Erlebnismuseen in Schleswig-Holstein
Ausflugsziele, an denen Erwachsene und Kinder Spaß haben. mehr
Das Wattforum bietet mit seinen Aquarien, der Ausstellung und dem Walhaus für alle Altersgruppen etwas.
Winzige Seepferdchen, räuberische Katzenhaie und gigantische Wale: Im Multimar Wattforum in Tönning taucht der Besucher ab in die geheimnisvolle Welt des Wattenmeers und der Nordsee. Mithilfe von Filmen, Modellen und Mikroskopen erschließt sich ein faszinierender Lebensraum, der dem Strandurlauber meist verborgen bleibt. Spielerisches Entdecken, Beobachten und Erforschen stehen dabei im Vordergrund. Besonders bei Kindern beliebt sind die Aktionsstationen mit Computern, die verschiedenen Steck- und Tastspiele sowie ein Fahrrad, auf dem der Besucher im doppelten Sinne erfahren kann, ob er so schnell ist wie ein Seehund oder ein Pottwal.
Hauptattraktion im Walhaus ist das Skelett eines gestrandeten Pottwals. Zehn Themenkammern erläutern die Welt der Meeressäuger.
Eindrucksvoll ist die Walausstellung mit dem 17,5 Meter langen Skelett eines Pottwals. Das Tier war 1997 vor der süddänischen Insel Rømø gestrandet. Die eine Körperhälfte ist mit einer Kunststoffschale naturgetreu nachgebildet, sodass sich dem Betrachter die wirklichen Ausmaße und die Körperform des Riesen erschließen. Auf einer "Liegewiese" können die Besucher Erzählungen über das Meer lauschen, während der Blick über die gigantische Flosse schweift. In zehn Themenkammern erfahren Interessierte mehr über das Leben der Meeressäuger sowie über den einzigen im Wattenmeer heimischen Wal, den Schweinswal.
Auf der Entdeckungstour durch die Ausstellung dringt man immer tiefer in die Welt des Meeres vor. 17 Groß- ,18 Kleinaquarien sowie ein Großbecken mit Panoramascheibe stellen den Lebensraum Nordsee vor. Im Gezeitenbecken lässt sich beobachten, wie die Tiere auf den Beginn der Ebbe reagieren und sich eingraben, um bei Flut wieder aktiv zu werden. Im Brandungsbecken kann der Besucher selbst Wellen erzeugen und das Verhalten der Seesterne, Muscheln, Krebse und Seeigel in dieser rauen Meereszone verfolgen. In einem weiteren Becken dringt er mithilfe einer Unterwasserkamera zu den Bewohnern einer Miesmuschelbank vor. Was sonst verborgen unter der Wasseroberfläche liegt, wird sichtbar: die feinen Klebefäden der Miesmuscheln, mit denen sie sich an Steinen und aneinander festhalten. Oder Seesterne bei dem Versuch, die Muscheln zu knacken. Im zweistöckigen Turmbecken tummeln sich Makrelenschwärme, europäische Hummer und Seewölfe, die normalerweise weit draußen in der Nordsee leben.