Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
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Messestadt und Verkehrsknotenpunkt, Altstadt und Herrenhäuser Gärten: Hannover und sein Stadtbild zeigen sich vielfältig. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, finden sich zwischen Gebäuden aus den Nachkriegsjahren immer wieder Häuserzeilen aus der Zeit um 1900. Fachwerkhäuser stehen bis heute in den ehemals dörflichen Stadtteilen abseits der City und im gesamten Stadtgebiet gibt es etliche architektonische Kleinodien. In der City allerdings dominieren funktionale Bauten aus den 50er- und 60er-Jahren.
Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt gibt es viel zu entdecken. Die Insider-Tour führt unter anderem in den Stadtwald und auf eine Schleusenfahrt.
Die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade unter der Fußgängerzone in Hannovers City verbindet den Bahnhof mit dem beliebten Treffpunkt Kröpcke.
In jüngster Zeit versucht die Stadtverwaltung, diesen schmucklosen Bauten mit zeitgemäßer Architektur neuen Glanz zu verleihen. So entstand aus der früheren Passerelle, einer unterirdischen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke im Zentrum der Innenstadt, die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. Die jetzt helle Ladenzeile setzt sich im renovierten Bahnhof auf zwei Etagen fort. Der prächtige Hauptbahnhof mit seiner Fassade aus dem 19. Jahrhundert ist ebenso ein Glanzlicht der City wie die im klassizistischen Stil erbaute Oper. Auf halber Strecke zwischen den Prunkbauten steht die berühmte Kröpcke-Uhr, die als idealer Treffpunkt mit Zeitanzeige geschätzt wird.
Die poppig bunten "Nanas" am Hohen Ufer schuf Niki de Saint Phalle 1974. Besorgte Bürger sprachen von einer "Verunglimpfung des weiblichen Körpers".
Kunst und Kultur sind integrale Bestandteile des Stadtbildes: Straßenkunst wie die drei Nanas am Leineufer - große farbenfrohe Skulpturen der Künstlerin Niki de Saint Phalle - oder von verschiedenen Künstlern gestaltete Bushaltestellen fallen sofort ins Auge. Das Sprengel Museum am Nordufer des Maschsees zählt international zu den renommiertesten Kunsthäusern. Es widmet sich Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Museum zeigt die weltweit größten Sammlungen von Max Ernst und Kurt Schwitters, ein beachtliches Werk von Niki de Saint Phalle, die zweitgrößte Paul-Klee-Sammlung und immerhin 400 Werke von Pablo Picasso. Internationale zeitgenössische Kunst ist im Museum der Kestnergesellschaft zu sehen, im Mittelpunkt der wechselnden Ausstellungen stehen nicht nur Malerei und Skulpturen, sondern auch Archtitektur, Design und Mode.
Hannover pflegt jedoch auch seine lokalen Traditionen: In jedem Jahr findet dort das größte Schützenfest der Welt statt. Höhepunkt ist der Ausmarsch, wenn mehr als 10.000 Musiker, Künstler und natürlich Schützen in ihren Uniformen durch die Stadt marschieren. Hunderttausende Zuschauer lassen sich diesen Umzug nicht entgehen.
Besucher können mit einem Aufzug in die Kuppel des Rathauses fahren und einen weiten Blick über die Stadt genießen.
Ein Wahrzeichen und touristischer Anziehungspunkt Hannovers ist - neben Marktkirche und Anzeigerhochhaus - das Neue Rathaus zwischen Altstadt und Maschsee. Von der Kuppel, die Besucher mit einem weltweit einmaligen Bogenaufzug erreichen, bietet sich ein besonders schöner Rundblick über die Innenstadt, den Glaspalast der Norddeutschen Landesbank sowie nach Süden über den Maschsee und den Sportpark mit der Fußball-Arena. Für Irritationen sorgt immer wieder, dass es sich trotz seines schlossähnlichen, wilhelminischen Baustils um das neue Rathaus handelt. Immerhin hat die Stadtverwaltung dort seit 1913 ihr Quartier. Das alte Rathaus in der Innenstadt dient heute unter anderem als Standesamt.