Ein Museum für die Arbeit

Arbeit ist heute meist mit dem Einsatz von Maschinen verbunden. Sie haben die Arbeitswelt verändert, die Produktivität gesteigert. Das Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek befasst sich mit dem Wandel von Arbeit und Leben in den vergangenen 150 Jahren.

Walze vor dem Museum der Arbeit © Franziska Drewes/NDR Fotograf: Franziska Drewes Detailansicht des Bildes Auf dem Hof vor dem Museum sind Arbeitsmaschinen vergangener Zeiten ausgestellt, so etwa diese Walze. Die Ausstellung, informiert über die Industrialisierung und ihre sozialen, kulturellen und ökonomischen Folgen. Im Mittelpunkt stehen also neben Maschinen vor allem Menschen.Schon der Standort des Museums ist einen Besuch wert: Es befindet sich in einem historischen Fabrikgebäude auf dem Gelände der ehemaligen "New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie von 1871" und ist Teil eines denkmalgeschützten Fabrikensembles.

Druckmaschinen zum Ausprobieren

Museum der Arbeit

Wiesendamm 3
22305 Hamburg
Tel. (040) 428 13 30

Öffnungszeiten:
Mo 13 – 21 Uhr
Di bis Sa 10 – 17 Uhr
So und feiertags 10 – 18 Uhr

Außenstelle Hafenmuseum:
Australiastraße, Schuppen 50A
20457 Hamburg
Tel. (040) 73 09 11 84

Öffnungszeiten:
Nov – März geschlossen
April -Okt:
Di bis So 10 – 18 Uhr

Außenstelle Speicherstadtmuseum:
Am Sandtorkai 36
20457 Hamburg
Tel. (040) 32 11 91

Öffnungszeiten:
April - Okt: Mo - Fr 10 -17 Uhr, Sa - So u. Feiertage 10 -18 Uhr
Nov - März: Di -So 10 -17 Uhr

Einen großen Teil der Ausstellungsfläche nimmt die Druckwerkstatt ein. Historische Pressen und Maschinen dokumentieren die technische Entwicklung im grafischen Gewerbe - vom Handsatz bis zur Heidelberger Zylindermaschine. In einer klassischen Ausstellung sowie einer Werkstatt mit Vorführungen können sich Besucher umfassend informieren. Außerdem dürfen sie verschiedene Drucktechniken wie Buch- oder Steindruck selbst ausprobieren. Auch in anderen Bereichen des Museums gibt es immer wieder die Möglichkeit, aktiv zu werden - Kinder sind etwa zu bestimmten Zeiten eingeladen, Zinn-Elefanten zu gießen oder Holzbuchstaben herzustellen.

Büromaschinen damals und heute

Anhand der Metallwarenfabrik Carl Wild, die bis 1989 in Hamburg-Hohenfelde Anstecknadeln und Medaillen produziert hat, zeigt das Museum beispielhaft eine fast komplette Arbeitsstätte. Auch hier dürfen Besucher sich ausprobieren und in einer Werkstatt selbst eine Anstecknadel stanzen und emaillieren. Eine weitere Abteilung dokumentiert die Entwicklung typisch hanseatischer Kontore aus der Zeit des Überseehandels vom 19. Jahrhundert bis in die 1950er-Jahre mit sich verändernden Büromaschinen.

TRUDE - ein technisches Denkmal

Bohrer Trude © Franziska Drewes/NDR Fotograf: Franziska Drewes Detailansicht des Bildes Schon museumsreif: Das Schneiderad TRUDE kam beim Bau des neuen Elbtunnels zum Einsatz. Im Hof des Museums steht das beeindruckende Schneiderad der größten Tunnelbohrmaschine der Welt: TRUDE (Tief Runter Unter Die Elbe). Sie wurde für den Bau des neuen Elbtunnels eingesetzt.

Wechselnde Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen zu aktuellen Themen, wie etwa faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie, ergänzen das Angebot des Museums. Zum Museum gehören seine zwei Außenstellen: Das Speicherstadtmuseum in einem alten Lagerhaus am Sandtorkai und das Hafenmuseum.

Maritime Arbeitswelt im Hafenmuseum

Kind mit einem historischen Taucherhelm im Hafenmuseum Hamburg. © Hafenmuseum Hamburg Detailansicht des Bildes Wie fühlt sich ein alter Taucherhelm an? Unter dem Motto "Sonntagskinder" bietet das Museum ein Mitmachprogramm für Kinder an. Spannende Einblicke in die Geschichte des Güterumschlags im Hamburger Hafen und die Schifffahrt gibt die Außenstelle des Museums im Freihafen. Auf einem denkmalgeschützten Gelände präsentiert das Museum im Sommerhalbjahr im Kaischuppen 50A seine maritime Sammlung. Dazu gehören unter anderem Transportgeräte, Seezeichen und -karten sowie Tauchzubehör. Im Außenbereich stehen Kräne und Bahnwaggons und am Bremerkai sind die schwimmenden Exponate zu finden. Dazu gehören der Stückgutfrachter "MS Bleichen", ein Schwimmkran von 1917 und ein Schutendampfsauger von 1909. Ehrenamtliche Mitarbeiter führen die Maschinen an Wochenenden und zu bestimmten Anlässen vor. Sonntags werden regelmäßig Führungen und Aktionen für Kinder angeboten.

 

Ausflugstipps
Besucher im Miniatur Wunderland © Miniatur Wunderland
 

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