IBA Hamburg: Bauen für die neue Stadt
Noch bis zum 3. November präsentiert die Internationale Bauausstellung in Hamburg klimafreundliche und innovative Projekte wie Algenhaus und Energiebunker. Was steckt dahinter? mehr
IBA-Geschäftsführer Hellweg und Senatorin Blankau stellten auch einen speziellen IBA-Reiseführer vor.
Nach sieben Jahren Vorbereitung beginnt für die Internationale Bauausstellung (IBA) in Hamburg bald ihre wichtigste Phase. Am 23. März 2013 startet das Präsentationsjahr. Bis zum 3. November zeigt die IBA 63 bauliche, soziale und kulturelle Modellprojekte in Wilhelmsburg und Harburg wie den Energiebunker, das Wälderhaus oder das Weltquartier. Was erwartet den IBA-Besucher konkret? Gemeinsam haben die Senatorin für Stadtentwicklung, Jutta Blankau, und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg am Mittwoch das Programm vorgestellt.
Mit umweltfreundlichen Hybridbussen können die IBA-Besucher die verschiedenen Projekte erkunden.
Im Mittelpunkt stehen dabei - größtenteils kostenlose - Führungen. Dazu gehören sogenannte Quartiersspaziergänge, etwa durch das Reiherstiegviertel, zum Energieberg oder über die Harburger Schlossinsel.
Eine eigens eingerichtete Buslinie wird ab dem 24. März 2013 stündlich donnerstags bis montags durch das IBA-Gebiet fahren, ein Guide erläutert während der Fahrt ausgewählte Projekte. Die Fahrgäste können an jeder Station nach Belieben aus- und wiedereinsteigen. Das Tagesticket für den Bus kostet 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre fahren gratis mit. Zusätzlich gibt es Touren mit dem Rad oder Schiff. Kinderralleys richten sich speziell an die jüngsten IBA-Besucher. Fachbesucher können an geführten Expertentouren sowie insgesamt 28 Kongressen teilnehmen. Ab März 2013 wird es zudem eine kostenfreie IBA-App geben, mit der Besucher die Projekte auf den Elbinseln individuell entdecken können.
Eine Besonderheit sind die Klangreisen zu Fuß oder per Fahrrad, bei denen ein Musiker die Besucher zu hörenswerten Orten auf der Elbinsel führt und den Besuchern den Klang des heutigen und künftigen Wilhelmsburg nahe bringt.
Für alle, die die IBA und die Elbinseln auf eigene Faust entdecken oder sich vorab einlesen möchten, hat die IBA einen Reiseführer herausgegeben. Unter dem Titel "Wege zur neuen Stadt" stellt er Touren und Projekte vor. Der Reiseführer ist für 8,95 Euro im Buchhandel und im IBA-Dock erhältlich.
Die Ausstellung im IBA-Dock auf der Veddel zeigt ein großes Modell des IBA-Gebiets.
Bei mehreren Ausstellungen können sich Besucher über die IBA und ihre Projekte informieren. Neben dem bereits geöffneten IBA-Dock auf der Veddel und dem Infozentrum am Energieberg Georgswerder wird es ein Infozentrum in Wilhelmsburg-Mitte am Eingang zum Gelände der Internationalen Gartenschau geben sowie eine Ausstellung auf 30 Metern Höhe auf dem Energiebunker. In Harburg lädt ein IBA-Schaufenster in den Gloria-Tunnel ein und auf der Schlossinsel zeigt die multimediale Ausstellung "Zug der Ideen" zukunftsweisende Projekte.
IBA-Präsentationsjahr: 23. März bis 3. November 2013
Programm: 678 Führungen, 6 Ausstellungen, 1.127 Busfahrten mit dem IBA-Bus, 28 Kongresse
Projekte: Insgesamt 63, davon bislang 18 fertiggestellt (Stand Ende November 2012), Neubau von 1.217 Wohnungen
Investitionsvolumen: Mehr als 1 Milliarde Euro, davon 700 Millionen Euro privat
Besucher: bislang 530.000 (Stand Ende November 2012)
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz eröffnet das IBA-Präsentationsjahr am Sonnabend, den 23. März 2013, auf einer Seebühne am Bürgerhaus Wilhelmsburg. Anschließend steht ein großes Stadtteilfest in Wilhelmsburg-Mitte mit einer Prozession zu allen IBA-Häusern auf dem Programm. Sie steht unter dem Leithema "Utopia" und wird in Zusammenarbeit mit Kampnagel realisiert. Am Sonntag, den 24. März, lädt die IBA erstmals alle Interessierten zu einem kostenlosen Besuch zahlreicher Projekte ein.
Senatorin Jutta Blankau ist überzeugt, dass die IBA ein Erfolg wird: "Ich bin mir sicher, dass die IBA 2013 auf breite Resonanz stoßen wird. Denn sie stellt die richtigen Fragen und bietet vielfältige und kreative Antworten. Für ein gutes Miteinander in lebenswerten Quartieren und für eine klimaverträgliche Zukunft der Metropole." Wilhelmsburg profitiere schon jetzt vom Imagewandel und zeige beispielhaft, wie Wohnen und Arbeiten in einem Quartier der kurzen Wege funktionieren kann.