So vielseitig ist die Gartenschau
80 Gärten, sieben Themenwelten und eine Stelzenbahn bietet die Schau in Hamburg-Wilhelmsburg. mehr
Sport im Freien liegt im Trend: Studien zufolge treibt eine Mehrheit der Menschen in Deutschland am liebsten Sport in der Natur und im öffentlichen Raum. In Hamburg-Wilhelmsburg ist dieses Thema erstmals Schwerpunkt einer Gartenschau. In der Welt der Bewegung im östlichen Geländeteil können Besucher Dutzende Bewegungsangebote individuell nutzen. Der Großteil der Anlagen bleibt auch nach der Gartenschau erhalten.
Die Skate-Arena der Gartenschau setzt neue Maßstäbe: Sie wurde zusammen mit Skatern entwickelt und auf deren Wünsche abgestimmt.
Dazu zählt etwa die 1.500 Quadratmeter große Skate-Arena, die gemeinsam mit aktiven Skatern entwickelt wurde und verschiedene Schwierigkeitsstufen umfasst. Sowohl erfahrene Skater als auch Anfänger sind hier willkommen. Während der Gartenschau können Einsteiger jeden 1. und 3. Sonntag (von 11.30 bis 13.30 Uhr) eine Skate-Schule besuchen. Dort können sie Boards ausleihen und unter Anleitung erste Versuche starten.
Wer sich statt am Board lieber am Ball ausprobiert, kann das Multifunktions-Spielfeld für Fußball, Basketball und andere Ballsportarten nutzten. Außerdem wurden ein drei Kilometer langer beleuchteter Jogging-Rundkurs sowie ein Boule-Platz eingerichtet. Dort finden am 15. und 16. Juni auch die Deutschen Boule-Meisterschaften für Dreierteams (Triplette) statt.
Eine nasse, aber lustige Angelgenheit ist ein Spiel auf dem Aqua-Soccer-Feld.
Balanciergarten, Zirkusgarten oder Yoga-Garten: Viele Orte laden die Besucher zum spielerischen Mitmachen ein. Einige bieten dabei völlig neue und originelle Bewegungsmöglichkeiten. So etwa das Aqua-Soccer-Feld, bei dem die Spieler in wadentiefem Wasser stehen und versuchen müssen, den Ball ins gegnerische Tor zu bugsieren. Ein anderes Spielgerät fordert die Besucher zu einer Art Tauzieh-Wettstreit auf, auf einem Minigolf-Feld in Form einer Weltkarte treten die Teams zur spielerischen Welteroberung gegeneinander an. Weitere Sportarten im Angebot: Taiji, Streetball und Disc-Golf, eine Form des Zielwerfens mit Frisbeescheiben.
Allabendlich von Montag bis Freitag machen Sporttrainer in der Welt der Bewegung zusätzliche Angebote wie etwa Yoga, QiGong oder Walking. Jeweils von 18.30 bis 20 Uhr sind die Besuchern zum Mitmachen eingeladen.
Montags:
Taijiquan, QiGong und Yoga
Dienstags:
ParkSport 50+ (Themen u.a.: Fit und geschickt, Denkpfade), außerdem Parksport mit Diabetesgruppen
Mittwochs:
Laufen und Walken, außerdem After-Work-Sport
Donnerstags: Spiel, Sport, Spaß, außerdem Parksportabzeichen (s. Kasten rechts)
Freitags:
Parksport trifft Trendsport
Start jeweils ab 18.30 Uhr
Alle genannten Bewegungsangebote können igs-Besucher kostenlos nutzen, drei weitere sind kostenpflichtig: die Kletterhalle, der Hochseilgarten und die Schwimmhalle. Wer dort Sport treiben möchte, benötigt kein Gartenschau-Ticket, sondern erhält an der Kasse einen Gutschein zur Verrechnung.
Für Familien besonders interessant ist der Hochseilgarten. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren können hier klettern und balancieren.
Im Hochseilgarten können sich die Besucher durch fünf Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen hangeln, die jeweils nach einem Erdteil benannt sind. So geht es etwa im Parcours Asien über ein Drachenboot, im Parcours Afrika über Pyramiden. Klettern ist auch das Thema der Nordwandhalle, die bereits seit März 2012 geöffnet ist. 16 Meter geht es hier die Wand hinauf, ein acht Meter langer Überhang sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel bei den Bergsportfans. Der Clou ist die riesige Glasfront: Sie kann geöffnet werden und sorgt bei schönem Wetter für Open-Air-Kletter-Feeling.
Wassersportler sind in der neuen Schwimmhalle richtig. Sie hat zwar kein Außenbecken, doch lässt sich auch hier die Fensterfront nach Süden hin zu einer Liegewiese komplett öffnen. So entsteht ein Hauch von Freibadfeeling inmitten des Gartenschaugeländes.
Eine Kanustrecke soll das Sportangebot des künftigen Wilhelmsburger Inselparks weiter ergänzen. Sie wird allerdings frühestens 2014, also erst nach der Gartenschau, befahrbar sein.