Unterwegs im Naturpark Aukrug

von Michaela Aßmann

Sogenannte "Spurbahnen" führen durch das Gelände. © NDR Fotograf: Michaela Aßmann Detailansicht des Bildes Über Feld und Wanderwege: Für den Spaziergang empfiehlt sich festes Schuhwerk. Wir starten unseren Spaziergang heute mal mitten im Dorf und zwar in Aukrug, im Ortsteil Bünzen. Von der Bundestraße 430 aus ist Bünzen ausgeschildert, im Ort selbst folgt man dann den Schildern „Dat Ole Hus“. Hierbei handelt es sich um ein uriges Café, das in einem Museum beherbergt ist. Hier gibt es von den originellen Eigentümern Waffeln satt. Aber die wollen wir uns ja erst verdienen nach einem ausgedehnten Spaziergang. 

Vorbei an der alten Wassermühle

Wir parken also auf dem Parkplatz beim Museumscafé und wenden uns dann linkerhand, am Spargelhof Loft vorbei Richtung Wassermühle (Wanderweg 2+3). Nach knapp 200 Metern liegt dann auch schon auf der rechten Seite die Wassermühle, die zu speziellen Anlässen noch geöffnet wird und besichtigt werden kann. Aber auch von außen mit dem rauschenden Bach und dem erhöht dahinterliegenden Mühlenteich ist die Mühle mit ihren roten Ziegeln und dem Fachwerk schon ein echter Hingucker.  Danach geht es dann einmal über die Bundestraße B 430 hinweg Richtung Segelflugplatz.

Weiter geht es auf dem Wanderweg 2+3

Die Wassermühle in Aukrug. © NDR Fotograf: Michaela Aßmann Detailansicht des Bildes Auf dem Sonntagsspaziergang geht es vorbei an alten Fachwerkhäusern. Jenseits der Bundestraße führt der Weg erstmal quer durch die Feldmark über sogenannte Spurbahnen. Dabei kann man je nach Saison auch Spargelfelder sehen. An der ersten Möglichkeit links zu gehen, biegen wir ab und folgen der Ausschilderung Wanderweg 2+3. Über eine Art breiten Trampelpfad kommen wir dann bald an großflächige Weiden, auf denen der Verband ERNA extensive Weidewirtschaft mit Auerochsen betreibt. Mit Glück kann man auch einige von den Rindviechern entdecken. Bald geht es über eine kleine Holzbrücke ans andere Ufer der Bünzau und hinein in ein Waldgebiet. Hier geht es immer an der Au entlang, durch hohe Tannen vorbei an moosbewachsenem Totholz am Wegesrand. So richtig ursprünglich.

Bei gutem Wetter kann man am Himmel auch immer wieder Flieger des nahegelegenen Segelflugplatzes beobachten. Sollte es mal schauern, bietet eine Schutzhütte, an der man nach etwa einer Viertelstunde vorbeikommt, Unterschlupf. In der Nähe ist ein Parkplatz, den wir überqueren, um uns am Ende rechts zu halten und dann am Rande einer zwar asphaltierten, aber wenig befahrenen Straße zurück Richtung Bünzen Ortsmitte zu wandern.

Wieder zurück zum Ausgangspunkt

Wieder im Ort angekommen, geht es links über die Brücke zurück zum Ausgangspunkt, wo – wie schon eingangs erwähnt, am Wochenende in „Dat Ole Hus“ Waffeln satt mit Kirschen und Schlagsahne auf Sie warten. Ein Blick in das Museum lohnt immer, weil dort die Einrichtung, in der man Platz nimmt, noch original wie vor 100 Jahren ist.  An der letzten Brücke können Sie übrigens ganz nah mal mit ansehen, wie EU - geförderte Landschaftsschutzprojekte vorangetrieben werden. Denn die Flächen sind an der Stelle rund um die Bünzau unlängst verändert worden. Ziel ist die sogenannte Renaturierung, sprich: die Gewässerökologie soll verbessert werden in dem Bachläufe gezielt z.B. in ihrer Laufgeschwindigkeit und teilweise Richtung korrigiert werden.

Je nachdem wie gut Sie zu Fuß sind, dauert der Spaziergang so etwa eineinhalb bis zwei Stunden.  Mein Tipp: Statten Sie sich im Vorfeld mit einer Wanderkarte aus. Die gibt es beim Fremdenverkehrsverein in Aukrug für zwei Euro. Damit gehen Sie unterwegs erstens nicht verloren und zweitens lohnt sich dann ein Wiederkommen umso mehr, denn es gibt noch unzählige andere Touren in und um Aukrug herum. Durch die Stürme und heftigen Regenfälle der vergangenen Tage sind Gummistiefel auf jeden Fall zu empfehlen.

Programm-Tipp
Ein Lamm auf einem Deich © dpa Fotograf: Kay Nietfeld
 

Der Sonntagsspaziergang durch Schleswig-Holstein

NDR 1 Welle Nord

Neben vielen Informationen und einer Wegbeschreibung, können Sie den Spaziergang hier auch akustisch begleiten. mehr

Weitere Informationen
Eine Frau bewundert die Aussicht auf die Elbe zwischen Geesthacht und Lauenburg. © NDR Fotograf: Annkathrin Bornholdt
 

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