Hamburg: Grüne Metropole am Wasser
Stadtporträt mit Informationen über Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote. mehr
Europas erstes Gewürzmuseum befindet sich aus gutem Grund in der Hamburger Speicherstadt: Noch heute lagern in den alten Speichern des riesigen Lagerhauskomplexes aus dem 19. Jahrhundert große Mengen der empfindlichen Ware - die Hansestadt ist der drittgrößte Gewürzumschlageplatz der Welt. Als "Eintrittskarte" bekommen Besucher eine kleine Tüte mit Pfeffer. Sie erinnert daran, dass Hamburg als Hochburg des Gewürzhandels einst auch als die Stadt der "Pfeffersäcke" galt - eine Bezeichnung für die reichen Kaufleute.
Früher wurden Gewürze nicht nur für die besondere Geschmacksnote verwendet, sondern auch als Heilmittel eingesetzt. Lecker und Gesund - Grund genug, uns mit Gewürzen zu befassen.
Wie riecht das denn? So manches Exponat liegt den Besuchern scharf auf der Zunge.
In dem alten Lagerspeicher dürfen die Besucher rund 60 Gewürze anfassen, probieren und beschnuppern. Auf 350 Quadratmetern gibt es rund 900 Objekte aus fünf Jahrhunderten Gewürzproduktion und -geschichte zu sehen, so etwa eine Siebanlage oder einen Staubabscheider, der die Gewürze mittels eines Gebläses von Staub und Dreck befreite. Zu sehen ist auch ein antikes Stampfholz, mit dem die Inkas Yucca-Wurzeln zerkleinerten und ein Nelkenschiff aus Indonesien.
Im November und Dezemberdreht sich im Gewürzmuseum alles um Koriander, Kardamom, Zimt und andere exotische Gewürze, die in der Weihnachtszeit eine wichtige Rolle spielen.