Bunt und vielfältig, so will sich die Gartenschau in Hamburg präsentieren. Farbenfroh zeigen sich nicht nur die Blumenbeete: Auch knallbunte Installationen wie diese riesigen Gewürzfässer sind zu sehen. Insgesamt gilt es 80 Gärten in sieben Themenwelten zu entdecken.
Der Globus am Haupteingang ist zugleich ein Info-Pavillon. Hier können Besucher ihren Rundgang durch die Erlebniswelten beginnen.
In der "Welt der Häfen" spüren die Besucher zwischen Kisten mit Tee und Gewürzen dem Flair der großen Hafenstädte nach. Wer mag, kann den Tee auch gleich probieren.
Von der "Welt der Häfen" führt der Rundgang in die "Welt der Kulturen". Einen Teil der Gärten haben Bewohner des Stadtteils Wilhelmsburg mitgestaltet - so etwa den Garten "Sit down", der mit einem lauschigen Platz am Wasser lockt.
Zur "Welt der Kulturen" zählt auch der Garten "Heimat". Ihn gestalten und pflegen Wilhelmsburger Schüler. Dort wachsen neben Blumen auch Gemüse und Kräuter. Einzelne Beete erzählen von den jeweiligen Herkunftsländern der Schüler.
Auf einem hölzernen Laufsteg können die Besucher am "Spiegel der Eitelkeiten" entlang flanieren. Doch Vorsicht: Durch die Wölbung erscheint man dort als Zerrbild seiner selbst.
Sport, Fitness und Spaß sind die Themen der "Welt der Bewegung". Eine Attraktion ist der Hochseilgarten: Auf fünf unterschiedlichen Parcours können Besucher die Gartenschau balancierend in luftiger Höhe erleben.
Hoch hinaus geht es auch in der Kletterhalle. Eingerahmt von üppigen Blumenbeeten befindet sie sich ebenfalls in der "Welt der Bewegung".
Während die Kletterangebote sowie die neue Schwimmhalle extra kosten, sind die übrigen Sportangebote kostenfrei. So auch die Skate-Arena, die sich besonders bei Jugendlichen großer Beliebtheit erfreut.
Direkt nebenan verspricht das Aqua Soccer-Feld Abkühlung. Im wadentiefen Wasser ist es alles andere als einfach, den Ball ins gegnerische Tor zu lenken.
Ein ideales Plätzchen zum Entspannen ist der ein Stückchen weiter südlich gelegene Garten "Im Ruhepuls". Auf Sitzgelegenheiten, die an rote Blutkörperchen erinnern, lässt es sich zwischen weißen Himalaja-Birken bestens ausruhen.
Ein markanter Felsen mit einem Baum steht im nördlichen Teil der "Welt der Kontinente". Er symbolisiert die ostafrikanische Insel Sansibar und die Sehnsucht nach einer neuen Welt.
Um die Märchen aus "Tausendundeiner Nacht" dreht es sich in diesem Garten. In dem großen Zelt inmitten von feinem Sand können Besucher den Geschichten der Erzählerin Scheherazade lauschen.
"Dreamopoly" heißt der nordamerikanische Garten. Pflanzen sucht man dort vergebens. Statt dessen können die Besucher auf einem überdimensionalen Spielbrett typisch US-amerikanische Träume und Werte abschreiten.
Von der "Welt der Kontinente" geht es in die "Naturwelten", die sich mit der Zukunft des Gärtnerns beschäftigen. So symbolisieren etwa diese stachligen Kugeln Samenkapseln, mit denen in ferner Zukunft der Mars fruchtbar gemacht werden soll.
Um die lebenswichtige Ressource Wasser dreht sich alles in den Wasserwelten. Ein künstlicher Geysir zeigt mit seiner riesigen Fontäne, welche Kräfte die Urgewalt Wasser entfalten kann.
Wasserverschwendung und -mangel sind einige der Aspekte, die in diesem Parkteil behandelt werden. Eine Installation mit Wassserhähnen veranschaulicht unseren häufig gedankenlosen Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource.
In der Wüste ist Wasser nämlich ein kostbares Gut. Eine Karawane zieht zur Oase. Dort können sich Tier und Mensch von den Strapazen des Wassermangels erholen.
Auch in der Welt der Religionen taucht Wasser als Urelement und Quell des Lebens wieder auf. Eine flache Brunnenschale ist der symbolische Mittelpunkt.
Um ihn herum gruppieren sich fünf Gärten. Vertreter der fünf Weltreligionen haben sie jeweils gestaltet. Im buddhistischen "Garten der Stille" etwa lädt ein steinerner Buddha zum Meditieren ein.
Auch die fünf Kulturlandschaften des Nordens präsentieren sich auf der Gartenschau, darunter die Vier- und Marschlande. Typisch für die Region sind die Windmühlen. Die Mühle auf der igs ist zugleich ein Spielplatz.
Wem der etwa sechs Kilometer lange Rundweg durch das Gelände zu viel ist, kann an einem der Bahnhöfe in die Gartenschaubahn steigen. Sie fährt ganz langsam über das Gelände, damit die Fahrgäste die Aussicht aus den großen Fenstern in Ruhe genießen können.