Dieses Thema im Programm:
Die Hafeneinfahrt von Emden im Abendlicht.
Die größte Stadt Ostfrieslands hat mehr zu bieten als nur ihren berühmten Sohn Otto Waalkes. Wenn Besucher nach Emden kommen, gibt es so eine Art Pflichtprogramm. Dazu gehört ein Spaziergang rund um den historischen Hafen, durch das Hafentor und zu den Pelzerhäusern. Emden nennt sich auch das Venedig des Nordens. Ob zu Recht oder zu Unrecht lässt sich am besten bei einer Grachtentour feststellen.
Der Höhepunkt jeder Grachtentour ist die Fahrt in die Kesselschleuse. Das Bauwerk ist einzigartig in Europa. Gleich vier Wasserstraßen laufen in der Rundkammerschleuse zusammen: der Ems-Jade-Kanal, der Emder Stadtgraben, das Fehntjer Tie und das Rote Siel. Die Schleuse besteht aus einer Zentralkammer, dem sogenannten Kessel, und vier weiteren Schleusenkammern. Das Bauwerk wurde von dem eher unbekannten Berliner Regierungsbaumeister Germelmann entworfen und 1887 fertig gestellt. Die Kesselschleuse steht mittlerweile unter Denkmalschutz und wird jährlich von rund 2800 Schiffen passiert.
Norddeutschlands größte Rüstungssammlung befindet sich im Alten Rathaus von Emden.
Im Alten Rathaus der Stadt, schräg gegenüber dem historischen Hafen, befindet sich eine Ausstellung für Mittelalterfans. Die größte Rüstsammlung Norddeutschlands im Landesmuseum umfasst mehr als 100 Brustpanzer sowie zahlreiche Lanzen, Gewehre und Degen. Damit die sogenannten Harnische (Rüstungen) wie neu aussehen, werden sie regelmäßig vom Rüstmeister Roy Müller gepflegt.
Das Otto Huus liegt im Zentrum von Emden.
Für Fans des schrägen Humors darf dieser Besuch nicht fehlen. Dat Ottohuus widmet sich dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt. Es zeigt Stationen aus dem Leben und der Karriere des Komikers Otto Waalkes. Neben seinem ersten Kaugummi, können Besucher einen Blick auf alte Schulfotos, seine vielen Ehrungen und Filmrequisiten werfen. Im Kinosaal, direkt über der Ausstellung, laufen seine besten Sketche.
Schiefer als der Turm von Pisa: der Suurhusener Kirchturm.
Der schiefste Turm der Welt steht nicht in Pisa, sondern im ostfriesischen Suurhusen. Das Dorf liegt nördlich von Emden. Die Schieflage ist sogar im Guinness-Buch der Rekorde festgehalten. Mit einem Neigungswinkel von 5,19 Grad übertrifft der Suurhusener Kirchturm den Turm von Pisa. Dieser lehnt sich nämlich "nur" 4,95 Grad zur Seite. Grund für die Schieflage ist das Fundament. Die Kirche wurde im Jahr 1450 auf Eichenstämmen errichtet, die nach und nach verrottet sind. Mittlerweile ist der Turm so stabilisiert, dass er nicht weiter kippt.