sundance Anti-Age Straffende Sonnenmilch LSF 30 für 1,48 Euro, Sundance Milch Schutz + Bräune LSF 30 für 2,23 Euro und Sundance Sonnenmilch LSF 30 für 0,99 Euro
  • von Aldi Ombra Sonnencreme Kids LSF 50 für 2,23 Euro, Ombra Sonnenmilch LSF 30 für 0,79 Euro, Ombra Sonnenmilch Light tough für 1,73 Euro und Ombra Sonnencreme Anti-Age für 6,65 Euro

Welche Sonnencreme schützt am besten?

Sonnencremes: Nicht überall gute Beratung

Beim Discounter Aldi wurden die Markt-Tester nicht beraten, weil die Mitarbeiter nach eigenen Angaben keine Zeit dafür hatten. In der Apotheke wurden relativ teure Produkte des Herstellers La Roche-Posay empfohlen, trotz Nachfrage gab es keine Informationen zu günstigeren Sonnencremes. Eine Verkäuferin der Parfümerie Douglas empfahl zunächst die günstige Eigenmarke und erst später das teure Produkt von Lancaster. Bis auf einen sachlichen Fehler beim Lichtschutzfaktor war die Beratung im Drogeriemarkt DM gut.

UVA und UVB: Sonnenstrahlen schaden der Haut

Die getesteten Produkte bieten einen ausreichenden Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung. UVB-Strahlen können einen Sonnenbrand auslösen, während UVA-Strahlen langfristige Schäden hervorrufen können, zum Beispiel eine vorzeitige Alterung der Haut und Störungen des Immunsystems. Beide Strahlungsarten können zur Entstehung von Hautkrebs beitragen. Beim Einkauf unbedingt auf das UVA-Siegel achten: Wer sich regelmäßig damit eincremt, kann nach Ansicht von Dermatologen lichtbedingte Hautalterung reduzieren ("Anti-Aging").

Allergierisiko durch Sonnencremes reduzieren

Sonnencremes verwenden sogenannte physikalische und chemische Filter:

  • Physikalische Filter legen sich wie ein Film über die Hautoberfläche und reflektieren die ultraviolette Strahlung.
  • Chemische Filter wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um.

Das geringste Allergierisiko besteht nach Ansicht von Dermatologen bei Sonnencremes, die ausschließlich physikalische UV-Filter wie Titandioxid oder Zinkoxid verwenden. Allerdings können diese Produkte beim Eincremen einen weißen Film auf der Haut hinterlassen.

Lichtschutzfaktor 50 für Kinder

Der auf Sonnenschutzmitteln aufgedruckte Lichtschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt, wie lange man mit dem Produkt in die Sonne darf, ohne dass die Haut rot wird. Ein Beispiel: Bekommt man ohne Sonnenschutz bereits nach zehn Minuten leichte Hautrötungen, verlängert eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 20 das Sonnenbad um den Faktor 20 auf 200 Minuten. Je empfindlicher die Haut, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Für Kinder bis zwölf Jahre empfehlen Dermatologen eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50 oder 50+.

Fazit: Günstige Sonnencremes schützen zuverlässig

Auch die günstigen Sonnencremes in der Stichprobe (ab 79 Cent für100 Milliliter) bieten guten Schutz vor den schädlichen UVA- und UVB-Strahlen der Sonne. Darüber hinaus versorgt die Sonnencreme La Roche-Posay Anthelios XL 50+ für 7,32 Euro pro 100 Milliliter die Haut laut Labortest mit besonders viel Feuchtigkeit.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 18.07.2016 | 20:15 Uhr

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