Ein markanter Fels inmitten einer afrikanischen Wüstenlandschaft, darauf ein Baum. "Sansibar oder der letzte Grund" ist von Norden aus die erste Station auf dem Weg durch die "Welt der Kontinente". Wer nach Sansibar reist, flieht aus dem Alltag und sucht eine neue Welt. Diese Sehnsucht soll der Fels symbolisieren.
"Pelo ya Africa": Umgeben von üppiger Blütenpracht und eingezäunt von Robinienstämmen liegt ein afrikanisches Dorf. Hier werden auch Nutzpflanzen angebaut, etwa Cabernet-Sauvignon-Trauben, die das koloniale Erbe Südafrikas repräsentieren.
"Das 5. Weltwunder" nennt sich der nordafrikanische Garten. Zwischen Sanddünen, Palmen und Gräsern ragt eine Pyramide auf, die allerdings noch nicht fertiggestellt ist. Wer mag, packt mit an und schichtet Sandsteinblöcke mit Körperkraft aufeinander.
"Wankendes Grün": Die Reise nach Südamerika führt den Besucher an den Amazonas. Schwankende Teller auf dem Boden und grüne Schirme, von denen ständig Wasser tropft, lassen den Regenwald und sein aus dem Gleichgewicht geratenes Ökosystem hautnah erleben.
"Dreamopoly" heißt der nordamerikanische Garten. Hier geht es weniger um Vegetation als um Träume und Werte. Kapitalismus, Wohltätigkeit, Nächstenliebe, Glück oder Demokratie heißen die Felder dieses Brettspiels in Gartengröße.
Die vielfältige Pflanzenwelt des 5. Kontinents zeigt der australische Garten "Down under". Ein Pfad aus Terrakottascherben führt über die für Australien typische rötliche Erde zu einem Garten mit Stahlwänden ...
..., zwischen denen verschiedene Vegetationszonen des fünften Kontinents zu sehen sind. Dazu zählen etwa Regenwald, Wüste, die alpine Zone und die Küstenregion.
"Im Land der Kiwis": Das Meer und die Küste bestimmen das Leben der Neuseeländer. Folgerichtig umgibt den Garten eine dicke Schicht aus Treibholz. Dahinter wuchern üppige Farne - als lebende botanische Fossilien.
Von Neuseeland geht es weiter in die Südsee. "Noa Noa" heißt dieser Garten in Anlehnung an das Werk des Malers Paul Gauguin, der darin sein Leben auf Tahiti beschrieben hat. Geprägt wird die Anlage durch Hecken und landestypische Stauden wie Bananen. Wege aus Sand und Muscheln führen durch diesen Garten.
Chinesische Weissagung bietet der zentralasiatische Garten "Chien Tung-Orakel". Dieses chinesische Spiel entstammt der taoistischen und buddhistischen Tradition. Zwischen einer Bambushecke liegen und stehen die Spielstäbe in stark vergrößerter Form. Eine Betonröhre stellt die Aufbewahrungshülse der Stäbe dar.
In die Welt von "Tausendundeine Nacht" entführt dieser Garten, der für Vorderasien steht. Mittelpunkt ist ein großes Zelt mit Sternenhimmel. Dort können Besucher den Geschichten der Erzählerin Scheherazade lauschen. Im Garten werden im Sommer Rosen blühen.
"Via Mala" nennt sich der transalpine Garten im Abschnitt Zentraleuropa. Ein für die Alpen typischer Zickzackweg führt durch eine von Lärchen gesäumte Schlucht. Granitblöcke laden zum Sitzen ein. Ein Findling soll die Einfachheit der alpinen Schönheit darstellen.
Im Kontrast zu der Bergwelt der Alpen steht der Mediterrane Garten. Hier stehen Olivenbäume im Mittelpunkt. Tafeln informieren über die Pflanze und die Ölproduktion. Kräuter und Stauden in Terrakotta-Töpfen sollen den Garten noch vervollständigen.
Die Reise durch die "Welt der Kontinente" endet - von Norden kommend - in Nordeuropa. Ein Zaun aus rohen Holzplanken umgibt einen Wald aus Weidenbäumen. An dessen Ende ist ein großer Betonring in den Boden eingelassen - der "Landesplatz für Engel". Der Garten verweist auf nordische Mystik.