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Jedes Jahr ziehen die Karl-May-Spiele im Kalkbergstadion viele Tausend Besucher in ihren Bann.
Bad Segeberg und die Karl-May-Spiele - für viele Besucher des Kurorts gehört das untrennbar zusammen. Die Open-Air-Festspiele gehören zu den beliebtesten Sommerspektakeln im Norden und machten den Kurort zwischen Hamburg und Kiel in ganz Deutschland bekannt. Zehntausende Besucher kommen jedes Jahr nach Bad Segeberg, um Winnetou und Old Shatterhand bei ihrem Kampf gegen das Böse hautnah zu erleben. Die Atmosphäre im Kalkbergstadion begeistert nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Akteure: So spielte Erol Sander den edlen Häuptling der Apachen, Winnetou, in der Saison 2012 zum sechsten Mal.
Anfang der 50er-Jahre entstand die Idee, im Kalkbergstadion die Abenteuergeschichten von Karl May lebendig werden zu lassen. Unter dem Motto "Eine Stadt spielt Karl May" gab es verschiedene Aufführungen mit zahlreichen Mitwirkenden aus Segeberg, bis die Spiele dann in den 80er-Jahren in professionelle Hände gelegt wurden. Umjubelter und unvergessener Star der damaligen Zeit war Pierre Brice, der mit seiner Darstellung des Winnetou wesentlich für den großen Erfolg der Spiele sorgte. Ihm folgte Gojko Mitic, der diese Rolle 14 Jahre lang verkörperte, bis ihn 2007 Erol Sander ablöste.
Entstanden ist das Stadion aus einer riesigen Grube, die der bis 1931 dauernde Abbau von Gips am Kalkberg verursacht hatte. Der Reichsarbeitsdienst baute es ab 1934 aus und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels weihte es im Oktober 1937 vor 10.000 NSDAP-Mitgliedern ein. Sein Wunsch, das Stadion als Feierstätte für politische Massenversammlungen zu nutzen, wurde nie Realität. Zwischen 1938 und 1945 blieb es ungenutzt. Heute ist es eines der schönsten Freilichttheater Deutschlands mit 7.500 Plätzen und wird außerhalb der Spiele mit vielfältigen anderen Veranstaltungen belegt, etwa der NDR Schlagernacht, Klassik-Konzerten und Shows.
Die Erlebnisausstellung präsentiert mit lebendigen Fledermäusen die Vielfalt, Schönheit und Eigenart der geheimnisvollen Tiere.
Von dem 91 Meter hohen Kalkberg, dem Wahrzeichen Bad Segebergs, hat man einen herrlichen Rundblick über die ganze Umgebung. In der Tiefe befinden sich die faszinierenden Felsformationen der Kalkberghöhlen. Sie sind das größte natürliche Winterquartier für mehr als 20.000 Fledermäuse in Nord- und Mitteleuropa. Im Frühjahr und Sommer können die Tiere in der Dämmerung bei ihren Beuteflügen beobachtet werden. Das Fledermaus-Zentrum Noctalis bietet außerdem Nachtwanderungen an. In der Erlebnis-Ausstellung sind die "Künstler der Nacht" hinter Glas das ganze Jahr über zu beobachten. Auf vier Etagen dreht sich in dem Haus am Fuße des Kalkberges alles um die Fledermäuse.