Der Umbau eines ehemaligen Flakbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg zum Energiebunker ist das vielleicht bekannteste IBA-Projekt. Von dort werden künftig rund 3.000 Haushalte mit Wärme versorgt. Ein Café in 30 Metern Höhe bietet eine spektakuläre Aussicht über die Stadt.
Der einsturzgefährdete Bunker musste aufwendig saniert werden. Hier ein Blick in sein Inneres während der Umbauphase.
Jetzt ist dort ein riesiger Wärmespeicher untergebracht. Er speichert unter anderem die bislang ungenutzte Abwärme eines benachbarten Industriebetriebs sowie die Wärme der solarthermischen Anlage am Bunker.
Vom Müllberg zum Energieberg: Windräder und Photovoltaikanlagen produzieren auf der einstigen Deponie Georgswerder jetzt Strom für rund 4.000 Haushalte.
Ein öffentlicher Rundweg machte den zuvor gesperrten Berg für Besucher zugänglich. Das Projekt geriet wegen der hohen Kosten von 3,5 Millionen Euro in die Kritik, erfüllt aber einen langjährigen Wunsch der Bewohner des Stadtteils.
Wer mehr über die Geschichte der früheren Giftmülldeponie und ihren Umbau zum Energieberg erfahren möchte, kann sich in einer multimedialen Ausstelllung am Fuß des Berges informieren.
Die IBA selbst hat ihren Sitz in einem schwimmenden Gebäude auf der Veddel. Je nach Tidestand führt die Brücke zum IBA-Dock nach unten oder nach oben.
Eine Ausstellung und ein großes Stadtteilmodell informieren im Inneren über alle IBA-Projekte. Wärme gewinnt das IBA-Dock über eine Wärmepumpe aus dem Wasser, der Strom für die Pumpe kommt aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.
Direkt gegenüber vom IBA-Dock am Müggenburger Zollhafen steht mit dem Haus der Projekte "mügge" ein ganz besonderes IBA-Gebäude. Es hat eine eigene Bootswerkstatt und ist Freizeit- und Ausbildungsstätte für Jugendliche in einem.
Ein wichtiges IBA-Projekt ist das Weltquartier im südlichen Reiherstiegviertel. In der ehemaligen Arbeitersiedlung aus den 30er-Jahren leben mehr als 1.700 Menschen aus 30 Nationen. In enger Absprache mit den Bewohnern werden die Wohnungen modernisiert.
Viele Bewohner wünschten sich etwas mehr Platz sowie einen Balkon oder eine Terrasse. Vorgebaute Loggien sollen diesem Bedürfnis Rechnung tragen.
Das "Tor zur Welt" ist das größte Bildungsprojekt der IBA. Drei Schulen, eine Kita, sowie verschiedene weitere Bildunsgeinrichtungen und ein Café sind im Mai 2013 in die neuen Gebäuden eingezogen.
Das Sprach- und Bewegungszentrum im Reiherstiegviertel ist ebenfalls ein IBA-Bildungsprojekt. Es verknüpft das Erlernen von Sprachen mit Bewegung. Die Angebote richten sich insbesondere an Kinder von Zuwanderern und sollen deren Spracherwerb unterstützen.
Innovative Wohnhäuser sind ein weiteres wichtiges Thema der IBA. So ermöglichen die sogenannten Smart Price Houses (Mitte und links) Bauen zu niedrigen Preisen. Das grün gestrichene Algenhaus BIQ bekommt eine weltweit einmalige Südfassade:
Sie besteht aus Glaselementen, in denen Algen wachsen. Diese versorgen das Haus mit Wärme und liefern zusätzlich Biomasse für eine Biogasanlage. Damit ist das Algenhaus das erste Gebäude weltweit mit einer Bioreaktorfassade.
Direkt nebenan steht das Soft House. Seine Textilfassade produziert über eingearbeitete Solarzellen Strom. Der Clou: Die Fassade richtet sich wie eine Sonnenblume nach dem Stand der Sonne aus, um möglichst viel Licht einzufangen.
Auch die sogenannten Hybrid Houses sollen Möglichkeiten künftigen Wohnungsbaus veranschaulichen. Sie passen sich mit ihren Grundrissen flexibel den Bedürfnissen der Bewohner an. Dieses Haus dient momentan als Sitz der parallel zur IBA stattfindenden Internationalen Gartenschau.
Die Water Houses wiederum sollen zeigen, dass auch bislang ungenutzter Stadtraum als Fläche für den Wohnungsbau dienen kann. Der Clou an diesen Häusern: Sie stehen im Wasser eines Rückhaltebeckens.
Nachhaltiges Bauen ist ein weiteres Stichwort der IBA. Dazu gehören auch umweltfreundliche Baumaterialien. So ist das Wälderhaus der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald größtenteils aus Holz erbaut.
Im Inneren gibt es eine Ausstellung zum Thema Wald sowie Seminarräume, ein Restaurant und ein Hotel.
Wo so viel gebaut wird, will auch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt vor Ort sein. Der Bau ist mit der S-Bahnstation Wilhelmsburg über eine neue Brücke verbunden und das größte Hochbauprojekt der IBA.