Tierpark Arche Warder

Schweinebabys im Tierpark Arche Warder. Foto: Helfried Reichert, Kropp © NDR Fotograf: Helfried Reichert, Kropp Eine alte Nutztierrasse ist das Bunte Bentheimer Schwein, das sich durch Robustheit und Langlebigkeit auszeichnet.

Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen liegt idyllisch zwischen Rendsburg und Neumünster im Naturpark Westensee. Die Arche Warder mutet nicht wie ein herkömmlicher Zoo an - alles erscheint ein wenig derber und ursprünglicher, ob Gelände oder Tiere. Doch gerade der natürliche Charakter zeichnet diesen 40 Hektar großen Lebensraum aus und das zu jeder Jahreszeit. In den großzügigen Freigehegen tummeln sich keine exotischen Tiere auf den Weiden, sondern zottelige Poitou-Esel, robuste Wasserbüffel oder bunte Bentheimer Schweine, die sich genüsslich im Schlamm aalen. Allerlei Federvieh wandert über den Arche-Hof und büxt gelegentlich in das angrenzende Parkgelände aus. Tipp: Wer den Zoo bei nicht so schönem Wetter besucht, sollte festes Schuhwerk tragen.

Das Arche Prinzip

Immer zwei Tiere einer Art ließ Noah auf seine Arche, damit sie die Sintflut überleben. Die Arche Warder verfolgt ein ähnliches Prinzip. Die Tierpark-Macher erhalten und züchten alte Haus- und Nutztierrassen. Dadurch soll die natürliche Vielfalt erhalten werden, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kontinuierlich abgenommen hat. Zurzeit leben in dem Tierpark etwa 800 Tiere aus 70 unterschiedlichen Tierrassen, von denen es weltweit nur noch wenige Hundert Exemplare gibt. Das Zentrum informiert über Geschichte und die Haltungsbedingungen der einzelnen Tiere. Um die Nachfrage nach den alten Rassen zu fördern, verkauft der Tierpark Fleischprodukte aus eigener Produktion in einem Hofladen.

Tiere auf Rundgängen erleben

Poitou-Esel vor blauem Himmel © picture-alliance / OKAPIA KG, Ge Fotograf: Robert Maier Detailansicht des Bildes Auch verschiedenen Pferde-, Pony- und Eselarten haben auf der Arche Warder ihre Heimat gefunden. Zum Tierbestand gehören unter anderem Angler Sattelschweine, Telemark-Rinder, Alt-Oldenburger Pferde, Skudde-Schafe und Lockengänse. All diese Tiere stehen auf der "Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen". Besucher können die Tiere in dem weitläufigen Parkgelände auf drei verschiedenen Rundgängen - vom kurzen Spaziergang bis zur ausgedehnten Wanderung von drei Stunden - erleben. Besondere Attraktionen für Kinder sind das Ferkelgehege mit verschiedenen zutraulichen Schweinerassen und der Streichelhof mit Eseln, Ponys und Ziegen. Im großen Tierschauhaus leben Muttertiere mit frisch geborenen Nachwuchs. Fasziniert können große und kleine Besucher zum Beispiel beobachten, wie eine Horde quikender Ferkel um die Zitzen der Mutter rangelt. Manche Tiere lassen sich sogar streicheln. Als weitere Anziehungspunkte für Familien gibt es Grillplätze, Abenteuerspielgeräte und ein Restaurant.

Überblick
Flamingos im Zoo Hannover. © ndr.de Fotograf: Özgür Uludag
 

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Service

Arche Warder

Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen e.V.
Langwedeler Weg 11
24646 Warder
Tel. (04329) 913 40

Eintritt:

Kinder bis 4 Jahre: frei
Kinder (4-14 Jahre): 3,00 Euro
Jugendliche (15-17 Jahre): 4,00 Euro
Erwachsene: 6,00 Euro

Öffnungszeiten:
täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr
Im Herbst und Winter bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Anfahrt:
Auto:
Der Tierpark ist über die Autobahnen A7 (Abfahrt Warder) oder A 215 (Abfahrt Blumenthal) zu erreichen.

Bahn/Bus:
Vom Bahnhof mit dem Bus nach Langwedel oder Alt Mühlendorf. Von hier aus beträgt der Fußweg etwa einen bzw. zwei Kilometer.

Links

Website des Tierparks mit Besucher-Infos, den Tieren und Veranstaltungen.

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