Clausthal-Zellerfeld: Luftkurort und Bergstadt

von Ariane Peters

Blick aus der Vogelperspektive auf die Teichkaskade Hirschler Teich und Pfauenteiche bei Clausthal-Zellerfeld im Harz. © Harzwasserwerke GmbH Detailansicht des Bildes Die Teiche bei Clausthal-Zellerfeld wurden zum Teil bereits im Mittelalter angelegt und lieferten Energie für den Bergbau. Clausthal-Zellerfeld gehört zu den sieben alten Bergstädten des Oberharzes und bildet das Zentrum der Harz-Region. Heute ist der Luftkurort, der aus den Teilen Clausthal und Zellerfeld besteht, auch eine Universitätsstadt. Die ersten Siedler ließen sich um das etwa 1150 gegründete Benediktinerkloster Cella nieder. Nur kurze Zeit später fanden die Einwohner Silberadern. Es war der Beginn des Bergbaus. Während seiner Blüte im 17. und 18. Jahrhundert waren die Clausthaler Gruben die bedeutendsten im Oberharz. Noch heute wird die Stadt von rund 70 Teichen umgeben. Sie sorgten einst für den Antrieb der Entwässerungspumpen und Wasserräder in den nahen Bergwerken. Seit 2010 gehören sie zum Welterbe "Oberharzer Wasserwirtschaft".

Marktkirche zum Heiligen Geist

Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld © picture-alliance / Bildagentur Huber Fotograf: Bildagentur Huber/Gräfenhain Detailansicht des Bildes Die Marktkirche im Zentrum ist die größte Holzkirche Deutschlands. In der Ortsmitte von Clausthal steht unübersehbar die Marktkirche zum Heiligen Geist. Sie wurde in den Jahren 1637 bis 1642 erbaut, und ist mit 2.200 Sitzplätzen die größte Holzkirche Deutschlands. Sie besitzt vier seitlich vorgebaute Treppentürme. Ihre Fassade ist komplett mit Brettern verkleidet und mit Sprossenfenstern bestückt. Besichtigungen sind nach Anfrage in der Tourismuszentrale möglich.

Mit seinen schönen Fachwerkhäusern ist Clausthal-Zellerfeld zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Urlaubsziel. Sehenswert ist unter anderem die mit kunstvoll geschnitzten Gesichtern verzierte Berg-Apotheke, die von den Einheimischen auch "Fratzenapotheke" genannt wird. In unmittelnaher Nähe befindet sich das Dietzelhaus. In dem farbenfrohen Bürgerhaus im Fachwerkstil erhalten Gäste wertvolle Tipps für Veranstaltungen, Ausflüge und Restaurants. Besonders empfehlenswert ist eine geführte Schneeschuh-Wanderung durch die zauberhafte Winterlandschaft rund um Clausthal-Zellerfeld.

Heimatstadt von Robert Koch

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist Robert Koch. Der Arzt, Bakteriologe und Nobelpreisträger von 1905 ist heute Ehrenbürger seiner Heimatstadt. 1843 kam er dort zur Welt.

Audiobeiträge
Undatiertes Porträt des Mediziners Robert Koch. © dpa
 
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08.12.1905: Robert Koch bekommt Nobelpreis

Robert Koch, Direkter des Universitäts-Instituts für Hygiene in Berlin, wird für seine Forschungen auf dem Gebiet der medizinischen Bakteriologie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

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Glückauf im Oberharzer Bergwerksmuseum

Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld © picture-alliance / dpa Fotograf: Rainer Jensen Detailansicht des Bildes Im ältesten Bergwerksmuseum Deutschlands erfahren Besucher alles über das Leben der Bergarbeiter. Bereits 1892 wurde das Oberharzer Bergwerksmuseum gegründet. Es ist das älteste Bergbaumuseum Deutschlands. Über Jahrhunderte verdiente die Oberharzer Bevölkerung ihren Lebensunterhalt mit dem Abbau von silberhaltigen Erzen. Die Ausstellung im Hauptgebäude und die Anlagen im Freigelände veranschaulichen die harte Lebens- und Arbeitswelt der Kumpels. Im Schaubergwerk des Museums begeben sich Besucher auf eine Entdeckungsreise in die Zeit, als Maschinen noch aus Holz statt aus Eisen oder Stahl gefertigt wurden. Alle Ausstellungsstücke waren einst in Betrieb. Auch die berühmte Fahrkunst, die 1833 in Zellerfeld erfunden wurde, ist hier zu sehen.

Hintergrund
Fördergerüst des Kaiser-Wilhelm-Schachtes in Clausthal-Zellerfeld. © Harzer Verkehrsverein
 

Bergwerk und Tradition in Clausthal-Zellerfeld

Das Oberharzer Bergwerksmuseum gewährt seinen Besuchern Einblicke in den harten und gefährlichen Arbeitsalltag der Harzer Bergleute im 19. Jahrhundert. mehr

Kunsthandwerk in der Glashütte Clausthal-Zellerfeld

Die Kunst des Glasmachens ist mehr als 2.000 Jahre alt und damals wie heute ein faszinierendes Handwerk. In der Glashütte von Rolf Riemers im Kunsthandwerkerhof "Alte Münze" können Besucher dabei zusehen, wie aus einer 1.200 Grad heißen Glasmasse Vasen, Schalen, Teller, Blumen, Tiere und vieles mehr von Hand geformt werden. Jedes Stück ist ein Unikat und entsteht ohne Hilfe von Maschinen. Wer möchte, darf sich seine eigene Deko-Kugel blasen. Zum Kunsthandwerkerhof "Alte Münze" gehören auch eine Seidenmalerei, eine Goldschmiede und die "Holz- und Glas-Spielerei". Direkt nebenan, im historischen Gebäude der Münze, lädt das "Café Sti(e)lbruch" zu einem Plausch bei hausgemachten Torten ein.

Dieses Thema im Programm:

DAS! | 17.02.2011 | 18:45 Uhr

Logo der Sendung Das! © NDR
Service

Tourist Information Clausthal-Zellerfeld
Bergstraße 31 (Dietzelhaus, OT Zellerfeld)
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. (0 53 23) 8 10 24

Glashütte Clausthal-Zellerfeld
Bornhardtstraße 11
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. (05323) 83638

Harz-Agentur-Schneeschuhwanderungen
Frau Melanie Krillecke GmbH
Bergstraße 31
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. (05323) 98246-0

Das Oberharzer Bergwerksmuseum
Bornhardtstraße 16
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. (05323) 98 95 - 0

Region
Rabenklippe bei Bad Harzburg © dpa/picture-alliance Fotograf: Bildagentur Huber
 

Der Harz: Norddeutsches Bergparadies

Eine eindrucksvolle Berglandschaft und ein Urlaubsziel, das für jeden etwas bietet. mehr

Bildergalerien
Dampflok der Brockenbahn im Harz auf dem Weg zum verschneiten Gipfel. © Harzer Tourismusverband Fotograf:
 
Bildergalerie

Impressionen aus dem verschneiten Harz.

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Links

Informationen zu Öffnungszeiten, Anreise und aktuellen Ausstellungen auf der Internetseite des Oberharzer Bergwerksmuseums.

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Informationen über die Orte Altenau, Buntenbock, Clausthal-Zellerfeld, Schulenberg und Wildemann.

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Informationen über die Gemeinde und ihre Sehenswürdigkeiten.

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Informationen über Lebensraum, Pflanzen und Tiere.

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Informationen über die Glasbläser und ihr Handwerk.

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