Drei Flüsse - eine Stadt: Hann. Münden

Hann. Münden: Werrabrücke und Doktorwerder © Touristik Naturpark Münden Fotograf: Burkhardt Detailansicht des Bildes Wasser und Fachwerk: Die Werrabrücke führt in die Altstadt von Hann. Münden. Wo Werra sich und Fulda küssen, ... - liegt Hann. Münden, die malerische Drei-Flüsse-Stadt. Für ihre Attraktivität sorgen nicht nur das Wasser, sondern auch viele gut erhaltene Fachwerkhäuser und die waldreiche Umgebung mit dem Naturpark Münden. Gleich mehrere Tourismus-Routen wie die Deutsche Märchenstraße, die Fachwerkstraße und die Straße der Weserrenaissance treffen sich hier im südlichsten Zipfel Niedersachsens. Für Radwanderer beginnt in Hann. Münden der Weser-Radweg, dem sie durch das Weserbergland bis nach Bremen folgen können. An Fulda und Werra führen gut ausgebaute Strecken nach Hessen oder Thüringen.

Stadtbummel durch Hann. Münden

Nordtour

Dreiflüssestadt in reizvoller Landschaft: Hannoversch Münden hat eine hübsche Fachwerk-Altstadt, von Werra und Fulda umschlossen.

Der offizielle Name der Stadt, Hann. Münden, ist eine Abkürzung von Hannoversch Münden. Dieser Begriff, einst zur Unterscheidung vom ähnlich klingenden Minden eingeführt, hatte sich als zu lang erwiesen.

Fachwerkhäuser und Weserrenaissance

Verzierungen am Rathauses von Hann. Münden © NDR Fotograf: Sven Glagow Detailansicht des Bildes Wie am Rathaus lassen sich an vielen Fachwerkhäusern kunstvolle Details entdecken. Schmuckstück Hann. Mündens ist die Altstadt mit ihren mehr als 700 Fachwerkhäusern. Viele der Gebäude aus sechs Jahrhunderten wurden in den vergangenen Jahren renoviert und bilden mit ihren historischen Verzierungen, Türen und Inschriften die Kulisse für einen historischen Stadtbummel. Zwischen den Fachwerkhäusern ragt ein typisches Bauwerk der Weserrenaissance heraus: das Rathaus von 1608, in dem auch die Tourist-Information ihren Sitz hat. Seine Schmuckfassade gilt als eine der schönsten aus dieser Epoche.

Stichwort: Weserrenaissance

Der Begriff beschreibt die Architektur der Region entlang der Weser sowie östlich davon bis Wolfsburg und westlich bis Paderborn. Ihr Schwerpunkt lag im 16. Jahrhundert. Bis heute sind aus dieser Zeit zahlreiche stattliche Gebäude erhalten, meist Rat- und Bürgerhäuser sowie Adelssitze.

Charakteristische Merkmale sind das Baumaterial Wesersandstein, stark gegliederte Schau-Fassaden, Ornamente, geschwungene Giebel nach italienischem Vorbild und Stand-Erker, sogeannte Utluchten.

Die Weserrenaissance zeugt vom Wohlstand des regionalen Adels und der Kaufleute sowie ihren Kontakten in den Mittelmeerraum.
Als typische Gebäude gelten Schloss Hämelschenburg bei Emmerthal, das Hochzeitshaus in Hameln und das Rathaus von Hann.Münden.

Eisenbart-Glockenspiel am Rathaus von Hann. Münden © NDR Detailansicht des Bildes Dreimal täglich am Rathaus zu besichtigen: Dr. Eisenbart, der bekannteste Mündener. Dreimal am Tag - um 12, 15 und 17 Uhr - erklingt vom Giebel des Rathauses unter der Uhr ein Glocken- und Figurenspiel mit einem Spottlied auf Doktor Eisenbart. Der Wanderarzt aus der Barockzeit ist der berühmteste Mündener. Mit zahlreichen Aktivitäten hält die Stadt die Erinnerung an ihn wach: Er führt Stadtrundgänge an, tritt bei Feiern auf und ist im Sommerhalbjahr Titelheld eines Bühnenspiels am Rathaus. Wer einen besonderen Ort für eine Kaffeepause sucht, sollte in der Kirche St. Aegidius einkehren. 2006 wurde das ehemalige Gotteshaus entweiht und ein Gastronom baute es zu einem Café um.

Radtouren
Wegweiser am Weser-Radweg © NDR Fotograf: Axel Franz
 

Der Weser-Radweg

Vom Weserstein bis an die Nordseeküste entlang des Flusses. mehr

Links

Eine Bildergalerie auf den Seiten des Vereins Touristik Naturpark Münden.

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Ein Verein informiert über die touristischen Aktivitäten in der Region Hann. Münden.

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Lehrpfade, Wanderwege und Naturschutzprojekte auf der Seite des Parks.

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