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Schwerpunkt auf der Moderne: Das Kunstmuseum.
Wer Wolfsburg hört, denkt an VW: Es gibt wohl kaum eine andere Stadt in Deutschland, deren Name so eng mit einem Industrie-Konzern verbunden ist. Tatsächlich steht und fällt die Stadt mit Volkswagen: Geht es dem Autobauer gut, sprudeln Steuergelder in die Stadtkasse. Steckt VW in der Krise, gilt das auch für Wolfsburg. Seit einigen Jahren versucht die Stadt, diese Abhängigkeit zu verringern und sich als Touristen-Ziel zu etablieren. So entstanden ehrgeizige Projekte wie die Wissenschaftsschau Phaeno, ein Kunstmuseum und das Badeland. Die Landesgartenschau lockte 2004 Zehntausende Besucher in die Stadt im Osten Niedersachsens. Dennoch: Wolfsburg war und ist Auto-Stadt.
Hunderte Autos warten im gläsernen Turm des VW-Werks darauf, abgeholt zu werden.
Kern und Mittelpunkt der Stadt ist das VW-Werk. Es dominiert das Zentrum zwischen Fußgängerzone und Schloss. Von der viel befahrenen Berliner Brücke über den Mittellandkanal und die Eisenbahn-Trasse fällt der Blick auf die Autostadt des Volkswagen-Konzerns mit den beiden markanten Glastürmen, in denen Neuwagen auf ihre Auslieferung warten. Das Unternehmen investierte im Jahr 2000 rund 850 Millionen Euro in das Projekt. Entstanden ist ein Forum, das seine zentralen Themen Auto und Mobilität vielfältig, unkonventionell und modern präsentiert. Dazu gehören wechselnde Ausstellungen zu technischen Themen ebenso wie kulturelle Angebote, etwa die "Movimentos"-Festwochen im Frühsommer mit zeitgenössischem Tanz, Konzerten, Lesungen und Matineen.
Besuchermagnet im Zentrum: Die Autostadt von Volkswagen.
Direkt am Mittellandkanal bildet die 25 Hektar große Autostadt eine architektonisch anspruchsvolle urbane Szenerie mit Ausstellungsgebäuden, Pavillons, Wasserwegen, Hügeln, Grünflächen und Brücken. Volkswagen nutzt die Autostadt als Aushängeschild und Besucherzentrum sowie als Auslieferungszentrale für bis zu 1.000 Neuwagen täglich. Besucher können eine Tour durch die Markenwelten des Volkswagen-Konzerns unternehmen, die Historie des Unternehmens kennenlernen und seine Zukunftspläne. Dabei enthält die Ausstellung zahlreiche interaktive Elemente, die den Gang durch das weitläufige Gelände zum aktiven Erlebnis werden lassen sollen.
Eine Fußgängerbrücke verbindet die Autostadt mit dem ICE-Bahnhof und der Wolfsburger Innenstadt auf der anderen Seite des Mittellandkanals. Zunächst fällt neben dem Bahnhofsvorplatz jedoch das Gebäude der Experimentierlandschaft Phaeno ins Auge. Der futuristisch gestaltete Betonbau der Architektin Zaha Hadid, der an ein Schiff erinnert, enthält 9.000 Quadratmeter Aktionsfläche. Aufgeteilt in sieben Themenbereiche wie Biologie und Mensch, Klima und Geologie oder Kunst und Naturschauspiel biete sie insgesamt rund 300 Experimentier-Stationen. Zusätzlich sollen wechselnde Ausstellungen und Vorträge technische und naturwissenschaftliche Phänomene anschaulich erklären.
Einkaufsstraße und Bummelmeile: Weihnachtsmarkt in der Porschestraße.
Südlich des Phaeno-Gebäudes beginnt die Porschestraße, Wolfsburgs Fußgängerzone. Sie entstand 1977 im Rahmen einer Umgestaltung der Innenstadt und galt lange als wenig attraktives Zentrum. Inzwischen wurde die gerade Straße mit Brunnen, Pavillons, Grünflächen und Cafés aufgelockert. Die angrenzende City-Galerie mit mehr als 100 Geschäften und Restaurants ist der beliebteste Treffpunkt für einen Einkaufsbummel in Wolfsburg. Am südlichen Ende der Porschestraße steht seit 1994 ein moderner Bau aus Stahl und Glas: das Kunstmuseum. Es versteht sich als Zentrum moderner Klassiker und zeitgenössischer Werke. Der Schwerpunkt liegt auf wechselnden Ausstellungen bildender Künstler. In der Sammlung finden sich unter anderem Werke von Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Nam June Paik und Cindy Sherman.