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Mönche entwässerten einst die sumpfige Gegend um Riddagshausen, dabei entstanden die Klösterteiche.
Eines der ältesten gotischen Bauwerke in Deutschland steht in Braunschweig-Riddagshausen: die Klosterkirche St. Mariae von 1275. Sie gehörte einst zu einem Zisterzienserkloster, das Mönche Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet hatten. Von der Anlage sind heute nur noch das Torhaus, die Klostermauer, die Frauen- und Siechenkapelle sowie die Kirche erhalten. Außerdem gibt es einen schönen Klostergarten, der nach alten Plänen rekonstruiert wurde, und mehrere Teiche. Sie entstanden, als Mönche das sumpfige Land einst trockenlegten.
Schräg, bunt, fröhlich: Das Happy Rizzi-Haus ist ein tolles Fotomotiv.
Rosa, Gelb, Grün, Rot, mit Tupfen, Herzen und Figuren: Wer durch das Magniviertel läuft, traut zunächst seinen Augen nicht. Denn dort leuchten bunte, bemalte, lachende Häusertürme im Comic-Stil. Der international bekannte New Yorker Künstler James Rizzi hat sie auf Initiative des Galeristen Olaf Jaeschke und des Architekten Konrad Kloster gestaltet. Formen und Farben bilden bewusst einen Gegensatz zu unseren üblichen Bau- und Sehgewohnheiten. Das Rizzi-Haus besteht aus dreidimensionalen Baukörpern und ist eine begehbare Bauskulptur. Das Gebäude wird als Bürohaus genutzt und ist nicht öffentlich zugänglich.
Ebenfalls im Magniviertel liegt ein Museum, das zu den großen Kunstmuseen in Deutschland gehört. Herzog Anton Ulrich gründete die Sammlung 1754. Nachdem sie zunächst an verschiedenen Orten untergebracht war, wurde 1887 der heutige Museumsbau im Stil der italienischen Renaissance eröffnet. Die Gemäldegalerie von internationalem Rang zeigt wertvolle Werke von Rembrandt, Rubens, van Dyck, Cranach und anderen berühmten Malern.
Außerdem gibt es eine Abteilung mit Skulpturen und Kunsthandwerk und ein bedeutsames Kupferstich-Kabinett. Momentan ist das Museum wegen umfassender Bauarbeiten geschlossen. Meisterwerke der Sammlung sind derzeit in der Burg Dankwarderode zu sehen.
Hinter der rekonstruierten Fassade des Residenzschlosses verbirgt sich eine Einkaufsgalerie.
Eine nicht unumstrittene Mischung von Kultur und Konsum bietet das 2007 wieder aufgebaute Residenzschloss aus dem 18. Jahrhundert. Hinter der originalgetreu rekonstruierten Fassade befindet sich eine Einkaufsgalerie mit mehr als 150 Geschäften, Cafés und Restaurants. Außerdem enthält der Gebäudekomplex die Stadtbücherei, das Kulturbüro und in der Beletage im Nordflügel ein 600 Quadratmeter großes Schlossmuseum.
So lebten die Fürsten: Das Museum zeigt unter anderem ein historisches Arbeitszimmer.
Für das Museum wurden fünf repräsentative Säle nach historischen Vorlagen rekonstruiert. Wandverkleidungen und Möbel bestehen überwiegend aus historischen Stücken, die Museen und Sammler zur Verfügung gestellt haben. So bekommen Besucher einen Eindruck davon, wie die braunschweigischen Herzöge zwischen 1830 und 1918 gelebt haben. Auf Informationstafeln haben die Gestalter bewusst verzichtet, um den historischen Gesamteindruck nicht zu stören. Wer mehr über das Leben im Schloss und die Bedeutung der Fürsten für die Stadt Braunschweig erfahren möchte, kann sich in einem getrennten Raum, dem Weißen Saal, informieren: An einer festlichen Tafel bekommen Besucher dort ein elektronisches "historisches Menü" serviert.
Das "historische Menü" wird auf Bildschirmen serviert.
Auf zehn Monitoren, die in den Tisch eingelassen wurden, erfahren sie im Schlossmuseum alles über die einstigen Herrscher, die Welfen, sowie über die Geschichte des Schlosses bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau in diesem Jahrhundert.