So schweben Besucher über die Gartenschau

Ein Blick über einen hohen Zaun hinweg, auf Baumwipfel oder auf die geometrischen Formen eines Beetes: Viele Dinge erschließen sich dem Betrachter erst in ihrer ganzen Vielfalt, wenn er aus einer anderer Perspektive darauf schaut. So auch bei der Internationalen Gartenschau in Hamburg (igs). Dort können die Besucher in luftiger Höhe von bis zu sechs Metern über das Gelände schweben - mit einer sogenannten Monorailbahn. Auf nur einer Schiene fährt sie sehr langsam und leise um das Gelände. Durch die bodentiefen Türen aus Plexiglas blicken die Fahrgäste über den Park und erleben die 80 Gärten aus der Vogelperspektive.

Jungfernfahrt der Gartenschau-Bahn

Hamburg Journal - 12.04.2013 19:30 Uhr

Die Gartenschau-Bahn hat ihre offizielle Jungfernfahrt absolviert. Auf einem rund 3,5 Kilometer langen Rundkurs schwebt die Monorail-Bahn über das Gelände in Wilhelmsburg.

Je ein Bahnhof im Norden, Süden und Westen

Die Züge befahren einen 3,5 Kilometer langen Rundkurs mit insgesamt drei barrierefreien Bahnhöfen: Einer liegt am Haupteingang im Norden, ein zweiter im Parkteil "Lebendige Kulturlandschaften" ganz im Süden, ein dritter befindet sich an den Wasserwelten im Westen. Acht Züge mit jeweils elf Wagen verkehren zwischen den Haltestellen, in jedem Zug gibt es 66 Sitzplätze. Eine komplette Fahrt dauert etwa 15 bis 20 Minuten und darf unterwegs unterbrochen werden, um die verschiedenen Parkteile zu besichtigen. Die Bahn soll es besonders älteren oder gehbehinderten Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern ermöglichen, das Gelände ohne lange Fußmärsche zu erkunden. Die Monorailbahn ist nicht im igs-Ticketpreis enthalten. Eine Fahrt kostet für Erwachsene 7,50 Euro, Kinder ab 7 Jahre zahlen 2,50 Euro.

Bahn wird nach der Gartenschau verkauft

Die Monorailbahn fährt über Blumenbeete auf dem Gartenschau-Gelände in Hamburg © NDR Fotograf: Petra Volquardsen Detailansicht des Bildes 15 bis 20 Minuten dauert eine Fahrt. In jedem Zug finden 66 Fahrgäste Platz. 13 Millionen Euro hat die Monorailbahn gekostet. Bauherr und Betreiber ist die Firma Intamin, die bereits für frühere Gartenschauen Bahnen gebaut hat. Die erste Einschienenbahn des Unternehmens fuhr bereits 1981 auf der Gartenschau in Baden-Baden. Nach dem Ende der igs in Hamburg wird die Bahn verkauft und wiederverwendet.

Die Internationale Gartenschau in Wilhelmsburg ist bis zum 13. Oktober 2013 geöffnet. Zeitgleich findet auf der Elbinsel auch die Internationale Bauausstellung IBA statt.

Fakten zur Monorailbahn

Anzahl: 8 Züge mit je 11 Wagen und 66 Sitzplätzen
Fahrtdauer: 15 - 20 Minuten
Geschwindigkeit: 10 - 16 km/h
Bahnhöfe: am Haupteingang, an den Wasserwelten und im Parkteil Kulturlandschafen
Fahrpreis: Erwachsene 7,50, Kinder ab 7 Jahren 2,50 Euro
Energieverbrauch: weniger als 1 kW pro beförderter Person
Bauherr und Betreiber: Intamin Bahntechnik
Baukosten: 13 Millionen Euro
Nach der Schau: Die Bahn soll weiterverkauft und wiederverwendet werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 12.04.2013 | 19:30 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/reise/urlaubsregionen/hamburg/gartenschau123.html
Überblick
Spiegel der Eitelkeiten in der "Welt der Kulturen" auf dem Gartenschau-Gelände in Hamburg-Wilhelmsburg © NDR Fotograf: Petra Volquardsen
 

So vielseitig ist die Gartenschau

80 Gärten, sieben Themenwelten und eine Stelzenbahn bietet die Schau in Hamburg-Wilhelmsburg. mehr

Kurz vor der Eröffnung
Blick auf Installationen auf dem Gartenschau-Gelände in der Welt der BeReligionen  Fotograf: Irene Altenmüller
 
Video

Internationale Gartenschau gestartet

An den ersten Tagen hat die Gartenschau (igs) rund 10.000 Besucher nach Hamburg-Wilhelmsburg gelockt. mehr

Links

Informationen über das Gelände, Service für Besucher, Veranstaltungen.

Link in neuem Fenster öffnen