Wasserwelten: Von pitschnass bis staubtrocken

Die Wasserwelten auf dem Gelände der Internationalen Gartenschau © NDR Fotograf: Petra Volquardsen Detailansicht des Bildes Von den Wasserwelten auf der igs blickt man auf das alte Wasserwerk, in dem sich jetzt ein Restaurant befindet. Eingerahmt von Bächen und Teichen liegen die Wasserwelten im westlichen Teil des igs-Geländes. 18 Gärten führen durch verschiedene Vegetationszonen vom Dschungel bis in die Wüste. Üppige Vegetation wie in Regenwald und Feuchtbiotop zeugt von Wasser im Überfluss, während Mensch, Tier und Pflanze in der Savanne und in der Wüste mit dem kostbaren Nass haushalten müssen. Wasser nährt nicht nur Lebewesen, es formt mit seiner Kraft auch die Natur. Es lässt Canyons entstehen oder schießt als Geysir hoch in die Luft. Auch diesem Aspekt widmen sich die Wasserwelten.

450.000 Liter Wasser für die Produktion eines Autos

Ein rotes Auto stehe vor hoch aufgestapelten Wasserbehältern. © NDR Fotograf: Janine Kühl Detailansicht des Bildes Ein Auto, 450 Tanks mit je 1.000 Litern Wasser - diese Installation zeigt, wie viel Wasser bei der Herstellung eines Wagens verbraucht wird. Jederzeit und selbstverständlich drehen wir täglich im Haushalt den Hahn auf. Gleich mehrere Gärten thematisieren den Wasserverbrauch des Menschen. 450 Wasserkanister mit je 1.000 Litern Wasser bilden ein gewaltige Labyrinth. Das alles wird benötigt für die Produktion eines einzigen Autos. Nachdenklich macht auch der Wasserbedarf für die Produktion von Lebensmitteln wie Sonnenblumenkernen, Äpfeln und Wein.

20.000 Meilen unter dem Meer

Wasser inspiriert die Menschen seit jeher. So haben in den Wasserwelten auch Literatur und Esoterik ihren Platz. Jules Vernes und Frank Schätzing, Theodor Storm und Otfried Preußler - sie alle haben Werke verfasst, die dem Wasser eine besondere Bedeutung beimessen. Auszüge aus ihren und anderen Romanen sollen die Fantasie der Besucher beflügeln. Wer den Energielinien im Garten "Wasser und Energie" folgt, kann an einem beschaulichen Platz am Wasser ausruhen. 

So erreichen Sie die Wasserwelten:

- Mit der Monorailbahn, Ausstieg am Bahnhof West

- Über den Eingang West

- Über den Haupteingang, entlang der Welt der Häfen und über die Brücke in den westlichen Teil der igs

Wasserkino und Farbspiele

Ganz gezielt bieten die Wasserwelten etwas fürs Auge: Optische Effekte des Wassers spielen mit Licht und Farben. Im "Cinema Aquatica" läuft Wasser über eine bunt geflieste Keramikwand. Je nach Intensität und Stand der Sonne entstehen neue Bilder. Vom Reichtum an Farben kündet der Aquarellgarten. In der Malerei wie in der Natur verschwimmen die Farben miteinander. Mit einem extremen visuellen Effekt enden die Wasserwelten: Wo nur noch Hitze ist, flimmert die Wüste. Blaue Glasscherben bilden eine Fata Morgana.

Dossier
Spiegel der Eitelkeiten in der "Welt der Kulturen" auf dem Gartenschau-Gelände in Hamburg-Wilhelmsburg © NDR Fotograf: Petra Volquardsen
 

So vielseitig ist die Gartenschau

80 Gärten, sieben Themenwelten und eine Stelzenbahn bietet die Schau in Hamburg-Wilhelmsburg. mehr

Eckdaten der igs

26. April bis 13. Oktober 2013

Öffnungszeiten:
tgl. von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit

Eintritt:
Tageskarten:
Erwachsene: 21 Euro, ermäßigt: 17 Euro
Jugendliche (7 bis 17 Jahre): 6 Euro
Feierabendkarte (gültig ab 18 Uhr): 9 Euro

Dauerkarten:
Erwachsene: 110 Euro, ermäßigt: 90 Euro
Jugendliche: 28,50 Euro
Kinder bis 6 Jahre frei

Alle Veranstaltungen auf dem Gelände sind im Eintrittspreis enthalten.
Die Fahrt mit der Monorailbahn kostet extra (7,50 Euro, Kinder ab 7 Jahren 2,50 Euro).

Bewohner von Wilhelmsburg können eine Nachbarschaftskarte beantragen, mit der sie die igs an drei frei wählbaren Tagen kostenlos besuchen können.

Anreise:
Mit der Bahn: Von Norden über Hamburg-Hauptbahnhof mit den S-Bahnlinien S 3 oder S 31 in 8 Minuten bis Station Wilhelmsburg. Von Süden kommend über Fernbahnhof Hamburg-Harburg weiter mit den S-Bahnlinien S 3 oder S 31 in 4 Minuten bis Station Wilhelmsburg.
Mit dem Auto: Über die B 75 bis zur Ausfahrt Wilhelmsburg. Parkplätze sind ausgeschildert.
Mit dem Schiff: Barkasse der Maritimen Circle Line von Landungsbrücken bis Reiherstiegknie. Von dort sind es etwa 20 Minuten zu Fuß zum Haupteingang.

Alle igs-Hauptwege sind barrierefrei, so auch der Zugang zur Monorailbahn.