Stand: 26.06.2017 09:50 Uhr

Solling: Der einsame Höhenzug

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Das Wandergebiet Solling im Süden Niedersachsens gilt als Geheimtipp.

Der Solling gehört nicht zu den bekanntesten Waldgebieten Niedersachsens, aber zu den größten und ursprünglichsten. Hier hat die Natur Vorrang. Im Süden Niedersachsens erstreckt sich der dünn besiedelte Höhenzug von der Weser rund 25 Kilometer bis fast an die Leine. Gemeinsam mit dem nördlich gelegenen Vogler bildet er den Naturpark Solling-Vogler. Auf 52.000 Hektar finden Wanderer kilometerlange Wege durch Buchen- und Fichtenwälder. Mountainbiker - ob Anfänger oder geübte Fahrer - können zahlreiche interessante Routen erkunden.

Sanfte Täler auf dem Hochplateau

Vom Wesertal steigt der Solling steil an und erreicht auf der Großen Blöße bei Silberborn mit fast 530 Metern seinen höchsten Gipfel. Wer das Sollingmassiv erklommen hat, wandert durch saftige Wiesentäler und Moore, viele Touren wurden als Rundwege angelegt. Im Zentrum des Naturparks liegen die ruhigen Urlaubsorte Neuhaus und Silberborn, zwei beliebte Ausflugsziele. Mit Hochseilgarten, Grill- und Tennisplätzen sowie Nordic-Walking-Strecken bieten sie Besuchern ein vielfältiges Angebot. Im Winter sind Ski-Langläufer und Rodler willkommen.

Solling

Der Höhenzug liegt in Südniedersachsen, im östlichen Weserbergland. Seine Gipfel gehören mit mehr als 500 Metern Höhe zu den höchsten Erhebungen Niedersachsens. Der überwiegende Teil des dünn besiedelten Sollings besteht aus Buchen- und Fichtenwäldern mit tief eingeschnittenen Tälern. Als Naturpark Solling-Vogler bietet die Region ein dichtes Netz an Wanderwegen und Mountainbike-Strecken.

Unterwegs im Hochsolling

Besonders reizvoll ist der Hochsolling-Rundwanderweg. Auf etwa 20 Kilometern führt er an fast allen Sehenswürdigkeiten der Gegend vorbei. Wanderer können an verschiedenen Stellen starten, etwa in dem kleinen Dorf Fohlenplaken. Am Ortsrand geht es zunächst steil den Berg hinauf, dann vorbei an der Fohlenplakener Hütte in Richtung Neuhaus. Verlaufen kann man sich kaum, denn die Strecke ist gut ausgeschildert. Das ovale Logo des Hochsolling-Rundwanderwegs zeigt Berge, einen Fluss und eine Kirche.

Kilometerlange Eichenalleen

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Im Wildpark Neuhaus leben auch viele Hirsche.

Bei Neuhaus führt die Route an einem beliebten Wildpark entlang. Einen Besuch bei Hirschen, Wölfen und Dachsen sollten Wanderer aber für einen anderen Tag planen, sonst ist die Tagestour kaum zu schaffen. Hinter dem Wildpark tauchen die ersten Eichenalleen auf, die kilometerlang durch den Solling führen. Die Alleebäume wurden vor rund 250 Jahren gepflanzt. Heute gelten sie bei Bewohnern des Sollings und Naturliebhabern als erhaltenswerter Schatz.

Ein Blick vom Aussichtsturm

Von den knorrigen Riesen geht es weiter zum Hochsollingturm. Die 180 Stufen auf den 33 Meter hohen Holzturm sind zwar anstrengend, der Blick von oben ist aber großartig. In der Ferne reicht er bis zum Teutoburger Wald mit dem Hermannsdenkmal, im Südwesten bis zu den Erhebungen des Weserberglandes.

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Ein Steg führt Wanderer durch das Hochmoor.

Wer die bewaldete Berglandschaft sieht, kann kaum glauben, dass es hier oben auch Moore gibt. Doch der Rundwanderweg führt mitten durch das Hochmoor Mecklenbruch. Wiesengräser prägen die Hochmoorfläche weitgehend, außerdem wachsen dort Wollgras, Glockenheide und eine sehr seltene Heidekrautart: der Sumpfrosmarin, auch Rosmarinheide genannt.

Der Hochsolling-Rundwanderweg eignet sich auch für ungeübte Wanderer. An vielen Stellen zweigen Wege ab, hinunter in nahegelegene Orte. Für die gesamte Strecke sollten Ausflügler mit mindestens sechs Stunden Gehzeit rechnen.

Karte: Hochsolling-Rundwanderweg (grober Verlauf)
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