Stand: 03.11.2015 09:31 Uhr

Zu Bibern und Rundlingen ins Wendland

Bild vergrößern
Die gelben X stehen für den Widerstand gegen ein Atommülllager.

Bis heute ist das Wendland vielen vor allem durch den Widerstand gegen das atomare Endlager in Gorleben ein Begriff. Zu Zeiten der deutschen Teilung war die Region als "Zonenrandgebiet" ins wirtschaftliche Abseits geraten - und schließlich gar als Standort für ein Atommülllager auserkoren. Die gelben X als Zeichen für den mittlerweile seit über 30 Jahren andauernden Widerstand gegen das Endlager sind in der Region fast allgegenwärtig.

Sonnenschein über einer wilden Wiese.

Wildes Wendland

NaturNah -

Das Wendland steht für unentdeckte Landschaft und artenreiche Natur. Die Dokumentation begleitet die Schäferfamilie Meinecke und Naturschützer bei der Wiesenmahd.

4,97 bei 618 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Naturparadies Elbtalaue

Doch das Wendland hat auch eine sanfte, wenig kämpferische Seite: Durch seine jahrzehntelange Randlage konnte sich die Natur in der Region fast ungestört entwickeln. Die Elbe mit ihren zahlreichen Bögen, Überschwemmungsgebieten und dem Auwald bei Gartow ist heute Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Mehr als 300 Biber und über 100 Storchenpaare leben in den Uferzonen. Seit 2002 steht die niedersächsische Elbtalaue als Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats "Flusslandschaft Elbe" unter besonderem Schutz.

Weitere Informationen

Im Elbschloss der Natur auf der Spur

Welche Fischarten schwimmen in der Elbe und wo lebt der Biber? Antworten finden Naturfreunde bei einem Besuch im Biosphaerium. mehr

Fische und Biber im Biosphaerium

Besucher können die vielfältige Natur der Flusslandschaft im Biosphaerium Elbtalaue, das im Elbschloss in Bleckede untergebracht ist, kennenlernen: Dort können sie etwa verschiedene Elbfische wie Aal, Barsch und Wels in Aquarien sowie einen Elbe-Biber durch eine Glasscheibe in seinem Wohnkessel beobachten.

Fachwerkstädtchen und Rundlinge

Das Wendland hat auch einige hübsche Städtchen zu bieten: Neben Bleckede mit dem Schloss lohnt unter anderem ein Besuch in Dannenberg und in Hitzacker. In allen drei Städten finden sich viele schöne, alte Fachwerkhäuser. In Hitzacker können sich Besucher zudem im Archäologischen Zentrum einen Eindruck vom Alltag der Menschen in der Bronzezeit verschaffen. Am Standort des Freilichtmuseums, das jeden Sonnabendnachmittag auch verschiedene Mitmach-Aktionen anbietet, wurden Reste einer 3.000 Jahre alten Siedlung freigelegt.

Bild vergrößern
Typisches Beispiel für ein Rundlingsdorf: das kleine Lübeln.

Einzigartig sind im Wendland die Rundlingsdörfer. Bei mehr als 100 Dörfern der Region ist diese mittelalterliche Siedlungsform, bei der mehrere Bauernhöfe kreisförmig um den gemeinsamen Dorfplatz gebaut wurden, noch erhalten oder zumindest gut erkennbar. Typische Rundlingsdörfer im Wendland sind zum Beispiel Satemin, Jameln oder Marlin. Die meisten der Höfe stammen aus der Zeit zwischen 1770 und 1870.

Dieses Thema im Programm:

NaturNah | 07.02.2017 | 18:15 Uhr

Mehr Ratgeber

29:36

So isst der Norden: Das Beste vom Kürbis

15.10.2017 16:30 Uhr
Sass: So isst der Norden
44:11

Speiseöl im Alltagscheck

16.10.2017 21:00 Uhr
plietsch.
03:33

Ausflugstipp: Das Phänomania in Büsum

14.10.2017 18:00 Uhr
Nordtour