Mark Weber sieht die Veränderungen in Wilhelmsburg Mitte positiv: "Davon werden wir alle profitieren. 2013 wird es sicher eine Menge Rummel geben und es wurde ja auch immer kritisiert, dass für den neuen Park Bäume abgeholzt worden sind. Wichtig finde ich, dass hier nicht irgendwann nur noch Yuppies wohnen, sondern eine gute Mischung von Leuten."
Auch Haci Acar bewertet die Veränderungen positiv: "Ich finde das sehr gut, was hier passiert. Die Neubauten, später noch der große Park. Wenn alles fertig ist, kommen viele Leute hierher, um sich das alles anzusehen. Ich lebe seit 15 Jahren in Wilhelmsburg, ursprünglich komme ich aus der Türkei."
Christin Hinrichs lebt im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel und zieht im Herbst in die Neuen Hamburger Terrassen, ein IBA-Pojekt. "Unser Reihenhaus liegt am neuen Park, da können die Kinder später nach draußen. Vor 2013 habe ich ein bisschen Respekt, dann sitzen wir auf dem Präsentierteller. Große Hoffnungen habe ich für die Zeit danach."
Inge Link und Peter Max Möller sind ebenfalls künftige Bewohner der Neuen Hamburger Terrassen. "Zurzeit leben wir in Rellingen und Winsen. Wir wollten zusammen ziehen und da lag Wilhelmsburg ungefähr in der Mitte. Die ersten Begegnungen haben gezeigt, dass uns die Nachbarn hier rundherum mit offenen Armen empfangen."
Patricia Anyimah mit ihren Kindern Gidone und Emmanuella freut sich über die IBA-Neubauten und den künftigen Gartenschau-Park: "Wenn alles fertig ist, sieht Wilhelmsburg ganz schön aus. Ich finde das toll."
Maiken Monzel aus Seevetal hat früher in Wilhelmsburg gewohnt und testet mit Sohn Bjarne die neue Kletterhalle im igs-Park. Die Veränderungen findet sie spannend: "Das ist nur zum Vorteil für Wilhelmsburg. Das ist wie eine Brücke, die sich von beiden Seiten schließt. Auch Hamburger von nördlich der Elbe kommen hierher und können ihren alten Eindruck ablegen."
Peter Boritzka findet es gut, dass viel passiert: "Das hätte man schon vor 20 Jahren machen müssen. Durch die IBA entstehen moderne Gebäude, da können die Leute sehen, dass man hier gut wohnen kann. Ich erinnere mich noch an die Gartenbau-Ausstellungen in Planten un Blomen - wäre schön, wenn unser Park später genauso genutzt und angenommen wird."
Renate und Torsten Wortmann fahren gern mit dem Fahrrad herum, um sich alles anzusehen. Ihr Fazit: "Die ganzen Landschaften, die auf dem Parkgelände entstehen, die neue Kletterhalle, auch die Schwimmhalle - das wird bestimmt gut. Hoffentlich ist hinterher auch genug Geld da, um den Park weiter zu pflegen."
Josef und Martin Knote sind seit 1963 Kleingärtner im Verein "Grüner Deich". Ihre Parzelle liegt mitten auf dem Gelände des Gartenschau-Parks. Die beiden sind genervt: "Die letzten zwei Jahre hatten wir hier nur Belästigungen durch Baufahrzeuge, Staub, Lärm und Gestank. Du musst die volle Pacht zahlen und findest keine Ruhe."
Das sieht Heide Bellingrath anders. Sie hat sich letztes Jahr ganz bewusst für einen Kleingarten auf dem Gelände entschieden. "Zur Gartenschau freue ich mich auf die Begegnungen mit anderen Menschen, außerdem wird es hier dann noch schöner als bisher. Ich bin Teil des großen Projektes und erlebe wahrscheinlich etwas Schönes in den sechs Monaten."
Kazim Cicek, Ladenbetreiber am Stübenplatz, sieht die Entwicklungen mit gemischten Gefühlen. "Für die Zukunft und für unsere Kinder finde ich es gut, dass sich hier was tut. Allerdings befürchte ich auch, dass die Preise hier in Wilhelmsburg weiter steigen durch die Veränderungen. Die Mieten für das Geschäft und die Wohnung sind schon teurer geworden."