Stand: 26.10.2017 16:37 Uhr

Alarmanlagen: Hilfreich, aber nicht perfekt

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Kamera und Sirene am Haus sollen Einbrecher abschrecken.

Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, nimmt bei vielen Menschen die Angst vor Einbrechern zu. Der Handel bietet zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Haus oder die Wohnung zu schützen. Zu den komplexesten und teuersten Systemen gehören Alarmanlagen, die alle Fenster und Türen des Gebäudes sichern sollen. Stiftung Warentest hat vier Modelle zu Preisen von 417 bis 1.244 Euro geprüft, die Heimwerker selbst einbauen können. Das Ergebnis: Eine Anlage wurde als "befriedigend" beurteilt, zwei als "ausreichend" und eine als "mangelhaft".

Montage dauert mehrere Stunden

Die getesteten Sets enthielten jeweils eine Zentrale, die bei einem Einbruchsversuch Alarm auslöst und auf Wunsch den Eigentümer per SMS oder Anruf informiert, fünf Öffnungsmelder für Türen oder Fenster, zwei Bewegungsmelder sowie je eine Kamera und Außensirene. Die komplette Montage dauert zwar einige Stunden, ist aber für einen geübten Heimwerker kein Problem, so die Tester. Anschließend reagierten die vier Anlagen durchweg zuverlässig auf typische Einbruchsversuche.

Probleme liegen im Detail

Probleme, die zu den schwachen Gesamturteilen führten, lagen jeweils im Detail. So bemerkten es Anlagen nicht, wenn Diebe die Außensirene abmontierten. Zwei Modelle warnten nicht, wenn beim Einschalten der Alarmanlage noch ein Fenster geöffnet war. Als sehr kritisch stuften die Tester mangelnde Sicherheit vor Hacker-Angriffen ein. Bei einem Modell konnten Datendiebe etwa auf die Kamera zugreifen und deren Bilder abfangen.

Vor dem Kauf informieren

Als Schutz vor einer Attacke auf das Herzstück der Anlage, die Funkzentrale, rät Stiftung Warentest, das Gerät in der Wohnung versteckt einzubauen und die Stelle zusätzlich mit einem Bewegungsmelder zu sichern. Bereits vor dem Kauf sollten Interessenten Beratungsangebote nutzen, wie sie etwa die Kriminalpolizei anbietet. Experten halten gute Alarmanlagen als Ergänzung zu mechanischen Sicherungen an Türen und Fenstern für sinnvoll. Sie können etwa verhindern, einem Einbrecher zu begegnen, wenn man seine Wohnung betritt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Wirtschaft | 24.10.2017 | 07:42 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Alarmanlagen-im-Test,alarmanlagen140.html

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