Mecklenburg-Vorpommern: Ein Paradies für Angler

von Markus Lobsien

Dieses norddeutsche Bundesland hat unglaublich viel Wasser zu bieten. Nicht nur die Bodden und die Ostsee, sondern auch Seen, Kanäle und Flüsse. Kein Wunder, dass Mecklenburg-Vorpommern scharenweise Wassersportler anzieht. Dazu zählen auch Hunderttausende Angler. Sie fischen an der Küste auf Hornhechte und Hering sowie auf Dorsch und Plattfische, oft auch vom Strand aus in der Brandung.

Die Seenplatte rund um die Müritz präsentiert sich anders. Hier leben Hechte, Welse, Barsche und Zander. Doch bevor die Angelei beginnt, gilt es, einige Spielregeln einzuhalten. Am besten ist es, man hat einen bundesweit gültigen Fischereischein in der Tasche. Dieser ist bei den Angelsportverbänden nach einer Prüfung zu erwerben, die Kosten dafür belaufen sich auf 50 bis 80 Euro, je nach Bundesland. Der Schein zeichnet geprüfte Sportfischer aus. Wer ihn hat, weiß vieles über Gewässerpflege, Naturschutz und wie man Fische waidgerecht versorgt, um ihnen überflüssige Schmerzen zu ersparen. Vorbildliche Angler hinterlassen natürlich auch keinerlei Müll am Gewässer, schon gar keine Angelhaken oder Schnüre, die vor allem für Wasservögel gefährlich werden können.

Angeln mit Touristen-Fischereischein - in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aber auch die Möglichkeit zu angeln, ohne den Fischereischein zu besitzen: mit einem Touristen-Fischereischein. Dieser kostet 20 Euro und ist 28 Tage gültig. 150 Ausgabestellen wie Hafenmeister oder Binnenfischer verkaufen den Schein. Zusätzlich muss aber noch eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer bezahlt werden, diese ist regional ganz unterschiedlich teuer. Auch Besitzer des "echten" Fischereischeins, also die Geprüften, müssen Angelkarten hinzukaufen! Die Kontrollen sind häufig und die Strafen hoch, in einigen Fällen bis 2.000 Euro. Der Touristenfischereischein ist in anderen Bundesländern wie Hamburg heftig umstritten, da so auch vollkommen Ungeübte mit verletzbaren Lebewesen konfrontiert werden. Immerhin gibt es bei Übergabe des Scheins eine gut aufgemachte Broschüre mit den Basisinfos zum Organismus der Fische und dem waidgerechten Töten. Ob alle Angler diese Broschüre lesen, wird aber nicht kontrolliert.

Guter Fischbestand am Granzower See

Reise! Reise! war am Granzower See in Mirow vor Ort. In der Nähe eines Ferienparks mit 230 skandinavischen Holzhäusern stehen genug Buchten und Angelstege bereit. Allerdings ist hier der sogenannte Angeldruck sehr hoch, das heißt, viele Fische meiden diese belebten Plätze. Dann sollte auf ein Boot ausgewichen werden, das der Hafenmeister am Granzower See vermietet (auch mit Motor). Der See ist überwiegend flach, hat aber einen guten Bestand an Weißfischen wie Plötzen und Räubern wie Barsch, Hecht (bis zu 80 Zentimetern) oder Wels. Unter den Seerosenfeldern warten dicke Karpfen. Als Angelguides stehen Experten wie der von Reise! Reise! begleitete Wolfgang Kretzschmar aus Röbel parat.

 

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Reise, Reise | 10.07.2011 | 11:15 Uhr

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Moderation
NDR 90,3 Reiseexperte Markus Lobsien an einem typisch britischen Briefkasten in der Grafschaft Kent  Fotograf: Markus Lobsien
 
Ratgeber
Angler mit Hecht in den Händen
 

Dicke Fische: Angeln im Norden

Die schönsten Angelplätze und Tipps für einen guten Fang. mehr

Videos
Angeln im Hamburger Hafen
 
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