Hase und Igel in Buxtehude treffen

Der Hase rennt, so schnell er kann - doch der Igel ist schon da. Das Märchen vom listigen Igel, der ein Wettrennen gegen den hochmütigen Hasen gewinnt, kennt fast jeder. Viele verbinden es mit dem Städtchen Buxtehude, denn dort soll der Lauf einst stattgefunden haben. Die Geschichte des Heimatdichters Wilhelm Schröder hat dem Ort den Beinamen Märchenstadt eingebracht und sie bekannt gemacht. Eine Skulptur erinnert an das Rennen der ungleichen Läufer.

Ein Bummel zwischen historischem Fachwerk

Die Hude bei den Buchen

Der Name Buxtehude geht auf die Gründung der Siedlung zurück: eine Hude (Schiffsanlegestelle) bei den Buchen. Bereits vor mehr als 1.000 Jahren existierte dort am Elbe-Nebenfluss Este eine Siedlung, die stetig wuchs, ein Nonnenkloster beherbergte und um 1285 zur Hafenstadt wurde. Der Getreidehandel über den damals modernen Hafen ließ Buxtehude 1363 zur Hansestadt aufsteigen.

Buxtehude liegt vor den Toren Hamburgs, am Rand des Alten Landes und hat rund 40.000 Einwohner. Besucher interessieren sich vor allem für den historischen Stadtkern mit seinen vielen Fachwerk- und Backsteingebäuden. In den kleinen Gassen stehen noch Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Doch nicht alle schönen Häuser sind so alt. Das reich verzierte Heimatmuseum etwa wurde erst 1913 gebaut. Es wurde einem traditionellen Ackerbürgerhaus nachempfunden, das ein großer Stadtbrand zuvor vernichtet hatte. Im Museum erwartet die Besucher eine Dauerausstellung unter anderem zum Märchen vom Hase und Igel sowie Sonderausstellungen zur Regionalgeschichte und zu aktueller Kunst. Deutlich älter ist der Zwinger aus dem 16. Jahrhundert, der einzig erhaltene von fünf Rundtürmen, die einst zur Stadtmauer gehörten. Nun dient er als Kulturzentrum, das Ausstellungen und Konzerte veranstaltet.

Romantische Szenen am Fleth

Der Ewer "Margarete" im Fleth von Buxtehude. © imago/imagebroker/Bahnmüller Detailansicht des Bildes Die "Margareta" erinnert an die Blütezeit Buxtehudes im 19. Jahrhundert. Sehenswert sind auch die Flethe, früher die Hafenanlage der Stadt. Sie ähnelt einer holländischen Gracht und war Umschlagplatz bei der Besiedlung des Alten Landes. Nach niederländischem Vorbild wurde der Hafen Ende des 13. Jahrhunderts an einem künstlichen Seitenarm der Este angelegt. Eine Schleuse schützte den Ortskern vor Überflutungen. Eines der typischen Frachtschiffe der Niederelbe, sogenannte Ewer mit platten Böden, dümpelt auf der Fleth. Die "Magareta" lief 1897 vom Stapel und ist das letzte Schiff der Buxtehuder Ewer-Flotte.

Richtig voll wird es in den historischen Gassen jeweils am zweiten Juni-Wochenende, denn dann findet dort das Altstadtfest statt.

Die Kirche überragt die Stadt

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Buxtehudes Wahrzeichen: St. Petri

Inmitten von Buxtehude liegt die St. Petri-Kirche, eine dreischiffige gotische Backsteinbasilika. Durch Fenster in den oberen Bereichen des Hauptschiffs, ist die Kirche auffallend hell.

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Das Wahrzeichen Buxtehudes, die wuchtige evangelische Kirche St. Petri, überragt mit dem 75 Metern hohen Turm jedes andere Gebäude der Stadt. Selbst der 57 Meter hohe Fernmeldetum kann nicht mithalten. Die gotische Backstein-Basilika wurde 1285 bis 1296 erbaut. Ihr wichtigstes Kunstwerk, ein Klappaltar mit 18 Bildern der Heiligen Familie von 1410, steht seit 1904 in der Hamburger Kunsthalle. In der Kirche befindet sich nur eine Kopie als einer von drei Altären des Gotteshauses.

Wo die Hunde mit dem Schwanz bellen

Auch der Spruch von der Stadt, in der die Hunde mit dem Schwanz bellen, hängt mit der Kirche zusammen. Angeblich arbeiteten im 13. Jahrhundert holländische Wasserbauer in Buxtehude. Sie revolutionierten den Glockenschlag der Buxtehuder Kirche. Während die Glocken damals meist noch mit einem großen Hammer angeschlagen wurden, befestigten die Holländer ein langes Seil an der Glocke, die sie "Hunte" nannten. Zog man nun am Schwanz (Seil) der "Hunte" bellte (bel = niederländisch für Glocke) die Glocke. Verständigungsprobleme zwischen Holländern und Buxtehudern führten dazu, dass seitdem die Hunde in Buxtehude mit dem Schwanz bellen.

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Künstlerin Martina Bross schaut vom Kirchturm aus auf Buxtehude herunter.
 
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Ein Nachmittag in Buxtehude

NDR Fernsehen: Nordtour

Künstlerin Martina Bross zeigt ihre Lieblingsorte in Buxtehude. Am Fleth gibt es originelle, inhabergeführte Geschäfte zu entdecken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 22.03.2014 / 18:00 Uhr

Die Region
Reich verziertes Fachwerkhaus im Alten Land © Tourismusverband Landkreis Stade/ Elbe e.V
 
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