Stand: 15.02.2016 18:07 Uhr

Brot vom Bäcker und Discounter im Test

von Saskia Engels

Bei Brot gibt es große Preisunterschiede: Supermärkte und Discounter bieten es schon für gut einen Euro an, während es beim Bäcker mehr als fünf Euro kosten kann. Wie unterscheiden sich günstige und teure Brote bei der Qualität und den Inhaltsstoffen? Markt vergleicht Brote aus dem Supermarkt, vom Discounter und aus der Bäckerei (Preise pro Kilogramm):

  • Krustenbrot von Aldi für 1,19 Euro
  • Krustenbrot von Rewe für 1,19 Euro
  • Bio-Krustenbrot "Hamburger Kräftiges" von Alnatura für 4,19 Euro
  • Krustenbrot "König Maximilian" von der Bäckerei von Allwörden für 5,98 Euro

Für Markt werden die Brote verkostet von Bäckermeister Heiko Fehrs und Teilnehmern einer Straßenumfrage.

Frisches Brot im Vergleich

"Frische" Brote aus der Backfabrik

Die meisten frischen Brote aus Supermärkten und Discountern kommen aus Fabriken, die Teig formen und auf Backstraßen halbfertig backen. Danach werden die Teiglinge schockgefrostet und tiefgekühlt an die Supermärkte geliefert. Erst dort backt man die Brote komplett auf.

Zusatzstoffe: Langzeitfolgen oft unbekannt

Die meisten Zusatzstoffe stecken im Krustenbrot "König Maximilian" von der Bäckerei von Allwörden: Gerstenmalzextrakt färbt das Brot dunkler, gilt aber als gesundheitlich unbedenklich. Das Verdickungsmittel Guarkernmehl kann nach Ansicht von Ernährungsmedizinerin Dr. Anne Fleck Blähungen verursachen. Sie hält Zusatzstoffe im Brot für kritisch, weil über die Langzeitfolgen vieler Stoffe noch nichts bekannt sei.

Video
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Wie gut ist frisches Brot vom Discounter?

15.02.2016 20:15 Uhr
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Frisches Brot gibt es günstig im Supermarkt und beim Discounter. Schmeckt es so gut wie teures Brot vom Bäcker? Und welche Unterschiede gibt es bei den Inhaltsstoffen? Video (06:34 min)

Enzyme: Brot backen mit Hilfsstoffen

Bei den meisten industriell hergestellten Broten sorgen Enzyme für künstliche Frische, sagen Branchenexperten. Die Enzyme zerfallen beim Backvorgang und sind nicht mehr im Brot nachweisbar. Aldi Nord schreibt dazu: Enzyme dienten "zur Verbesserung der Teigstruktur des fertiggebackenen Brotes". Rewe will dazu nichts Konkretes sagen. Die Bäckerei von Allwörden hat keine Stellungnahme geschickt. Alnatura schreibt: "Es werden keine Enzyme bei der Herstellung des Brotes zugesetzt."

Brot richtig aufbewahren

Damit Brot lange frisch bleibt, sollte man es in einem Brottopf aus Keramik oder Ton aufbewahren. Darin wird die Feuchtigkeit reguliert und Schimmelbildung vorgebeugt. Nicht aufbewahren sollte man Brot in der Plastiktüte, weil es darin schnell schimmeln kann.

Fazit: Puristen schwören auf Brot ohne Zusatzstoffe

Am besten schmeckt Handwerksbäcker Heiko Fehrs das teure Bio-Brot von Alnatura für 4,19 Euro pro Kilogramm. Wenn es nur auf den Geschmack am ersten Tag ankommt, dann sind nach Ansicht der übrigen Tester alle Brote in Ordnung. Bäckermeister Fehrs und Ernährungsexpertin Dr. Anne Fleck sind der Meinung, dass Brot ohne Zusatzstoffe und Enzyme grundsätzlich die bessere Wahl sei.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 15.02.2016 | 20:15 Uhr