So vielseitig ist die Gartenschau
80 Gärten, sieben Themenwelten und eine Stelzenbahn bietet die Schau in Hamburg-Wilhelmsburg. mehr
"Aufwertung statt Verdrängung" - dieses Motto hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz für die Internationale Bauausstellung ausgegeben. Doch ein Teil der Wilhelmsburger glaubt, dass genau das Gegenteil eintreten wird. Mehrere Initiativen beklagen steigende Mieten und Wohnungsmangel auf der Elbinsel und befürchten, dass die bisherigen Bewohner mit geringem Einkommen von Wohlhabenden aus anderen Stadtteilen verdrängt werden. Der von der IBA geförderte Wohnungsbau richte sich zum Großteil an Besserverdienende, kritisiert der Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg. Das sieht Thomas Koyar von der Initiative "IBA! Nigs DA!" ähnlich: "Auf dem Wohnungsmarkt sind jetzt zwar viele IBA-Häuser im Angebot, aber vor allem Lofts und Luxuswohnungen".
Über lange Jahre war Wilhelmsburg ein Problemstadtteil Hamburgs. Nun bekommt er durch die IBA Modellcharakter. Doch wie reagieren die Bewohner auf die Veränderung?
IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg sieht keinen Zusammenhang zwischen steigenden Mieten und der Bauausstellung.
Die Mieten seien zwar gestiegen, räumt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg ein, der Grund dafür sei aber nicht die Bauausstellung: "Wir haben seit drei Jahren ein Monitoring, beobachten die Mieten und Immobilienpreise sehr genau. Und da haben wir einen Vergleichsstadtteil: Billstedt". Wenn man sich das letzte Monitoring anschaue, könne man sehen, dass die Preise in Billstedt genauso steigen wie in Wilhelmsburg. "Der einzige kleine, aber feine Unterschied ist, dass hier acht Bildungseinrichtungen und ein großer Park gebaut worden sind. Dass heißt, hier sind die Lebensverhältnisse wirklich verbessert worden im Verhältnis zu Billstedt und trotzdem hat Billstedt die gleiche Preiserhöhung. Insofern kann man hier noch nicht von Gentrifizierung reden, gleichwohl muss man im Zweifelsfall politisch gegensteuern", so Hellweg.
Nur ein Leuchtturmprojekt? Die Häuser an der Weimarer Straße werden im Rahmen der IBA modernisiert.
Für manche Kritiker sind die Projekte der Bauausstellung schlicht nicht an den Bedürfnissen der Bewohner orientiert. Schauobjekte, Restaurants und Hotels seien vielleicht gut für die Besucher, aber die Wilhelmsburger selbst hätten nichts davon. "Die Investitionen sind in solche Projekte geflossen, die für die Menschen, die hier arbeiten oder hier ihre Freizeit verbringen, kaum erfahrbar sind", meint Thomas Koyar. Anwohner seien nicht genügend in die Planung eingebunden worden, kritisiert etwa der Verein "Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg", der schon lange in Wilhelmsburg aktiv ist.
Was die IBA wirklich für den Stadtteil bringt, wird sich nach Einschätzung der Verantwortlichen erst in ein paar Jahren zeigen. Hellweg rechnet mit einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Bürgermeister Olaf Scholz verspricht, den Stadtteil nicht aus den Augen zu verlieren. "Es geht weiter hier in Wilhelmsburg, der Senat wird nicht aufhören, sich Gedanken zu machen, wie wir Wilhelmsburg voranbringen können", so der SPD-Politiker. Gute Bildung stünde dabei weiterhin im Mittelpunkt. Die geplante Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße solle realisiert werden - auch um Flächen für neuen Wohnraum zu schaffen. Außerdem liefen Gespräche mit der Bahn über eine neue S-Bahnstation Elbbrücken.
Spekulanten
1000€/m² Bauwerkskosten waren die Voraussetzung für den Bau der Häuser, jetzt werden Diese für 4000€/m² verkauft. Die Wohnungen könnten günstiger sein, dann gäbe es auch nicht diese Diskussion... [mehr]
linksextrem ja, aber ohne flaschenwürfe
Jetzt braucht ihr Kommentar nur noch eine Auseinandersetzung mit dem, was die IBA und Til Schweiger ausmacht. Diese Wörter könnten Sie einbauen: Gentrifizierung, Verdrängung, Schimmel,... [mehr]
Mal wieder die Linksextremen
Wenn man etwas intensiver nachforscht, wird schnell klar, dass hinter "IBA? Nigs DA!" und den etwa 100 gewaltbereiten Störern, die im NDR-Artikel "IBA in Hamburg öffnet ihre Pforten" erwähnt wurden,... [mehr]