Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
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Der See ist bei Wassersportlern und als Ausflugsziel beliebt.
Der Dümmer liegt nordöstlich von Osnabrück und ist mit einer Fläche von etwa 16 Quadratkilometern Niedersachsens zweitgrößter See. Surfer und Segler schätzen das nur etwa einen Meter tiefe Wasser und den guten Wind. Ihre Quartiere sind die Häfen und Strände am Ostufer, während sich im Süden und Westen die Natur ungestört ausbreiten darf. Dort bedecken Teppiche aus Seerosen das Wasser, am Ufer wächst reichlich Schilf. Weiträumige Niedermoore schließen sich an und bieten ideale Brut- und Rastplätze für Vögel. Der Dümmer ist Teil des gleichnamigen Naturparks, einer abwechslungsreichen Landschaft, die sich von den Dammer Bergen im Westen bis zum Oppenweher Moor im Osten erstreckt.
Ein Fahrrad ist das perfekte Verkehrsmittel, um die Natur und die kleinen Orte am Dümmer zu erkunden. Den besten Überblick bietet ein 18 Kilometer langer Deich-Rundweg. Etwas länger ist die beschilderte Radstrecke, die im Südwesten des Sees zusätzlich in das moorige Hinterland führt und auf insgesamt 27 Kilometer Länge kommt. Als Start und Ziel bietet sich Lembruch an, ein maritim geprägter Erholungsort mit etwa 1.000 Einwohnern. Dort wird bestens für Gäste gesorgt: Cafés, Hotels und Campingplätze, Bootsvermietungen ein Badestrand und ein Minigolfplatz verbreiten Urlaubsflair. Das Dümmer-Museum in Lembruch zeichnet die Geschichte des Landschaftsraums nach: Seit Jahrhunderten haben Menschen versucht, die Niederung trockenzulegen und Torf abzubauen. So entstand schließlich auch der Deich um den See.
Von Lembruch führt der Radweg zunächst in südlicher Richtung am Deich entlang durch das Naturschutzgebiet Hohe Sieben. Sehenswert ist das ehemalige Fischerdorf Hüde. Der beliebte Erholungsort lockt unter anderem mit Hallenbad, Campingplatz sowie zahlreichen Wellness- und Wassersport-Angeboten. Am Ufer des kleinen Ortes bilden zahlreiche Reetdach- und Fachwerkhäuser eine malerische Kulisse.
Das Ochsenmoor am Westufer des Dümmers ist Naturschutzgebiet.
Am Südufer des Dümmer liegt das Naturschutzgebiet Ochsenmoor. Zahlreiche Vögel leben auf den Ende der 90er-Jahre wiedervernässten Flächen. Ein Natur-Erlebnis-Pfad und eine Naturschutzstation informieren über Tiere und Pflanzen, Wiesen und Weiden prägen die Landschaft. Um die Landschaftspflege in den Bruchwiesen kümmern sich Diepholzer Moorschnucken. Die robusten Landschafe stammen ursprünglich aus der Diepholzer Moorniederung. Weil sie gut mit der Feuchtigkeit zurechtkommen, wurden sie im Ochsenmoor angesiedelt. Die Tiere sind auch bei Feinschmeckern sehr beliebt. Da sich die Schucken überwiegend von Kräutern und Wildpflanzen ernähren, haben sie ein schmackhaftes Fleisch, das von Gastronomen in der Region als Spezialität angeboten wird.
Unter diesem Motto feiern viele Orte am See jeweils Ende August ein großes Fest mit Musik und regionalen Spezialitäten. Den Höhepunkt bildet am Samstagabend ein Feuerwerk.
Der gekennzeichnete Radweg streift im Nordwesten die Orte Rüschendorf und Dümmerlohhausen, die jedoch nicht direkt am See liegen. Eine Stichstraße führt zum Olgahafen, an dem auch Boote vermietet werden und ein kleines Vogelmuseum besichtigt werden kann. Am Nordufer, kurz bevor die Dümmer-Runde wieder Lembruch erreicht, verlässt die Hunte den See, die ihn speist und von Süd nach Nord durchfließt.